Abschlussprüfung Aufgaben mit 10 typischen Fragen der Prüfung

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Abschlussprüfung AufgabenWährend die Hauptschulabschlussprüfung, die Realschulabschlussprüfung und das Abitur zu den Abschlussprüfungen gehören, die die Schullaufbahn beenden, führen die Abschlussprüfungen am Ende des Studiums zu einem akademischen Grad, einem Examen oder einer staatlichen Abschlussbezeichnung. Je nach Prüfung ergeben sich unterschiedliche Prüfungsinhalte und Schwierigkeitsgrade, allerdings haben alle Abschlussprüfungen grundsätzlich ein gemeinsames Ziel. Diese besteht in der Überprüfung des Wissens und Könnens des Prüflings und damit der Beurteilung dessen, ob der Prüfling die notwendige Reife erlangt hat, um die Schullaufbahn oder das Studium mit dem angestrebten Abschluss zu beenden.

Prüfungsaufgaben testen Wissen und Können

In aller Regel behandeln Abschlussprüfungen nur bestimmte Themenbereiche, die sich wiederum aus den gewählten oder den Pflichtprüfungsfächern ergeben. Das bedeutet, dass insbesondere die Inhalte dieser Prüfungsfächer von Bedeutung sind und sicher sitzen sollten. Allerdings geht es bei den meisten Prüfungsaufgaben weniger darum, einzelne Fachbegriffe, Daten oder Formeln abzufragen, sondern vielmehr um die Überprüfung, ob der Prüfling diese theoretischen Grundlagen verstanden hat und anwenden kann. Übertragen auf die Praxis lässt sich dies gut an zwei Beispielen erläutern. So werden im Fach Mathematik eher selten Prüfungsaufgaben gestellt, in deren Rahmen eine Formel notiert werden muss, sondern vielmehr solche Aufgaben, die unter Anwendung dieser Formel gelöst werden. Im Fach Englisch wiederum werden keine einzelnen Vokabeln abgefragt, sondern Übersetzungen von Textpassagen gefordert, wobei Voraussetzung hierfür ist, dass die entsprechenden Vokabeln bekannt sind.

Die verschiedenen Arten von Prüfungsaufgaben

Insgesamt gibt es mehrere unterschiedliche Varianten von Prüfungsaufgaben.

1.) Aufsätze und Textanalysen. Insbesondere in Fächern wie Deutsch, Englisch und anderen Fremdsprachen werden bei Abschlussprüfungen gerne Aufsätze geschrieben. Dabei kann es sich um freie Texte zu unterschiedlichen Inhalten, um Berichte, um Erörterungen oder um Interpretationen von Lektüren handeln. Ratsam ist, zunächst eine grobe Gliederung zu entwerfen, die die wichtigsten Schlüsselbegriffe beinhaltet. Anhand dieses Konzepts kann der Text anschließend strukturiert und ausformuliert werden und zeitgleich wird auf diese Weise verhindert, dass sich Aussagen wiederholen, wichtige Punkte vergessen werden oder der sprichwörtliche rote Faden nicht erkennbar ist.

2.) Rechenaufgaben. Rechnungen können in unterschiedlichen Fächern gefordert werden, neben Mathematik beispielsweise auch in Biologie, Chemie oder Physik. Hier gilt der Tipp, nicht nur das Endergebnis zu notieren, sondern auch die Zwischenschritte aufzuschreiben. Dies hat den Grund, dass ein richtiger Lösungsansatz auch dann bewertet werden kann, wenn sich ein falsches Endergebnis infolge eines Rechenfehlers ergibt.

3.) Auswahlfragen. Neudeutsch wird in diesem Zusammenhang auch von Multiple-Choice-Fragen gesprochen und solcheAufgaben kennzeichnen sich dadurch, dass die Antwortmöglichkeiten bereits vorgegeben sind und nur noch angekreuzt werden müssen. In den meisten Fällen werden solche Aufgaben als die leichteste Variante empfunden, da sich oft ein Wiedererkennungseffekt einstellt, wenn die Antwort gelesen wird. Allerdings ist sehr wichtig, solche Fragen genau zu lesen und auf kleine Details zu achten. Zudem sollten solche Fragen im Nachhinein nicht mehrfach gelesen und korrigiert werden, da sich dann häufig eine Unsicherheit einstellt und letztlich zu falschen Korrekturen führt.

4.) Offene Fragen. Hierbei handelt es sich um Fragen, die in kurzen, eigenen Formulierungen beantwortet werden. Meistens werden bei solchen Aufgaben Vor- und Nachteile, Definitionen, Beispiele oder Fachbegriffe abgefragt. Hier reicht es meist aus, die Antwort auf Stichpunkte zu beschränken, zudem genügt der laut Aufgabenstellung geforderte Umfang, denn Zusatzantworten werden nicht mit Zusatzpunkten belohnt.

5.) Halboffene Fragen und Beschriftungen. Bei halboffenen Fragen sind die Antwortmöglichkeiten meist auch schon vorgegeben und müssen beispielsweise Aussagen, Situationen oder Beispielen zugeordnet werden. Daneben wird in Fächern wie Geografie oder Biologie gerne auch mit Grafiken gearbeitet, die es zu beschriften gilt.

10 typische Beispielfragen die bei fast jeder Abschlussprüfung vorkommen können

 

1. Welcher der folgenden Politiker war nie Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland?

 

a) Ludwig Erhard

b) Willy Brandt

c) Walter Scheel

d) Helmut Schmidt

 

2. Welche der folgenden Aussagen zu weichem Wasser ist falsch?

 

a) Zum Gießen von Zimmerpflanzen ist weiches Wasser besser als hartes Wasser.

b) Weiches Wasser steht vor allem in solchen Regionen zur Verfügung, in denen Granit-, Gneis-, Basalt- und Schiefergesteine vorherrschen.

c) Durch weiches Wasser erhöht sich der Verbrauch von Spül- und Waschmitteln.

d) Regenwasser ist weiches Wasser.

 

3. Welcher Paragraph des Strafgesetzbuches definiert einen Mord und regelt dessen Strafmaß?

 

a) § 211

b) §165

c) § 312

d) § 6

 

4. Auf welchen französischen Philosoph geht die Lehre von der Gewaltenteilung zurück?

 

a) Autrecourt

b) Montesquieu

c) Rousseau

d) Tours

 

5. Der Hauptgott der nordischen/germanischen Mythologie und Religion Wodan bzw. Odin wurde von Tieren begleitet. Von welchen?

 

a) zwei Raben und zwei Pferde

b) zwei Tauben und zwei Wölfe

c) zwei Raben und zwei Wölfe

d) zwei Tauben und zwei Pferde

 

6. Woran erinnert das jüdische Fest Sukkot, das Laubhüttenfest?

 

a) an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem

b) an den Empfang der Zehn Gebote

c) an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei

d) an die Wanderung durch die Wüste

 

7. Wie heißt die Dachform des abgebildeten Gebäudes?

 

a) Satteldach

b) Zeltdach

c) Walmdach

d) Mansardendach

 

8. Wer war der Autor des Romans “Früchte des Zorns”?

 

a) John Steinbeck

b) Ernest Hemingway

c) Oscar Wilde

d) Upton Sinclair

 

9. Die durchschnittliche Atemfrequenz eines Säuglings beträgt unter Ruhebedingungen… ?

 

a) 12 bis 15 Atemzüge pro Minute

b) 40 bis 50 Atemzüge pro Minute

c) etwa 30 Atemzüge pro Minute

d) etwa 20 Atemzüge pro Minute

 

10. Bitte ordnen Sie den Bundesländern ihre Landeshauptstädte zu.

 

a = Thüringen

b = Sachsen

c = Nordrhein-Westfalen

d = Hessen

e = Mecklenburg-Vorpommern

f = Brandenburg

1 = Wiesbaden

2 = Schwerin

3 = Düsseldorf

4 = Potsdam

5 = Erfurt

6 = Dresden

 

Antworten:

 

1. d

2. c

3. a

4. b

5. c

6. d

7. b

8. a

9. c

10.