Abschlussprüfung Ausbildung mit 10 Fragen aus der Prüfung

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Abschlussprüfung AusbildungJede Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung, durch die der Prüfling bei erfolgreichem Bestehen ein entsprechendes Abschlusszeugnis, einen Facharbeiterbrief oder einen Gesellenbrief erhält. Je nach Ausbildungsberuf wird die Abschlussprüfung dabei als klassische Abschlussprüfung oder in Form der sogenannten gestreckten Abschlussprüfung, beispielsweise bei Metallbauern, Elektronikern oder Frisören, abgenommen. Im Fall einer gestreckten Abschlussprüfung findet keine Zwischenprüfung im Verlauf der Ausbildung statt, sondern diese wird durch den ersten Teil der Abschlussprüfung ersetzt und das Ergebnis dieses ersten Prüfungsteiles fließt prozentual in die Gesamtnote mit ein.

Die Ziele der Abschlussprüfung

Prinzipiell gilt für Abschlussprüfungen, dass sie auf der Ausbildungsverordnung des jeweiligen Berufes beruhen und der Prüfungsablauf sowie die Prüfungsinhalte in diesem Rahmen festgelegt werden. Die wesentliche Absicht der Abschlussprüfung liegt darin, zu überprüfen, ob der Prüfling über die notwendige Gesamtqualifikation verfügt, um seinen künftigen Berufsalltag als vollwertiger Mitarbeiter zu bestreiten. Das bedeutet, es werden die Inhalte abgefragt, die dem Prüfling während der betrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule vermittelt wurden und der Prüfling muss unter Beweis stellen, dass er typische Situationen und Aufgabenstellungen seines Berufsbildes erkennen, analysieren, beurteilen und entsprechend lösen kann. Typischerweise geschieht dies in Abschlussprüfungen allerdings nicht nur durch die Abfrage von rein theoretischen Wissensgrundlagen, sondern vielmehr anhand von praxisbezogenen Aufgaben. Hierbei geht es dann darum, festzustellen, ob der Prüfling die Lehrinhalte nicht nur kennt, sondern sie auch verstanden hat und auf die Praxis übertragen kann.

Die Elemente der Abschlussprüfung

Je nach Ausbildungsberuf setzt sich die Abschlussprüfung aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, wobei die einzelnen Prüfungsteile entweder direkt hintereinander oder mit zeitlichem Abstand stattfinden.

  • Der schriftliche Prüfungsteil überprüft in erster Linie die Theorie und die Inhalte, die in der Berufsschule vermittelt wurden. Element nahezu jeder Prüfung ist das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde, denn hier geht es um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt. Daneben werden berufsrelevante Prüfungsbereiche abgefragt. Die Prüfungsfragen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen, nämlich in Auswahlfragen und in offene Fragen. Auswahlfragen sind Fragen, bei denen die Antwortmöglichkeiten bereits vorgegebenen sind. Wichtig hierbei ist, die Formulierungen sehr genau zu beachten, da gerne mit kleinen Stolperfallen wie beispielsweise Verneinungen gearbeitet wird. Im Zusammenhang mit offenen Fragen werden üblicherweise Definitionen, Beispiele oder Argumente verlangt. Nach Möglichkeit sollten hier Fachbegriffe verwendet werden. Allerdings ist es nicht notwendig, ausschweifende Romane zu verfassen oder mehr Beispiele zu nennen als gefordert, denn für jede Prüfungsfrage ist eine bestimmte Punktzahl festgelegt und sobald diese erreicht ist, gehen die Prüfer zur nächsten Frage über.
  • Betriebliche Aufträge oder praktische Fachaufgaben. Ein häufiges Element bei Abschlussprüfungen sind Aufträge oder Fachaufgaben, die der Prüfling eigenständig bearbeitet und dokumentiert. Dabei geht es um die typischen Abläufe des Berufsalltags, so dass der Prüfling alle Phasen einer Auftragsabwicklung selbstständig erarbeitet und durchführt. Die Phasen hierbei sind Information, Planung, Durchführung und Kontrolle und im Rahmen eines Reports werden die Arbeitsergebnisse dokumentiert. Im Handwerk können an dieser Stelle auch Arbeitsproben gefordert werden, was bedeutet, dass der Prüfling ein bestimmtes Werkstück nach Vorgabe anfertigt.
  • Präsentationen. Bei diesem Prüfungselement hält der Prüfling letztlich einen Vortrag zu einem bestimmten Thema. Die Prüfer sind dabei sein Publikum, die zunächst nur zuhören. In den meisten Fällen ist es erlaubt, mit Bildern, Grafiken und Folien zu arbeiten, entsprechende Geräte werden zur Verfügung gestellt. Eine andere Form sind Prüfungsgespräche, die mit einem Rollenspiel vergleichbar sind. Der Prüfling erhält hierbei eine bestimmte Aufgabe, die Prüfer agieren als Kunde oder Arbeitskollege.
  • Fachgespräche sind Gespräche im eigentlichen Sinne, die berufsbezogene Themen zum Inhalt haben. Die Prüfer stellen konkrete Fragen, der Prüfling antwortet. Meist handelt es sich bei Fachgesprächen um das abschließende Element der Abschlussprüfung.

10 allgemeine Prüfungsaufgaben aus der Abschlussprüfung für die Ausbildung

 

1. Wobei handelt es sich um keine direkte Steuer?

 

a) Einkommenssteuer

b) Kfz-Steuer

c) Körperschaftssteuer

d) Umsatzsteuer

 

2. Welche Aussage zu den Vorteilen einer Holding stimmt nicht?

 

a) Durch eine Holding können die Kapitalbeteiligungsgrenzen umgangen werden.

b) Da die rechtliche Selbstständigkeit entfällt, reduziert sich der administrative Aufwand.

c) Eine Holding kann zu Steuervorteilen führen.

d) Eine Holding ermöglicht eine verhältnismäßig unkomplizierte Integration von akquirierten Unternehmen.

 

3. Wie heißt der amtierende Bundesminister für Arbeit und Soziales?

 

a) Olaf Scholz

b) Franz Müntefering

c) Ursula von der Leyen

d) Peer Steinbrück

 

4. Im Hinblick auf das Arbeitsrecht gehört was zum kollektiven Arbeitsrecht?

 

a) die Pflichten des Arbeitgebers

b) die Pflichten des Arbeitnehmers

c) der Arbeitsvertrag

d) das Mitbestimmungsrecht

 

5. Was ist Magnesium?

 

a) ein Nichtmetall

b) ein Übergangsmetall

c) ein Alkalimetall

d) ein Erdalkalimetall

 

6. Welche Lohnsteuerklasse wird bei Alleinerziehenden oder Verwitweten mit mindestens einem Kind, die Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehenden haben, auf der Lohnsteuerklasse eingetragen?

 

a) Lohnsteuerklasse I

b) Lohnsteuerklasse II

c) Lohnsteuerklasse IV

d) Lohnsteuerklasse VI

 

7. In welchem Turnus finden Europawahlen statt?

 

a) alle zwei Jahre

b) alle vier Jahre

c) alle fünf Jahre

d) alle acht Jahre

 

8. Was wird mithilfe der Einheit Becquerel (Bq) beschrieben?

 

a) Radioaktivität

b) Lichtstrom

c) Induktivität

d) Energiedosis

 

9. Wie lautet die Formel zur Berechnung des Umfangs U eines gleichseitigen Dreiecks?

 

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10. Wie viel Byte entspricht ein Megabyte (MB)?

 

a) 103 Byte

b) 109 Byte

c) 106 Byte

d) 1012 Byte

Antworten:

 

1. d

2. b

3. a

4. d

5. d

6. b

7. c

8. a

9. U = 3a

10. c