Abschlussprüfung Baden-Württemberg mit 10 Fragen aus der Prüfung

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Abschlussprüfung Baden-WürttembergDas im Südwesten Deutschlands gelegene Baden-Württemberg ist 1952 durch den Zusammenschluss von Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern als Bundesland entstanden. Hinsichtlich der Einwohnerzahl und der Fläche ist Baden-Württemberg das drittgrößte Bundesland Deutschlands, die Landeshauptstadt ist Stuttgart.

Die Schullaufbahn von Kindern, die in Baden-Württemberg leben, beginnt mit dem Besuch der Grundschule, die vier Schuljahre umfasst. In der Grundschule werden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, wobei alle Grundschulen in Baden-Württemberg als sogenannte Verlässliche Grundschulen geführt werden, was bedeutet, dass gewährleistet ist, dass die Schüler in einem festen Zeitrahmen bereut und wegen Unterrichtsausfalls nicht vorzeitig nach Hause geschickt werden. In den vierten Klassen werden in den Fächern Deutsch und Mathematik Vergleichsarbeiten geschrieben. Zum Ende der Grundschulzeit erhält jeder Schüler eine Bildungsempfehlung, welche weiterführende Schule er besuchen sollte. Stimmen die Eltern dieser Grundschulempfehlung jedoch nicht zu, kann das Kind eine Aufnahmeprüfung ablegen und bei erfolgreichem Bestehen den gewünschten Bildungsweg einschlagen. Grundsätzlich kann ein Schüler nach dem Besuch der Grundschule und entsprechend seiner Leistungen entweder auf eine Hauptschule, eine Realschule oder ein Gymnasium wechseln. Ausführliche Informationen über die einzelnen Bildungswege und die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen hält die Seite bereit.

Der Hauptschulabschluss in Baden-Württemberg

  • Die Hauptschule erstreckt sich über die Klassenstufen fünf bis neun und ist in erster Linie für die Schüler gedacht, deren Stärken im praktischen Handeln und anschaulichen Denken liegen. Die Lehrinhalte der Hauptschule sind an lebensnahen Lernsituationen und dem praktischen Umgang mit konkreten Aufgabenstellungen ausgerichtet und durch die Zusammenarbeit von Hauptschule und Wirtschaft ist es möglich, dass Hauptschüler einen Tag pro Woche in einem Betrieb mitarbeiten können. Schüler, die gute Leistungen bringen, können die sogenannte Werksrealschule besuchen. Hierbei handelt es sich um Hauptschulen, die entweder ab der achten Klasse zusätzlich Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch anbieten oder ermöglichen, die Schulbildung um ein freiwilliges zehntes Schuljahr zu verlängern.
  • Der Besuch der Hauptschule ist an keine gesonderten Bedingungen gebunden. Das bedeutet, dass jeder Schüler, der die Grundschule beendet und in die fünfte Klasse versetzt wurde, in die Hauptschule eintreten kann.
  • Die Abschlussprüfung an der Hauptschule erfolgt durch eine zentrale Prüfung am Ende des neunten Schuljahres. Zentrale Prüfung bedeutet, dass das Landesministerium die Prüfungsfragen vorgibt und an allen Hauptschulen des Landes identische Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und in einer Fremdsprache abgenommen werden. Besucht ein Schüler die Werksrealschule erfolgt am Ende des zehnten Schuljahres eine Abschlussprüfung, die als Fachschulreife dem Mittleren Bildungsabschluss gleichgestellt ist.

Der Realschulabschluss in Baden-Württemberg

  • Die klassische Form der Realschule umfasst den Unterricht in den Klassen fünf bis zehn, die sogenannte Aufbauform erstreckt sich über die Klassen acht bis zehn. Ziel der Realschule ist, den Schülern eine erweiterte Allgemeinbildung und ein vertieftes Grundwissen zu vermitteln und durch beispielsweise Berufsinformationstage und Praktika wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Berufsorientierung und die Berufspraxis gelegt.
  • Voraussetzung für den Besuch der Realschule ist eine entsprechende Empfehlung der Grundschule oder eine erfolgreich abgelegte Aufnahmeprüfung. Die Aufbauform ist für Hauptschüler mit entsprechend guten Leistungen nach der siebten Klasse möglich.
  • Die Abschlussprüfung an der Realschule erfolgt als einheitliche Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik sowie in einer Fremdsprache. Besteht der Schüler die Abschlussprüfung erfolgreich, erwirbt er den Mittleren Bildungsabschluss, der in Baden-Württemberg auch als Mittlere Reife bezeichnet wird.

Die Abiturabschlussprüfung in Baden-Württemberg

  • Die Ausbildungsdauer an Gymnasien in Baden-Württemberg ist derzeit noch zweigeteilt. Schüler, die vor dem Schuljahr 2004/2005 auf ein Gymnasium wechselten, werden von der fünften bis zur dreizehnten Klasse unterrichtet, für Schüler die danach auf ein Gymnasium kamen, endet die Schullaufbahn nach der zwölften Klasse. Bis zur neunten Klasse besuchen die Schüler einen gemeinsamen Unterricht im Klassenverband, darauf folgt die zehnte Klasse als Einführungsphase. Ab der elften Klasse erfolgt der Unterricht in Kursen und die Schüler stellen die Unterrichtsfächer anhand bestimmter Richtlinien selbst zusammen. Seit dem Schuljahr 2007/2008 werden an Gymnasien in Baden-Württemberg das Fach Naturwissenschaft und Technik sowie eine zweite Fremdsprache ab der fünften Klasse unterrichtet.
  • Wie auch bei der Realschule setzt der Besuch eines Gymnasium eine entsprechende Grundschulempfehlung oder eine erfolgreich abgelegte Aufnahmeprüfung voraus.
  • Mit Abschluss der zehnten Schulklasse erwerben Gymnasiasten die Mittlere Reife, unter bestimmten Voraussetzungen wird nach Ende des elften Schuljahres auch der schulische Teil der Fachhochschulreife zuerkannt. Die Abiturabschlussprüfung beinhaltet zentrale schriftliche Prüfungen sowie mindestens eine mündliche Prüfung, wobei sich die geprüften Fächer daraus ergeben, welche Fächer der Schüler als Leistungs- und Grundkurse gewählt hat. Nach erfolgreich abgelegter Abiturabschlussprüfung verfügt der Schüler über die Allgemeine Hochschulreife und kann ein Universitäts- oder Hochschulstudium aufnehmen.

Das Aufbaugymnasium in Baden-Württemberg

Ein Aufbaugymnasium besuchen Hauptschüler ab der siebten oder Realschüler ab der zehnten Klasse und bis zur dreizehnten Klasse. Dabei legen Aufbaugymnasien ihre Schwerpunkte auf bestimmte Bereiche und so gibt es Aufbaugymnasien mit beispielsweise musikalischem, sportlichem oder naturwissenschaftlichem Profil. Auch der Besuch eines Aufbaugymnasiums schließt mit einer zentralen Abiturprüfung ab, durch die der Schüler die Allgemeine Hochschulreife erwirbt.

10 Beispielfragen die Sie wissen sollten für die Abschlussprüfung in Baden-Würtemberg

 

1. Was gilt nach den neuen Rechtschreibregeln für die Schreibung von “ß“ und “ss“?

 

a) Das “ß” bleibt nur noch in wenigen Einzelfällen erhalten.

b) Nach kurzen Vokalen wird “ß” durch “ss” ersetzt.

c) Nach langen Vokalen wird “ß” durch “ss” ersetzt.

d) Es gibt keine einheitliche Regelung.

 

2. Wie lautet die richtige Schreibweise?

 

a) Chicorée ist ein Gemüse mit leicht bitterem Geschmack.

b) Chicoreh ist ein Gemüse mit leicht bitterem Geschmack.

c) Chicorrée ist ein Gemüse mit leicht bitterem Geschmack.

d) Schikoree ist ein Gemüse mit leicht bitterem Geschmack.

 

3. Ein Holzwürfel, der eine Kantenlänge von 3cm hat und rot angemalt ist, wird in kleine, jeweils 1cm3 große Würfel geschnitten. Wie viele dieser Würfel haben drei rote Seitenflächen?

 

a) 4

b) 8

c) 12

d) 16

 

4. Wie heißt die chemische Formel von Salpetersäure?

 

_______________________________

 

5. Wie hieß das Abkommen, in dessen Rahmen der Abbau der Grenzkontrollen innerhalb der EU beschlossen wurde?

 

a) Potsdamer Abkommen

b) Vertrag von Locarno

c) Schengener Abkommen

d) Vertrag von Saragossa

 

6. Seit welchem Jahr ist Stuttgart die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg?

 

a) 1925

b) 1946

c) 1952

d) 1961

 

7. Was ist eine Amöbe?

 

a) ein Einzeller

b) ein antikes Gefäß mit zwei gegenüberliegenden Henkeln

c) eine positive Elektrode

d) eine eher abfällige Bezeichnung für das Streben nach Macht, Ehre und Ruhm

 

8. Welche Zeit im Englischen entspricht dem deutschen Plusquamperfekt?

 

a) present perfect

b) past perfect

c) simple past

d) past perfect progressive

 

9. Wer vereidigt einen neuen Bundespräsidenten?

 

a) der amtierende Bundespräsident, also sein Vorgänger

b) der Bundestagspräsident

c) der Bundesratspräsident

d) der Bundeskanzler

 

10. Eine Mücke legt ihre Eier üblicherweise wo ab?

 

a) in den Boden

b) in Wasser

c) in das Fell von kranken Tieren

d) in die Rinden von Bäumen

Antworten

1. b

2. a, d

3. b

4. HNO3

5. c

6. c

7. a

8. b

9. b

10. b