Abschlussprüfung Brandenburg mit 10 Fragen aus der Prüfung

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Abschlussprüfung BrandenburgBrandenburg ist ein im Nordosten der Bundesrepublik gelegenes Bundesland, das die deutsche Hauptstadt und den Stadtstaat Berlin vollständig umschließt. Seine Landeshauptstadt ist Potsdam. Während Brandenburg zu Zeiten der DDR in drei Bezirke aufgeteilt war, wurde es als Bundesland in seiner heutigen Form 1990 neu gegründet.

Wie auch in Berlin und zeitgleich im Unterschied zu allen übrigen Bundesländern erstreckt sich die Grundschulausbildung in Brandenburg über sechs Schuljahre. Das Ziel der Grundschule liegt darin, allen Schülern eine grundlegende Bildung zu vermitteln, sie in einem gemeinsamen Bildungsgang zu fördern und auf diese Weise unterschiedliche Voraussetzungen und Fähigkeiten hinsichtlich des Lernens zu kompensieren. Grundsätzlich erfolgt der Unterricht dazu im Klassenverband, allerdings werden in den fünften und sechsten Klassen auch Lerngruppen gebildet, in denen die Schüler über begrenzte Zeiträume entsprechend ihrer Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten unterrichtet werden.

Ob ein Kind über die notwendige Schulreife verfügt und in die Grundschule aufgenommen wird, obliegt der Entscheidung des Schulleiters, der dabei die Ergebnisse einer schulärztlichen Untersuchung berücksichtigt. Eine Rückstellung ist möglich, allerdings muss in diesem Fall eine anderweitige Förderung, beispielsweise in einer Kindertagesstätte, gewährleistet sein. In der sechsten Klasse erstellt die Grundschule ein Gutachten, das die Fähigkeiten, die Leistungen, die Interessen und die allgemeine Entwicklung des Kindes bewertet und anhand dessen eine Empfehlung für den weiteren Bildungsweg ausspricht.

In Brandenburg gibt es keine Hauptschulen

Nach Abschluss der Grundschule stehen drei mögliche Bildungswege zur Verfügung, nämlich der Besuch einer Oberschule, einer Gesamtschule oder eines Gymnasiums. Dabei handelt es sich bei der Oberschule um eine neue Schulform, die zum 01. August 2005 eingeführt wurde. Ausführliche Informationen dazu liefert der Bildungsserver des Landes Brandenburg unter http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de, ein Verzeichnis aller Schulen in Brandenburg findet sich auf http://www.lds-bb.de.

Die Erweiterte Berufsbildungsreife oder der Mittlere Bildungsabschluss auf der Oberschule

  • Die Oberschule entstand aus dem Zusammenschluss von allen Schulen ohne gymnasiale Oberstufe sowie allen Realschulen. Der Unterricht erfolgt in den Klassen sieben bis zehn und im Vordergrund steht die Vermittlung einer grundlegenden und einer vertieften Allgemeinbildung. Allerdings kennt die Oberschule zwei unterschiedliche Unterrichtsformen, nämlich den bildungsgangsbezogenen, kooperativen oder den bildungsgangsübergreifenden, integrativen Unterricht. Praxisbezogene Angebote sehen einen Unterricht vor, der das Lernen in der Schule und berufsvorbereitende Maßnahmen miteinander verbindet.
  • Jeder Schüler, der von der neunten in die zehnte Klasse versetzt wird, verfügt automatisch über die Berufsbildungsreife und somit einen Hauptschulabschluss, wobei in der neunten Klasse Vergleichsarbeiten geschrieben werden. In der zehnten Klasse werden dann einheitliche Abschlussprüfungen abgenommen und entsprechend der Leistungen erlangt der Schüler die Erweiterte Berufsbildungsreife oder die Fachoberschulreife, also einen Erweiterten Hauptschulabschluss oder einen Mittleren Bildungsabschluss. Liegen besondere Leistungen vor, kann der Schüler darüber hinaus auch die gymnasiale Oberstufe besuchen.

Die Gesamtschule bietet ein ähnliches Angebot

  • Die Gesamtschule verfügt über einen ähnlichen Aufbau wie die Oberschule, allerdings ist hier auch die gymnasiale Oberstufe integriert. Insofern ist diese Schulform vor allem für die Schüler geeignet, die sich einen längeren Entscheidungszeitraum hinsichtlich der weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung bewahren möchten, da ein Wechsel in einen Bildungsgang mit höherem Abschluss auch in höheren Jahrgängen noch möglich ist.
  • Der Abschluss der Gesamtschule besteht in einer Abschlussprüfung, die entweder den Erweiterten Hauptschulabschluss oder den Realschulabschluss zum Ziel hat. Hat der Schüler die gymnasiale Oberstufe besucht, legt er eine Abiturabschlussprüfung ab und erwirbt damit die Allgemeine Hochschulreife. An einigen Gesamtschulen ist es möglich, die Abiturabschlussprüfung auch schon nach zwölf Schuljahren abzulegen, allerdings bedarf es dazu einer Genehmigung durch das zuständige Ministerium.

Die Abiturabschlussprüfung erfolgt am Gymnasium nach zwölf Schuljahren

  • In den Jahrgangsstufen sieben bis zehn wird eine vertiefte Allgemeinbildung vermittelt, während den Jahrgangsstufen elf und zwölf basiert die Ausbildung auf den Schwerpunkten, die der Schüler durch die Wahl seiner Fächer selbst festlegt. Um ein Gymnasium besuchen zu können, benötigt der Schüler entweder über eine entsprechende Empfehlung oder er muss seine Eignung durch eine Prüfung nachweisen.
  • Die Abiturabschlussprüfung wird als zentrale Prüfung entsprechend der gewählten Fächer abgenommen und nach erfolgreichem Abschluss verfügt der Schüler über die Allgemeine Hochschulreife, durch die er ein Studium seiner Wahl beginnen kann. Verlässt der Schüler das Gymnasium nach der zehnten Klasse, verfügt er, je nach Leistungen, über den Realschulabschluss oder den Erweiterten Hauptschulabschluss.

10 gängige Beispielfragen für die Abschlussprüfung in Brandenburg

 

1. Wodurch färbt sich Lackmuspapier als Indikator rot?

 

a) durch den Kontakt mit Sauerstoff

b) durch den Kontakt mit UV-Strahlen

c) durch den Kontakt mit Säuren

d) durch den Kontakt mit Basen

 

2. Das Hormon Insulin bewirkt eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Wo wird es gebildet?

 

a) in der Hirnanhangsdrüse

b) in der Nebennierenrinde

c) in der Bauchspeicheldrüse

d) in der Schilddrüse

 

3. Worin mündet die Havel?

 

a) in die Oder

b) in die Elbe

c) in die Neiße

d) in die Spree

 

4. Wann fand die Potsdamer Konferenz auf Schloss Cecilienhof statt, deren Ergebnis das Potsdamer Abkommen war?

 

a) 13. Mai bis 29. Mai 1942

b) 17. Juli bis 02. August 1945

c) 21. Juni bis 07. Juli 1949

d) 29. September bis 06. Oktober 1952

 

5. Wann ist ein Unternehmen insolvent?

 

a) wenn es aufgelöst wird

b) wenn es sich mit einem anderen Unternehmen zusammenschließt

c) wenn es zahlungsunfähig ist

d) wenn es mit modernsten Technologien arbeitet

 

6. Wobei handelt es sich um eine direkte Steuer?

 

a) Umsatzsteuer

b) Tabaksteuer

c) Mineralölsteuer

d) Einkommenssteuer

 

7. Welche Aufgabe hat die Bundesversammlung?

 

a) die Verabschiedung des Bundeshaushalts

b) die Wahl des Bundespräsidenten

c) die Verabschiedung von Gesetzen

d) die Festsetzung der Diäten von Politikern

 

8. Was gehört in keinem Fall zu den kennzeichnenden Merkmalen einer demokratischen Grundordnung?

 

a) eine unabhängige Gerichtsbarkeit

b) die Gewaltenteilung

c) die Zensur der Presse

d) das Recht auf Notwehr

 

9. Was ist eine Fraktion?

 

a) der freiwillige Zusammenschluss von Politikern zu einer Partei

b) der Zusammenschluss von mehreren Parteien zur Bildung eines Bündnisses

c) die Partei, die das Gegengewicht zur regierenden Partei darstellt

d) die Gesamtheit aller im Parlament vertretenen Parteien

 

10. Das Guthaben auf einem Sparbuch beträgt 1250 Euro. Nach Gutschrift der Zinsen hat es sich auf 1293,75 Euro erhöht. Zu welchem Satz wurde es verzinst?

 

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Antworten

 

1. c

2. c

3. b

4. b

5. c

6. d

7. b

8. c

9. a

10. 3,5%