Abschlussprüfung Bürokauffrau mit 10 Fragen aus der Prüfung

Abschlussprüfung Bürokauffrau

pruefungsfragen

In den meisten Fällen erfolgt die Ausbildung zur Bürokauffrau in Form des dualen Ausbildungssystems, möglich ist jedoch auch eine vollschulische Ausbildung an der Berufsschule oder bei einem anderen überbetrieblichen Träger. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Bürokauffrau gehören ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift, ein solides mathematisches Verständnis sowie Freude am Umgang mit diversen Kommunikationsmedien wie Computer oder Telefon. Weitere Voraussetzungen fallen in den Bereich der sozialen Kompetenzen.

Prüfung vor der IHK oder der HWK

Der Beruf der Bürokauffrau ist der einzige Beruf in Deutschland, bei dem die Abschlussprüfung entweder vor der IHK oder vor der HWK abgelegt werden kann. Dabei liegen die wesentlichen Ziele der Abschlussprüfung darin, zu überprüfen, ob die angehende Bürokauffrau

1. über die notwendigen Fertigkeiten und Qualifikationen verfügt,

2. die erforderlichen praktischen und theoretischen Grundlagen beherrscht und diese anwenden kann

3. und mit dem Lehrstoff vertraut ist, der während der theoretischen Ausbildungsteile in der Berufsschule vermittelt wurde.

Die Fragen und Aufgaben während der Abschlussprüfung sind meist derart gestaltet, dass nicht nur rein theoretischen Wissen abgefragt wird, sondern dieses Wissen angewendet werden muss, um konkrete Fragestellungen aus dem typischen Berufsalltag zu lösen. Dabei gliedert sich die Abschlussprüfung zur Bürokauffrau in einen theoretischen und einen praktischen Prüfungsteil, die Kernfächer der Abschlussprüfung sind Rechnungswesen, Bürowirtschaft, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie EDV.

Zuerst wird die theoretische Prüfung abgelegt

Der theoretische Prüfungsteil erfolgt in schriftlicher und in computergestützter Form. Die Fragen gliedern sich in Multiple-Choice-Fragen, in offene Fragen sowie in kontenspezifische Aufgaben im Rechnungswesen. Bei Multiple-Choice-Aufgaben sind die Antwortmöglichkeiten bereits vorgegeben und müssen entsprechend ausgewählt werden. Wichtig hierbei ist, sehr genau zu lesen und zu beachten, dass nicht immer nur eine einzige Antwortmöglichkeit richtig sein muss. Offene Fragen werden in eigenen Worten beantwortet und sofern möglich, sollten hierbei Fachbegriffe zum Einsatz kommen. Wenn Beispiele oder Argumente gefordert sind, reicht es aus, nur so viele zu nennen, wie laut Fragestellung gefordert sind, denn die meisten Prüfer lesen nur solange, bis die Pflichtpunktzahl erreicht ist, alle weiteren Antworten für diese Frage werden ohnehin nicht gewertet.

  • Im Prüfungsfach Bürowirtschaft liegen die Schwerpunkte der Fragen auf den Bereichen Organisation, Statistik und Techniken der Bürokommunikation.
  • Im Prüfungsfach Rechungswesen entstammen die meisten Fragen aus dem betrieblichen Rechnungswesen und der Entgeltabrechnung.
  • Im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde wird das Verständnis von allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen mit Berufsalltag und Arbeitswelt überprüft.
  • Im Prüfungsfach EDV geht es um die Überprüfung der Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer und den diversen Anwendungen. Häufig kommen dabei auch Aufgaben im Zusammenhang mit Excel-Tabellen zum Einsatz und hierbei sollten immer alle Formeln aufgeschrieben werden, denn so können auch dann noch Punkte erreiht werden, wenn wegen eines kleinen Fehlers beispielsweise kein Zahlenwert erscheinen sollte.

Die praktische Prüfung folgt zeitlich versetzt nach der theoretischen

Etwa fünf Wochen nach der theoretischen Prüfung findet die praktische Prüfung statt. Üblicherweise kann der Prüfling zwischen zwei Aufgabenbereichen wählen und die Prüfung wird in Form einer Präsentation oder eines Prüfungsgespräches abgenommen. Bei einer Präsentation agieren die Prüfer als Zuschauer, bei einem Prüfungsgespräch findet ein Rollenspiel statt, bei dem das Prüfungskomitee die Rolle eines Kunden oder Mitarbeiters übernimmt. Im Anschluss daran können noch weitere, ergänzende Prüfungsfragen gestellt werden, durch die der Prüfling seine Argumente oder seinen Lösungsweg weiter erläutern und erörtern kann.

10 oft verwendete Prüfungsaufgaben bei der Abschlussprüfung Bürokauffrau

1. Ein Unternehmen erwirbt eine kleinere Menge einer Ware, stellt jedoch eine größere Bestellung in Aussicht, wenn die Ware zusagt. Wobei handelt es sich in diesem Fall?

a) Kauf auf Probe

b) Kauf nach Probe

c) Kauf zur Probe

d) Kauf en bloc

2. Wobei handelt es sich nicht um ein Unternehmen des Tertiärsektors?

a) Versicherungsgesellschaft

b) Spedition

c) Kfz-Werkstatt

d) Nahrungsmittelhersteller

3. Bei welchem der folgenden Unternehmen handelt es sich nicht um eine Personengesellschaft?

a) Maier & Müller GbR

b) Schmidt & Fischer KG

c) Groß & Klein OHG

d) Merkel & Jung GmbH

4. Welchen Zweck verfolgt eine Reininvestition?

a) eine Investition, die durch Verschleiß oder technischen Fortschritt notwendig wird, um die Kapazität aufrecht zu erhalten

b) eine Investition, um Güter zu ersetzen, die sich durch den Produktionsprozess abnutzen

c) eine Investition, um mit mehr Mitarbeitern oder mehr Produktionsmitteln mehr zu produzieren

d) eine Investition, um mit gleich vielen Mitarbeitern oder Produktionsmitteln mehr zu produzieren

5. Welcher Paragraph des BGB regelt, wann der Lohn des Arbeitnehmers fällig wird?

a) § 242

b) § 614

c) § 288

d) § 305

6. Was ist die Lorenz-Kurve und wobei wird sie beispielsweise verwendet?

__________________________________________

7. In welcher Höhe liegt der ermäßigte Umsatzsteuersatz in den Niederlanden?

a) 5%

b) 6%

c) 12%

d) in den Niederlanden gibt es keinen ermäßigten Umsatzsteuersatz

8. Was regelt die Arbeitsstättenrichtlinie ASR 29 1-4 der Arbeitsstättenverordnung?

a) Toiletten und Waschräume

b) Sitzgelegenheiten

c) Pausenräume

d) Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe

9. Nach DIN 676 beträgt der rechte Seitenrand bei einem Geschäftsbrief in Größe DIN A4 …?

a) 0,64cm

b) 0,81cm

c) 1,5cm

d) 2,41cm

10. Ab welchem Zeitpunkt beginnt die Aufwahrungsfrist für Handels- und Geschäftsbriefe?

a) ab dem Zeitpunkt der Erstellung / Datum des Schriftstücks

b) ab dem Datum der Zustellung

c) mit Ende des Kalenderjahres, in dem das Schriftstück erstellt wurde

Antworten:

1. c

2. d

3. d

4. a

5. b

6. Darstellungsform nach Max Otto Lorenz von statistischen Verteilungen und Möglichkeit, um Konzentration oder Ungleichheit zu veranschaulichen. Verwendung insbesondere um die Einkommensverteilung zu analysieren.

7. b

8. c

9. b

10. c

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