Abschlussprüfung Fachinformatiker mit 10 Fragen der Prüfung

pruefungsfragen

Abschlussprüfung FachinformatikerDie wesentlichen Fachdisziplinen, mit denen sich ein Fachinformatiker beschäftigt, sind die Informatik und die Informationstechnologie. Nach der Ausbildung zum Fachinformatiker stehen ihm eine Reihe unterschiedlichster Arbeitsbereiche offen. Hierzu gehören beispielsweise die Analyse von Kundenanforderungen, die Planung, Einrichtung, Wartung und Administration von Systemen und Netzwerken, die Entwicklung von Anwendungen und Datenbanken, das Software-Engineering oder das Anpassen, Beschaffen und Installieren vom Hard- und Software. Daneben kann ein Fachinformatiker auch als IT-Berater tätig werden, Schulungen abhalten oder in den Bereichen Sicherheit und Personalführung mitwirken.

Die Ausbildung erfolgt gliedert in zwei Fachrichtungen, die auch die Abschlussprüfung bestimmen

Während der Ausbildung erwirbt der Fachinformatiker Kernqualifikationen. Diese beinhalten die Theorie, den Entwurf und die Abfrage von Datenbanken, Analyse-, Entwurfs- und Implementierungsmethoden im Hinblick auf die objektorientierte Softwareentwicklung und Systemtechnik sowie umfassende Kenntnisse im Bezug auf betriebswirtschaftliche Analysen, Steuerung und Kontrolle, auf die Projektplanung sowie auf Kommunikationstechniken. Daneben spezialisiert sich der angehende Fachinformatiker entweder auf die Anwendungsentwicklung oder auf die Systemintegration.

  • Die Schwerpunkte bei der Anwendungsentwicklung liegen bei der Auswahl, der Entwicklung, der Anpassung und der Wartung von Software und Datenbanken. Hierzu arbeitet er mit geeigneten Methoden und Verfahren des Software-Engineerings, Programmiersprachen und Entwicklungswerkzeugen. Zudem erwirbt der Fachinformatiker umfassende Kenntnisse im Hinblick auf die Anwenderschulung.
  • Die Schwerpunkte bei der Systemintegration liegen bei der Planung, Installation, Wartung und Administration von Systemen und Netzwerken. Sein Augenmerk liegt insbesondere im Bereich der Betriebssysteme, der Techniken von Rechnernetzen, der Protokolle sowie der Sicherheit.

Am Ende der Ausbildung findet die Abschlussprüfung statt, die sich aus einem betrieblichen Abschlussprojekt mit schriftlicher Dokumentation, dessen mündlicher Präsentation, einem Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss der zuständigen IHK sowie einer schriftlichen Prüfung zusammensetzt. Dabei beträgt die Dauer des betrieblichen Abschlussprojekts in der Anwendungsentwicklung 70 Stunden und in der Systemintegration 35 Stunden. Legt der Prüfling die Prüfungen erfolgreich ab, verfügt er über den staatlichen Abschluss als Fachinformatiker in der jeweiligen Fachrichtung.

Die Abschlussprüfung am Beispiel des Fachinformatikers Anwendungsentwicklung

Im Rahmen der Abschlussprüfung führt der Prüfling ein reales betriebliches Projekt durch, das mit der Analyse beginnt und mit der Abnahme durch den Betrieb endet. Hierzu arbeitet er mit modernen Methoden des Software-Engineerings sowie der Projektplanung und führt Analysen, Rechnungen und Kontrollen der Kosten durch. Seine Arbeit und seine Ergebnisse dokumentiert er in einem ausführlichen Projektbericht, der mithilfe von geeigneten Darstellungsmitteln, didaktisch ansprechend und abgestimmt auf die Zielgruppe verfasst werden sollte. Wesentliche Punkte dieser Dokumentation sind die Analyse der Aufgabenstellung, die Darstellung der Projektplanung sowie das Aufzeigen alternativer Lösungsansätze, die Begründung für die von ihm gewählten Verfahren, die Wirtschaftlichkeitsberechnung, eine abschließende Bewertung sowie eine Kundendokumentation.

Zudem erstellt er eine Präsentation für sein Projekt und referiert vor dem Prüfungskomitee über die wesentlichen technischen, wirtschaftlichen, kunden- und anwenderbezogenen Gesichtspunkte seines Projekts. Das Prüfungskomitee übernimmt während der Präsentation die Rolle der Zuhörer. Zum Abschluss dieses Prüfungsteils findet ein Fachgespräch über das Projekt und den Vortrag statt.

Außerdem erfolgt eine schriftliche Prüfung, die nicht im Zusammenhang mit der Projektarbeit steht. Im Rahmen der schriftlichen Prüfung werden die Fachqualifikationen, die Kernqualifikationen sowie das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde überprüft. Die Absicht liegt darin, sicherzustellen, dass der Fachinformatiker den Anforderungen der Kunden und Märkte nicht nur durch sein Fachwissen, sondern auch im Hinblick auf arbeits- und betriebwirtschaftliche Gesichtspunkte gerecht werden kann.

10 allgemeine Beispielfragen aus der Fachinformatiker Prüfung

 

1. Welche Datenübertragungsrate kann bei ADSL2+ erreicht werden?

 

a) bis zu 50 Mbit/s Downstream, 5 Mbit/s Upstream

b) bis zu 20 Mbit/s Downstream, 1 Mbit/s Upstream

c) bis zu 25 Mbit/s Downstream, 3,5 Mbit/s Upstream

d) bis zu 8 Mbit/s Downstream, 0,5 Mbit/s Upstream

 

2. Wobei handelt es sich nicht um eine Skriptsprache?

 

a) DTML

b) Phyton

c) Ruby

d) BPEL

 

3. Bei einem Datenbanksystem, bei dem die Beziehungen zwischen Datenobjekten vom Datenbanksystem selbst verwaltet werden und die Objekte Eigenschaften und Daten von anderen Objekten erben können, handelt es sich um eine …?

 

a) hierarchische Datenbank

b) netzwerkartige Datenbank

c) relationale Datenbank

d) objektorientierte Datenbank

 

4. Welche Aussage zu den Anwendungsmöglichkeiten eines VPNs ist falsch?

 

a) Lokale Netze mehrerer Geschäftsstellen können auf eine sichere Art über das Internet miteinander verbunden werden.

b) Der Computer eines Mitarbeiters kann sich per VPN in ein entferntes physisches Firmennetz hängen, eine direkte Bindung an einen Server ist nicht möglich.

c) Zwei Server können sich über VPN miteinander unterhalten, ohne dass die Kommunikation durch Dritte eingesehen werden kann.

d) Der Computer eines Mitarbeiters kann über VPN einen gesicherten Zugriff auf das Firmennetz von zu Hause aus erlangen.

 

5. Eine VirtualHosts-Direktive bei der Konfiguration von Apache-HTTP-Servern ermöglicht mehrere getrennte Webseiten auf einem einzigen Host. Welche beiden Formen sind hier zu unterscheiden?

 

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6. Was ist Schicht 3 des OSI-Modells?

 

a) die Vermittlungsschicht

b) die Sicherungsschicht

d) die Transportschicht

d) die Darstellungsschicht

 

7. Welcher Paragraph des Strafgesetzbuches regelt das Strafmaß bei einer rechtwidrigen Datenveränderung?

 

a) § 202b

b) § 404b

c) § 303a

d) §101a

 

8. Bitte nennen Sie die drei Protokolle, die der SAS-Standard vorsieht, um Gerätekommunikation zu ermöglichen.

 

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9. Wie wird die effektive isotrope Strahlungsleistung (EIRP) eines WLAN-Gerätes berechnet?

 

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10. Was gehört nicht zu den Merkmalen des PPPs?

 

a) dynamische IP-Adressen-Zuweisung

b) Aushandeln von Sicherungsschicht-Parameter

c) keine Fehlererkennung

d) Authentifizierungsmechanismen

Antworten:

 

1. b

2. d

3. d

4. b

5. IP-basierte virtuelle Hosts und namensbasierte virtuelle Hosts

6. a

7. c

8. SAS SCSI Protocol (SSP); S-ATA Tunneling Protocol (STP); SAS Management Protocol (SMP)

9. EIRP = elektrische Sendeleistung + Verstärkung eines zusätzlichen Verstärkers – Dämpfung der Kabel – Dämpfung der Stecker – Dämpfung eines Blitzschutzadapters + Gewinn der Antenne

10. c