Abschlussprüfung Industriemechaniker 10 Fragen der Prüfung

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Abschlussprüfung IndustriemechanikerDas Hauptaufgabenfeld eines Industriemechanikers umfasst das Montieren und Demontieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen sowie die Instandhaltung von technischen Systemen. Zudem fallen die Feststellung, die Eingrenzung sowie das Beheben von Fehlern und Störungen in seinen Zuständigkeitsbereich. Die Ausbildung zum Industriemechaniker erstreckt sich über 3 1/2 Jahre und schließt mit einer Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab. Dabei wird die Prüfung allerdings nicht im klassischen Prüfverfahren, bestehend aus einer Zwischen- und einer Abschlussprüfung, sondern in Form der sogenannten gestreckten Abschlussprüfung abgenommen.

Teil 1 der Abschlussprüfung erfolgt vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres

Der erste Teil der Abschlussprüfung ersetzt die Zwischenprüfung und wird vor dem Ende des zweiten Lehrjahres abgenommen. Dabei beinhaltet dieser Prüfungsteil eine Arbeitaufgabe und darauf basierende Fachgespräche sowie schriftliche Prüfungsaufgaben. Das Ergebnis des ersten Teils der Abschlussprüfung geht mit 40 Prozent in die Gesamtnote ein. Zum Ende der Ausbildung erfolgt der zweite Teil der Abschlussprüfung, der 60 Prozent der Gesamtnote ausmacht.

Der zweite Teil der Abschlussprüfung gliedert sich in vier Prüfungsbereiche

1.) Den ersten Teil der Abschlussprüfung nimmt der Prüfungsbereich Arbeitsauftrag ein. Dieser kann entweder in Form eines betrieblichen Auftrages oder als überregional erstellte praktische Aufgabe durchgeführt werden. Erfolgt der Arbeitsauftrag als betrieblicher Auftrag, stehen für die Durchführung und Dokumentation 18 Stunden zur Verfügung, das anschließende Fachgespräch mit der Prüfungskommission sieht einen Zeitrahmen von höchstens 30 Minuten vor. Erfolgt der Arbeitsauftrag als praktische Arbeitsaufgabe stehen dem Prüfling 14 Stunden für die Vorbereitung, Durchführung, Nachbearbeitung und Dokumentation zur Verfügung, das daran anschließende Fachgespräch erstreckt sich über maximal 20 Minuten. Die Absicht dieses Prüfungsbereiches liegt darin, zu überprüfen, ob der Prüfling Art und Umfang von Aufträgen klären, relevante Informationen für die Auftragsabwicklung bewerten und nutzen, Aufgabenstellungen durchführen und geeignete Prüfverfahren sowie Prüfmittel auswählen und anwenden kann. In anderen Worten ausgedrückt bedeutet das, dass der Prüfling seine Kompetenzen in den Phasen Information, Planung, Durchführung und Kontrolle unter Beweis stellen muss.

2.) Im Anschluss an den praktischen Prüfungsteil und das Fachgespräch wird der Bereich Auftrags- und Funktionsanalyse überprüft. Hierbei geht es im Wesentlichen um die Analyse von technischen Systemen. Anhand von praxisorientierten Aufgaben wird ermittelt, ob der Prüfling Probleme im Zusammenhang mit Herstellung, Montage, Inbetriebnahme und Instandhaltung erkennt, notwendige und geeignete Komponenten, Werkzeuge und Hilfsmittel entsprechend der technischen Regelwerke auswählen und die erforderlichen Arbeitsschritte planen kann.

3.) Der Prüfungsbereich Fertigungstechnik beschäftigt sich mit der Planung der Herstellung von technischen Systemen. Die in diesem Bereich gestellten Aufgaben erfordern beispielsweise die Beurteilung von Fertigungsverfahren für Bauteile und Baugruppen, die Auswahl von Herstellungsmethoden unter Beachtung von technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten, die Ermittlung von technologischen Daten oder die Planung von erforderlichen Arbeitsschritten.

4.) Abschließend wird das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde überprüft. Hierbei geht es um die Darstellung und Beurteilung von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen der Berufs- und Arbeitswelt.

Insgesamt kennzeichnet sich die Abschlussprüfung durch anwendungsbezogene, fachübergreifende Aufgabenstellungen. Das bedeutet, dass die Aufgaben nun nicht mehr fachsystematisch gegliedert sind und rein theoretische Grundlagen abfragen, sondern mehrere Bereiche des typischen Berufsalltags umfassen und die Anwendung des Grundlagenwissens erfordern. Sofern der schriftliche Prüfungsteil allerdings weniger erfolgreich abgelegt wurde, können die einzelnen Bereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde um eine zusätzliche mündliche Prüfung ergänzt werden, wenn der Prüfling dadurch die Möglichkeit hat, die Abschlussprüfung erfolgreich zu bestehen.

10 Fragen aus der Abschlussprüfung des Industriemechanikers die oft Verwendung in der Prüfung finden

 

1. Was ist nach DIN 8585 kein Bestandteil des Fertigungsverfahrens Zugumformen?

 

a) Längen

b) Weiten

c) Tiefen

d) Drücken

 

2. Bei der Fertigung eines Schraubstocks wird die Schmelze in eine Gießform gegossen, wodurch der Schraubstockkörper als Werkstück entsteht. Welche Fertigungsverfahren ist hier beschrieben?

 

a) Umformen

b) Urformen

c) Zerspanen

d) Fügen

 

3. Was gehört nicht zu den Prozesshauptgruppen der thermischen Verfahrenstechnik?

 

a) Destillation

b) Extraktion

c) Agglomeration

d) Absorption

 

4. Welche Aussage über die Vorteile von Badförderern gegenüber anderen Stetigförderern ist so nicht richtig?

 

a) Mit Bandförderern können große Fördermengen und Fördergeschwindigkeiten bei kleiner Antriebsleistung erreicht werden.

b) Bandförderer sind unempfindlich gegen heiße oder stark schleißende Fördergüter

c) Bandförderer haben einen nur geringen Verschleiß.

d) Bandförderer verursachen nur geringe Wartungs- und Investitionskosten.

 

5. Wobei handelt es sich nicht um einen Faktormarkt?

 

a) Konsumgütermarkt

b) Arbeitsmarkt

c) Immobilienmarkt

d) Kapitalmarkt

 

6. Wie heißt der amtierende Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie?

 

a) Jürgen Thumann

b) Norbert Röttgen

c) Hans-Peter Keitel

d) Ludolf-Georg von Wartenberg

 

7. Wodurch wird beschrieben, welche allseitige Druckänderung nötig ist, um eine bestimmte Änderung des Volumens hervorzurufen, ohne dass dabei Phasenübergang auftritt?

 

a) Schubmodul

b) Kompressionsmodul

c) Elastizitätsmodul

d) Poissonzahl

 

8. Was gehört nicht zu den Zielen oder Motiven der Standardisierung?

 

a) Komponenten austauschbar zu machen

b) Methoden zu vereinheitlichen

c) Informationsaustausch und Ideendiebstähle zu verhindern

d) Kosten zu senken

 

9. Was gehört zu den Nachteilen der Massenproduktion?

 

a) Wenig Rationalisierungspotenzial des Produktionsvorganges

b) Wenig bis keine Flexibilität im Produktionsprozess

c) Nur begrenzte Ausnützung der Betriebsmittel möglich, daher erhöhte Gesamtkosten

d) Wenig Fokussierung der Arbeitsvorbereitung

 

10. Bei welchem der folgenden Unternehmen handelt es sich um eine Personengesellschaft?

 

a) Müller GmbH & Co.KG

b) Maier GmbH & Co. KGaA

c) Schmidt eG

d) Jung gGmbH

 

Antworten:

 

1. d

2. b

3. c

4. b

5. a

6. c

7. b

8. c

9. b

10. a