Abschlussprüfung Koch – hier sind 10 Fragen der Prüfung

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Abschlussprüfung KochSicherlich liegt der Hauptaufgabenbereich eines Kochs in der Zubereitung und dem Anrichten von Speisen und Gerichten unterschiedlichster Art, angefangen bei kleinen Häppchen über Vorspeisen und Suppen bis hin zu Hauptspeisen, Salaten und Desserts. Daneben ist ein Koch aber auch für viele weitere Dinge zuständig, beispielsweise für die Zusammenstellung und Gestaltung von Speisekarten und Menüs, für die Planung, den Einkauf und die fachgerechte Lagerung der benötigten Zutaten und auch für die Organisation der Arbeitsabläufe in der Küche. Seinen Tätigkeitsbereich findet der Koch in erster Linie in den Küchen von Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Catering-Firmen. Ebenso kann ein Koch aber auch für Hersteller von Fertig- oder Tiefkühlprodukten tätig werden.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre

Üblicherweise erfolgt die dreijährige Ausbildung zum Koch im dualen System, was bedeutet, dass der angehende Koch sowohl in einem Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule lernt. Verfügt er über Abitur oder hat er bereits eine Berufsausbildung in einem verwandten Beruf erfolgreich absolviert, kann die Ausbildungsdauer um bis zu ein Jahr verkürzt werden. Nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung kann der Koch sein eigenes Restaurant eröffnen oder in unterschiedlichsten Restaurantbetrieben weltweit arbeiten, zudem sich auch diverse Weiterbildungen und Spezialisierungen möglich. Allerdings gilt es zunächst, eine wesentliche Hürde am Ende der Ausbildungszeit zu meistern, nämlich die Abschlussprüfung. Diese setzt sich aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil zusammen und wird von der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgenommen.

  • Die praktische Prüfung sieht die Zubereitung und Präsentation eines Menüs mit drei Gängen für sechs Personen vor. Insgesamt hat der angehende Koch hierfür sechs Stunden Zeit, allerdings geht es bei der Prüfungsaufgabe nicht nur darum, ein schmackhaftes Essen zuzubereiten, ansprechend anzurichten und geschmackvoll zu präsentieren. Ebenfalls Bestandteile der Prüfungsaufgabe sind ein Gespräch, das sich an den Wünschen und Bedürfnissen des Gastes orientiert sowie die Erstellung eines Ablaufplanes der einzelnen Arbeitsschritte. Daneben muss der Prüfling unter Beweis stellen, dass seine Arbeitsweise auch wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt.
  • Die schriftliche Prüfung beinhaltet die Fächer Technologie, Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde, wobei dieser Prüfungsteil nicht mehr als vier Stunden in Anspruch nimmt. Vielfach werden dabei nicht nur reine Wissensfragen gestellt, sondern die Prüfungsfragen als praxisbezogene Aufgaben gestaltet. Das bedeutet, dass anhand von typischen Situationen aus dem Berufsalltag Fragen abgeleitet werden. Im Fach Warenwirtschaft kann beispielsweise eine Speisekarte vorgelegt werden und anhand von vorgegebenen Eckdaten müssen Einkauflisten erstellt oder Angaben hinsichtlich der Lagerung von einzelnen Zutaten gemacht werden. Daneben kann ebenso aber auch Grundlagenwissen abgefragt werden, etwa im Hinblick auf die Zubereitung, auf Fachausdrücke oder auf Grundrezepte.

In den meisten Fällen werden die Prüfungsfragen als Multiple-Choice-Fragen gestellt, was bedeutet, dass sowohl Frage als auch Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Wichtig ist, die Formulierungen sehr genau zu lesen, wobei es hilfreich sein kann, die Fragen zunächst in Gedanken zu beantworten oder falsche Antworten auszuschließen. Offene Fragen kommen meist dann zum Einsatz, wenn es um Definitionen oder Beispiele geht. Hier gilt der Tipp, präzise und nach Möglichkeit unter Verwendung von Fachausdrücken zu antworten. Allerdings ist es nicht notwendig, mehr Beispiele zu nennen, als gefordert.

10 Fragen aus der Abschlussprüfung Koch die sehr oft verwendet werden

 

1. Ein Gast bittet Sie, sein Steak bien cuit zuzubereiten. Also servieren Sie sein Steak… ?

 

a) vollständig durchgebraten

b) halbrosa gebraten

c) rosa gebraten

d) blutig gebraten

 

2. Bestandteil eines Vorspeisenbuffets soll Beefsteak-Tatar sein. Welche Zutaten benötigen Sie zum Anrichten?

 

a) Cornichons, Dill und Kapern

b) Eigelb, Kapern, Essiggurken, Sardellenfilets und Zwiebelwürfel

c) Zwiebelscheiben, Petersilie und Ei

d) Tomatenviertel, Perlzwiebeln und eine Salatgarnitur

 

3. Wie oft muss laut Gesetzgeber eine Inventur durchgeführt werden?

 

a) jährlich

b) halbjährlich

c) vierteljährlich

d) monatlich

 

4. Welche der nachfolgenden Speisefolgen ist falsch?

 

a) kalte Vorspeise, Suppe, Rindfleisch, Dessert

b) Suppe, warme Vorspeise, Fisch, Dessert

c) kalte Vorspeise, Suppe, Wild, Käse

d) Suppe, kalte Vorspeise, Geflügel, Dessert

 

5. Die Garnitur Doria…?

 

a) wird zu Wildgerichten gereicht und besteht aus eingekochten Preiselbeeren

b) wird zu Fisch gereicht und besteht aus gedünsteten Gurken

c) wird zu Rindfleisch gereicht und besteht aus gebratenen Pilzen

d) wird zu Geflügel gereicht und besteht aus geschmorten Paprika und Tomaten

 

6. Als Sie eine Warenlieferung entgegen nehmen, fällt Ihnen auf, dass die gelieferten Äpfel braune Stellen haben. Welche Art von Mangel liegt hier vor?

 

a) Mangel in der Qualität

b) Mangel in der Beschaffenheit

c) Mangel in der Art

 

7. Eine Consomme celestine ist …?

 

a) eine Kraftbrühe ohne Einlage

b) eine Kraftbrühe mit Gemüsejulienne

c) eine Kraftbrühe mit Streifen von Pfannkuchen

d) eine Kraftbrühe mit Eierstich

 

8. Welcher Fehler ist vermutlich die Ursache dafür, dass beim Tranchieren eines ganzen Roastbeefs sehr viel Fleischsaft austritt?

 

a) zu stumpfes Messer

b) mangelnde Fleischqualität

c) zu lange Ruhezeit des Fleisches

d) zu kurze Ruhezeit des Fleisches

 

9. Welcher Stoff bewirkt, dass eine Kraftbrühe beim Klären klar wird?

 

a) Gluten

b) Globulin

c) Kasein

d) Albumin

 

10. Wobei kommt der Potager überwiegend zum Einsatz?

 

a) bei der Zubereitung von Vorspeisen

b) bei der Zubereitung von Suppen

c) bei der Zubereitung von Fischgerichten

d) bei der Zubereitung von Fleischgerichten

 

Antworten:

 

1. a

2. b

3. a

4. d

5. b

6. a

7. c

8. d

9. b

10. b