Abschlussprüfung Rheinland-Pfalz mit 10 Fragen aus der Prüfung

pruefungsfragen

Abschlussprüfung Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz ist ein im Südwesten der Bundesrepublik gelegenes Bundesland, die Landeshauptstadt ist Mainz. Zu den Besonderheiten des Schulsystems in Rheinland-Pfalz gehören die Orientierungsstufe, die im Anschluss an die Grundschule erfolgt, sowie die Tatsache, dass die Abiturprüfung als dezentrales Abitur erfolgt. Das bedeutet, dass die Abituraufgaben nicht wie in allen anderen Bundesländern zentral vom Kultusministerium, sondern vom jeweiligen Fachlehrer gestellt werden. Um die Vergleichbarkeit zu sichern, erfolgt ein Review-Verfahren, die Korrektur der schriftlichen Prüfungsarbeiten erfolgt durch den Fachlehrer und einem Zweitprüfer. Weiterführende Informationen hierzu sowie zum Schulsystem im Allgemeinen finden sich unter:

http://www.mbwjk.rlp.de

http://www.bildung-rp.de

Die zweijährige Orientierungsstufe folgt auf die Grundschule

Die ersten beiden Klassen der vierjährigen Grundschule bilden eine pädagogische Einheit und insgesamt legt die Grundschule großen Wert darauf, jedem Kind einen sicheren Umgang mit dem Lesen, dem Schreiben und dem Rechnen zu vermitteln, weshalb der Entwicklungsstand und das Lerntempo in besonderer Weise berücksichtigt werden. Im Anschluss an die Grundschule besuchen die Kinder die zweijährige Orientierungsstufe an den jeweiligen allgemeinbildenden Schulen. Das Ziel dieser Orientierungsstufe liegt darin, die Schüler auf die Schwerpunkte und Anforderungen der Sekundarstufe I vorzubereiten und die Entscheidung über die gewählte Schulform zusammen mit den Eltern zu bestätigen. Im Anschluss an die Orientierungsstufe setzt der Schüler seine Schullaufbahn fort. Als Abschlüsse sind in Rheinland-Pfalz die Berufsreife, der Qualifizierte Sekundarabschluss I, die Fachhochschulreife sowie die Allgemeine Hochschulreife möglich, allerdings stehen hierfür eine Vielzahl unterschiedlicher Schulformen zur Auswahl.

Die verschiedenen Schulformen und ihre Abschlussprüfungen

  • Grundsätzlich umfasst die Hauptschule die Klassen fünf bis neun, an sehr vielen Schulen besteht allerdings die Möglichkeit, ein zehntes Schuljahr auf freiwilliger Basis zu absolvieren. Stärker als bei allen anderen Schularten liegen die Schwerpunkte in der Hauptschule auf der Vorbereitung und der Vermittlung von Zusammenhängen, Bedingungen und Aufgaben im Zusammenhang mit der Arbeits- und Wirtschaftswelt. Nach der neunten Klasse erfolgt eine Abschlussprüfung in einheitlicher Form in Deutsch, Mathe und einer Fremdsprache, legt der Schüler diese Prüfung erfolgreich ab, erlangt er die Berufsreife in Gestalt des Hauptschulabschlusszeugnisses. Durch den Besuch der zehnten Klasse und einer erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung beenden die Schüler ihre Schullaufbahn mit dem Qualifizierten Sekundarabschluss I, der einem Realschulabschluss entspricht.
  • Die Realschule vermittelt eine allgemeine sowie eine berufsvorbereitende Bildung, weshalb der schulische Unterricht durch berufsbezogene Praxis ergänzt wird. Wird der Schüler von der neunten in die zehnte Klasse versetzt, verfügt er automatisch über die Berufsreife. Nach der zehnten Klasse wird eine einheitliche Prüfung in Deutsch, Mathe, Biologie, Physik, Chemie und einer Fremdsprache abgenommen und durch die Abschlussprüfung erwirbt der Schüler den Qualifizierten Sekundarabschluss I.
  • Die Regionale Schule bereitet in erster Linie auf berufsbezogene Bildungsgänge vor. In kooperativen Regionalen Schulen arbeiten Haupt- und Realschulen als eigenständige Schularten zusammen, wodurch die Regionale Schule zu einem Schulzentrum in Wohnortnähe wird. Die Abschlüsse und die Abschlussprüfungen entsprechen den Abschlüssen an Haupt- oder Realschulen.
  • Das besondere Kennzeichen von Dualen Oberschulen liegt in der engen Zusammenarbeit mit berufsbildendenden Schulen. Insofern werden Duale Oberschulen in erster Linie von denjenigen Schülern besucht, die ansonsten auf eine Haupt- oder eine Realschule gegangen wären oder von solchen Schülern, die zwar ein Gymnasium besuchen, allerdings die Allgemeine Hochschulreife nicht erreichen möchten. Duale Oberschulen gliedern sich in die Orientierungsstufe, die Mittelstufe bis Klasse 10 sowie die Oberstufe bis zur dreizehnten Klasse. Damit können auf einer Dualen Oberschule mit Ausnahme des Abiturs alle die Abschlussprüfungen abgelegt werden, die ansonsten von den voneinander getrennten Schulformen angeboten werden.
  • Die Schwerpunkte der Gesamtschule, die es als integrierte und als kooperative Gesamtschule gibt, liegen neben der Vermittlung einer breiten Grundbildung und der Vorbereitung auf berufs- und studienbezogene Bildungswege vor allem auf der Förderung von unterschiedlichen Neigungen und Begabungen. Die Unterschiede liegen darin, dass die Schüler in einer integrierten Gesamtschule gemeinsam unterrichtet werden, während die Schularten in einer kooperativen Gesamtschule voneinander getrennt sind. Je nach Bildungsweg werden an der Gesamtschule Abschlussprüfungen in den neunten, zehnten oder dreizehnten Klassen abgelegt, die möglichen Abschlüsse sind die Berufsreife, der Qualifizierte Sekundarabschluss I, die Fachhochschulreife sowie die Allgemeine Hochschulreife.
  • Das Gymnasium umfasst derzeit noch die Klassen fünf bis dreizehn, schrittweise wird auf das 12-jährige Gymnasium umgestellt. Die letzten Jahrgangsstufen erfolgen im Kurssystem, der sogenannten Mainzer Studienstufe, unterrichtet werden Grund- und Leistungsfächer. Wie eingangs erwähnt, erfolgt die Abschlussprüfung als dezentrales und dabei vorgezogenes Abitur. Da die Schüler ihr Abschlusszeugnis spätestens am 31. März eines Jahres erhalten, ist sichergestellt, dass das Studium mit dem Sommersemester beginnen kann. Daneben bieten die Gymnasien in Rheinland-Pfalz die sogenannten BEGYS-Züge für leistungsstarke Schüler an, hierbei werden die Klassen sieben bis zehn in nur drei Jahren durchlaufen.

10 Beispielfragen die oft in den Abschlussprüfungen in Rheinland Pfalz vorkommen

 

1. Wie wird im Englischen die Verlaufsform im Perfekt gebildet?

 

a) Form von to have + been + Verb in der Grundform + ing

b) was oder were + Verb in der Grundform + ing

c) had + Partizip II

d) Form von to have + Partizip II

 

2. Wann schwimmt ein Körper auf dem Wasser?

 

a) Wenn sein spezifisches Wasser geringer ist als das des Wassers.

b) Wenn er das Wasser durch sein Gewicht verdrängt.

c) Wenn das Wasser eine bestimmte Zusammensetzung aufweist.

d) Wenn die Temperatur des Körpers höher ist als die des Wassers.

 

3. Wofür erhielt Otto Hahn 1944 den Chemie-Nobelpreis?

 

a) Kristallisierbarkeit von Enzymen

b) Anwendung von Isotopen als Indikatoren

c) Kernspaltung des Urans

d) chemische Thermodynamik

 

4. Was verbirgt sich hinter der Summenformel C2H4O2?

 

a) Ethanol

b) Silbernitrat

c) Essigsäure

d) Salpetersäure

 

5. Wie lautet die korrekte Schreibweise?

 

a) Die Party steigt morgen Abend.

b) Die Party steigt Morgen Abend.

c) Die Party steigt morgen abend.

d) Die Party steigt Morgenabend.

 

6. Welches Mineral hat den niedrigsten Härtegrad auf der Mohsschen Härteskala?

 

a) Talk

b) Gips

c) Calcit

d) Fluorit

 

7. Wofür steht der Begriff Skonto?

 

a) für eine bargeldlose Zahlung

b) für ein Rabatt bei großen Abnahmemengen

c) für einen Aufschlag, wenn die Ware erst nach einem längeren Zeitraum bezahlt werden muss

d) für einen Preisnachlass bei Barzahlung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters

 

8. Der  Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz hießt oder heißt immer noch Kurt Beck im Jahre 2009. Wer war sein Vorgänger?

 

a) Karl Peter Bruch

b) Bernhard Vogel

c) Carl-Ludwig Wagner

d) Rudolf Scharping

 

9. Peter benötigt für seinen 3km langen Schulweg mit dem Fahrrad 20 Minuten, wenn er mit einer Geschwindigkeit von 4 Stundenkilometern fährt. Wie lange würde er brauchen, wenn er seine Geschwindigkeit um 0,5 Kilometer pro Stunde erhöht?

 

________________________________________

 

10. Wie viel sind 6,2 Tonnen in Gramm?

 

a) 6200g

b) 62000g

c) 620000g

d) 6200000g

 

Antworten

 

1. a

2. a

3. c

4. c

5. a

6. a

7. d

8. d

9. rund 18 Minuten

10. c