Grundlehrgang Feuerwehr Prüfungsfragen mit 10 Prüfungsaufgaben

pruefungsfragen
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Grundlehrgang FeuerwehrDie wesentlichen Aufgaben der Feuerwehr lassen sich mit den vier Schlagworten Retten, Löschen, Bergen und Schützen zusammenfassen. Das bedeutet, dass die Feuerwehr im Zusammenhang mit Unfällen und Notständen sowie der Schadensbekämpfung und bei Bergungsarbeiten tätig wird. Grundsätzlich gliedert sich die Feuerwehr dabei in die Berufsfeuerwehren und die Freiwilligen Feuerwehren sowie in Werksfeuerwehren bei größeren Unternehmen.

Zu den elementaren Voraussetzungen dafür, dass die Feuerwehrleute im Einsatzfall ruhig und besonnen reagieren, die Gefahrensituation richtig einschätzen und durch die Anwendung geeigneter Maßnahmen lösen können, ohne sich oder andere dabei in weitere Gefahr zu bringen, gehört eine solide Ausbildung wie z.B Grundlehrgang Feuerwehr. Aus diesem Grund sieht das Feuerwehrleben nicht nur eine einmalige Grundausbildung, sondern eine Reihe weiterer, unterschiedlicher Fortbildungen und Prüfungen vor.

1.)In aller Regel gliedern sich Prüfungen beim Grundlehrgang Feuerwehr in einen schriftlichen und einen praktischen Prüfungsteil. Die wesentliche Absicht dieser Prüfungen liegt im Allgemeinen darin, zu ermitteln, ob der Prüfling einerseits über das theoretischen Grundlagenwissen im Hinblick auf den Umgang mit den Geräten, dem Erkennen, Einschätzen und Lösen von Gefahrensituationen sowie den rechtlichen und den Unfallverhütungsvorschriften verfügt und dieses Wissen andererseits auch praktisch anwenden kann. Daneben werden im Rahmen der Prüfungen die körperliche Eignung und psychische Belastbarkeit sowie weitere Attribute wie Teamgeist oder Organisationsfähigkeit überprüft.

2.)Die Prüfungsfragen der schriftlichen Feuerwehrprüfung gestalten sich in aller Regel in Form von Multiple-Choice-Fragen. Das bedeutet, dass der Prüfling die Antwort nicht in eigenen Worten formulieren muss, sondern aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wählen kann. Hierbei gilt allerdings zu beachten, dass durchaus auch mehrere Antwortmöglichkeiten richtig sein können und dann entsprechend auch anzukreuzen sind. Hinzu kommt, dass es bei Multiple-Choice-Aufgaben sehr wichtig ist, genau und aufmerksam zu lesen, im Zweifel dem Gefühl oder dem ersten Gedanken zu vertrauen und bei Unsicherheit gelöste Fragen im Nachhinein nicht mehr zu korrigieren. Zu den wesentlichen Themenbereichen, die bei schriftlichen Prüfungen zur Abfrage kommen, gehören die gesetzlichen Grundlagen, der vorbeugende und abwehrende Gefahrenschutz, die Geräte- und Fahrzeugkunde, technische Hilfeleistungen sowie Brände und das Löschen.

3.)Praktische Prüfungsteile sehen in aller Regel Übungen vor, die sich im Wesentlichen darauf beziehen, die theoretischen Grundlagen praktisch umzusetzen. Die genauen Inhalte ergeben sich aus dem Zusammenhang heraus, aus dem die Prüfung abgenommen wird. So gehören beispielsweise Übungen aus dem Bereich des Rettungsdienstes oder sportliche Übungen zum praktischen Prüfungsteil der Grundausbildung, der praktische Prüfungsteil bei der Prüfung zum Sprechfunker sieht entsprechende Sprechfunkübungen vor und die Übungen bei der Prüfung zum Atemschutzträger erfordern eine körperliche Belastungsprobe mit Tragen der jeweiligen Atemschutzmaske.

4.)Insgesamt werden die praktischen Prüfungen der Feuerwehr vielfach als leichter zu lösen empfunden als die schriftlichen Prüfungsteile, was sich sicherlich nicht zuletzt damit erklärt, dass eine gewisse Erfahrung durch Übungen und Einsätze während der Ausbildung und der Zugehörigkeit die Wahl der richtigen Handgriffe und Maßnahmen erleichtert. Dennoch gilt auch für schriftliche Übungen, dass diese mit einer gezielten Vorbereitung gut zu meistern sind, wobei entscheidend ist, ruhig und konzentriert vorzugehen und bei Fragen, die nicht auf Anhieb gelöst werden können, nicht in Panik zu geraten, sondern diese Fragen schlichtweg zunächst auszulassen.

Grundlehrgang Feuerwehr Fragen:

 

1. Das Stichwort für einen Einsatz lautet Gas strömt aus”. Wie ist die korrekte Vorgehensweise?

 

a) Personenrettung; Absperren gefährdeter Bereiche; Einsatz von Atemschutz; Löschen der brennenden Gasleitung; GVU nicht erforderlich

b) Sofortige Sperrung der Gaszufuhr; Explosionsgefahr, daher schnelles Durchlüften der Räume; Personenrettung; Gas aus Leitung brennen lassen, wenn keine Gefahr für Umgebung; Verständigung GVU; Ausmessen gefährdeter Bereiche

c) Gefährdete Bereiche unter Ausmessen vorsichtig annähern; Durchlüftung einleiten; Leitung löschen, danach absperren; Personenrettung; Verständigung GVU

 

2. Der Innendurchmesser eines D-Schlauchs beträgt …?

 

a) 25mm

b) 30mm

c) 35mm

d) 40mm

 

3. Wofür steht das Kürzel NEF?

 

a) Notfall-Einzel-Fahrt

b) Normale-Einsatz-Fahrt

c) Notarzt-Einsatz-Fahrt

 

4. Wofür stehen die Zahlen bei DL 23/12?

 

a) 2300l Tankinhalt, 12 Mann Besatzung

b) 23m Nennsteighöhe, 12m Nennausladung

c) 2300l Tankinhalt, Pumpe 12 bar Druckleistung

 

5. Welches Löschmittel darf bei Schornsteinbränden nicht zum Einsatz kommen?

 

a) Sand

b) ABC-Löschpulver

c) Wasser

d) BC-Löschpulver

 

6. Wann muss bei einem Einsatz Warnkleidung getragen werden?

 

a) wenn Tätigkeiten im Straßenverkehr durchgeführt werden

b) wenn der Gruppenführer dies anordnet

c) wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind

d) wenn der Einsatz im Zusammenhang mit Gefahrgut erfolgt

 

7. Was gilt bei Verletzungen der Wirbelsäule oder des Beckens?

 

a) das Rettungstuch ist zwingend einzusetzen

b) ein Einsatz des Rettungstuches kann ausgeschlossen sein

c) bedürfen keiner Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal, sondern können ausschließlich durch die Feuerwehr behandelt werden

d) sollten nach Möglichkeit mit medizinischem Fachpersonal abgesprochen werden

 

8. Weshalb muss eine unter Spannung stehende Leitung vollständig von der Kabeltrommel abgerollt werden?

 

a) um die Länge der Leitung feststellen zu können

b) um Beschädigungen durch Sichtkontrolle ermittelt zu können

c) um den Funkverkehr nicht zu gefährden

d) um der Gefahr einer unzulässig hohe Erwärmung entgegenzuwirken

 

9. Welcher Bereich einer Einsatzstelle wird als Trümmerschatten bezeichnet?

 

a) der Bereich, der von Einsturz bedroht ist

b) der Bereich, der nach einem Einsturz durch Trümmer nur schwer einsehbar ist

c) der Bereich, der nicht durch Einsturz oder herabfallende Trümmer bedroht ist

 

10. Feste, meist organische Stoffe, die unter Glutbildung verbrennen, werden in welche Brandklasse eingeordnet?

 

a) A

b) C

c) D

d) F

 

Grundlehrgang Feuerwehr Lösungen:

 

1. b

2. a

3. c

4. b

5. c

6. a, b, c

7. b, d

8. d

9. a

10. a