Prüfungsvorbereitung: Kinderleicht büffeln mit diesen 2 Methoden

pruefungsfragen
Print Friendly

kinderleicht büffeln mit diesen 2 MethodenWenn man das Gymnasium hinter sich gebracht hat und mit dem Studium beginnt, setzt man sich zuerst einmal nicht damit auseinander, dass die Zeit des intensiven Lernens noch nicht vorbei ist. Doch spätestens vor der ersten Prüfung kommt das meist ungeliebte Lernen wieder. Viele Studenten verbringen Wochen damit, sich intensiv vorzubereiten und haben immer das Gefühl, einen wichtigen Aspekt nicht berücksichtigt, ein wichtiges Thema nicht gelernt oder eine wichtige Quellenangabe nicht verfolgt zu haben.

Dabei gibt es zwei Methoden, mit denen man einfach kinderleicht lernen kann:

1. Mind Mapping

 

2. Karteikartentechnik

 

Obwohl beide Methoden völlig unterschiedlich sind, haben sie doch beide dieselben Grundlagen. Beide Methoden fußen darauf, dass man Dinge, die man selbst formuliert und niederschreibt, besser im Gedächtnis haften bleiben, als Wissen, dass man sich ausschließlich aus Büchern erliest. Bei beiden Methoden ist die Gliederung so gestaltet, dass man einfach kinderleicht lernen kann. Zudem regen beide Methoden das Langzeitgedächtnis an, eignen sich also hervorragend, um eine Vorbereitungsphase zu beginnen und während der ganzen Vorbereitungszeit weiterzuführen.

Tipp: Die Kombination der beiden Lernmethoden bietet optimalen Lernerfolg.

Das Mind Mapping schein auf den ersten Blick etwas komplizierter zu sein, als dies bei der einfacher aufgebauten Karteikartentechnik der Fall zu sein scheint. Mind Mapping ist vornehmlich etwas für Studenten, die weniger nach dem geschriebenen Wort lernen können, sondern mehr auf eine visuelle Methode zurückgreifen müssen, um sich bestimmte Sachverhalte anzueignen. Die Mind Mapping Methode ist eine visuell-kognitive Lernmethode, die praktisch wie eine Landkarte funktioniert.

Im Mittelpunkt des Mind Mapping steht das Thema. Daraus ziehen sich verschiedene Linien zu den ersten Teilbereichen. Diese Teilbereiche werden wiederum durch verschiedene Unterpunkte, Zitate, Gedanken und Stichwörter ergänzt. Wichtig ist, dass man beim Mind Mapping verschiedene Farben verwendet, um die einzelnen Stränge des Themas visuell eindrucksvoll darzustellen. Auch ist beim Mind Mapping kein Platz, um Thesen länger auszuformulieren und Quellenangaben anzugeben. Die Mind Mapping Methode setzt den Fokus auf präzise Stichpunkte, die dann dazu führen, dass man das Thema in seiner Gesamtheit versteht und die Inhalte des Themas lückenlos nachbilden kann. So, wie man anhand einer kurzen Wegbeschreibung mit Stichpunkten von Sehenswürdigkeiten und Geschäften den Weg in einer unbekannten Stadt finden kann, soll man mit dem Mind Mapping in der Lage sein, sich in einem neuen Themengebiet schnell sicher zurechtzufinden und die Prüfung zu bestehen. Das Mind Mapping ist also eine Art Landkarte für das Gehirn.

Das Mind Mapping zeichnet sich aus durch:

  • Stichpunkte
  • Jeder Unterpunkt wird mit dem vorgehenden Punkt verbunden.
  • Es entstehen mehrere Ebenen.
  • Alle Teilbereiche werden einbezogen.
  • Die Gesamtheit der Punkte, Stichworte und Gedanken münden im Verstehen eines Themas.

Die meisten Studenten werden jedoch mit dem Karteikartensystem lernen. Viele kennen dies schon aus der Zeit des Gymnasiums, denn vor allem Vokabeln werden mit diesem System gelernt. Durch diese Methode kann man einfach kinderleicht lernen.

Das Karteikartensystem verbindet folgende Elemente:

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Eigenes Erstellen der Unterlagen
  • Systematisches Wiederholen
  • Motivation

Das Besondere an der Karteikartentechnik ist, dass man den Inhalt komplett selbst erstellt. Hierbei geht es dann nicht darum, dass man Kopien auf Karteikarten klebt oder Textstellen aus den Unterlagen herausschreibt. Vielmehr soll man sich zum einen auf das Thema, das man bearbeitet, konzentrieren. Zum anderen soll man seine eigenen Gedanken zu den einzelnen Bereichen niederschreiben. Es ist bekannt, dass Wissen, das man einmal mit eigenen Worten formuliert und geschrieben hat, besser im Langzeitgedächtnis verankert ist, als angelesenes Wissen oder Stichworte, die man abgeschrieben hat.

Der Vorteil bei dieser Lernmethode ist, dass man die Abschnitte so klein wie nötig halten kann. Im Gegenteil: je höher der Stapel, umso größer die Motivation, wenn man sieht, wie der Stapel immer kleiner wird und das Lernergebnis wächst. Beim Schreiben der Karteikarten sollte man in jedem Fall auf eigenes Wissen zurückgreifen. Wenn man sich darauf konzentriert, die Inhalte zu einem Thema in knapper Form und selbst formuliert niederzuschreiben, hat man außerdem den Effekt, dass man eine Konzentrationsübung durchführt, von der man auch in anderen Situationen während des Studiums profitieren kann.

Die Karteikarten werden dann, wenn sie fertiggestellt sind, in 3 Fächer einsortiert. Diese Fächer sollte man beschriften: neu, in Bearbeitung und gelernt. Zu Beginn werden sich alle Karten im ersten Fach befinden, dann später in das zweite Fach wandern und schließlich im letzten Fach landen. Wichtig ist, dass die Karteikarten so erstellt werden, dass man auf der Vorderseite nur ein einzelnes Stichwort notiert und dann auf der Rückseite die Antwort bzw. die relevanten Informationen, die man wissen muss. Nun lernt man die Vorder- und Rückseiten auswendig und fragt sich selbst nach und nach ab.

  • Tipp: Wenn man zu mehreren Wissensgebieten parallel lernt, kann man verschiedenfarbige Karten verwenden, um die Themen abzugrenzen.

Dabei wandern genau die Karten in das nächste Fach, die richtig beantwortet wurden. Man kann dies auch intensivieren, indem man mehrere Fächer benutzt, die dann die Anzahl angeben, wie oft man die richtige Antwort wusste. Spätestens nach dem 3. oder 4. Mal sollte die Karte dann jedoch im gelernt Fach verschwinden. Wenn man das Thema komplett durchgearbeitet hat, werden am Ende alle Karten im letzten Fach liegen und man hat die Vorbereitungszeit perfekt genutzt und kennt nun den gesamten relevanten Stoff für die nächste Prüfung. Die Karteikastentechnik hat den Vorteil, dass man ständig einen guten Überblick über den Lernfortschritt hat. So kann man die Vorbereitungszeit perfekt einteilen. Doch man sieht auch während des Lernens, bei welchen Themen die meisten Defizite bestehen: Wenn ein Thema auch nach häufigem Wiederholen nicht im gelernt Fach liegt, muss man für dieses Thema dringend weitere Arbeitszeit investieren.

Im Vergleich zur Mind Mapping Methode eignet sich die Karteikartentechnik auch hervorragend dazu, in der Gruppe zu lernen. Zudem kann man die Karteikarten überall bei sich tragen und ist so recht unabhängig vom Lernort.

Wichtig für die Karteikartenmethode ist:

  • Inhalte müssen selbst erstellt werden.
  • Fragen und Antworten auf eine Karte aber auf unterschiedliche Seiten
  • Thesen, die aufgestellt werden, müssen mit eigenen Worten bewiesen werden.
  • 3 Fächer zeigen den Lernfortschritt an.

Sowohl mit der Mind-Mapping-Methode als auch mit der Kartenlerntechnik hat man zwei sehr gute Methoden zur Hand, um einfach kinderleicht lernen zu können. Selbstverständlich muss man für beide Varianten in der Vorbereitungszeit recht früh anfangen, sowohl die Karteikarten als auch die Mind Map lohnen sich nicht für das Lernen auf den letzten Drücker. Rechtzeitig erstellt und konsequent angewendet können sie jedoch das Langzeitgedächtnis aktivieren und sind auch gemeinsam sehr gut nutzbar.