Platzreife Prüfungsfragen mit 10 Prüfungsaufgaben

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Platzreife PrüfungsfragenGolf ist eine faszinierende Sportart, die die meisten, die einmal den Golfschläger geschwungen haben, in ihren Bann zieht. Allerdings darf nicht jeder, der Golf spielen möchte, einfach auf einen nicht-öffentlichen Golfplatz gehen und dort spielen. Voraussetzung ist zunächst die sogenannte Platzreife. Durch diese Prüfung soll sichergestellt werden, dass die Spieler über ausreichende Kenntnisse hinsichtlich Technik, Regeln und Etikette verfügen und dadurch ein zügiges und sicheres Spiel gewährleistet ist. Das bedeutet in anderen Worten, dass der Spieler durch die Platzreife nachweisen kann, dass er sowohl die Regeln und die Etikette beherrscht als auch die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt, um andere Spieler nicht zu stören oder zu gefährden, den Spielbetrieb nicht zu behindern oder aufzuhalten und den Golfplatz nicht unnötig zu beschädigen.

  • Für die Vorbereitung auf die Prüfung stehen prinzipiell zwei Varianten zur Verfügung, nämlich ein Anfängerkurs in einer Gruppe oder Einzelstunden bei einem Golftrainer, einem sogenannten Pro. Im Rahmen der Vorbereitung werden alle wesentlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für das Golfspiel an sich und den Erwerb der Platzreife notwendig sind. Grundsätzlich gilt allerdings, dass jeder Golfplatz darüber entscheiden kann, ob er eine anderweitig abgelegte Prüfung anerkennt und einer Nutzung des Platzes zustimmt oder ob nicht. Aus diesem Grund hat der Deutsche Golf Verband die sogenannte DGV-Platzreife mit festgesetzten Standards entwickelt, die im Allgemeinen anerkannt wird.
  • Die eigentliche DGV-Platzreifeprüfung gliedert sich in drei Teile. Zunächst muss eine schriftliche Prüfung abgelegt werden, die aus 30 Fragen besteht. Dabei handelt es sich bei den Prüfungsfragen um Auswahlfragen, also um Fragen, bei denen die Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Themenschwerpunkte der Prüfungsfragen sind die Regeln, die Technik und die Etikette. Wichtig bei den Auswahlfragen ist, sehr genau zu lesen, da häufig kleine Details über die richtige Antwort entscheiden. Zudem gilt der Tipp, bereits gelöste Fragen nicht mehr zu korrigieren. Dies hat den Hintergrund, dass gerade bei den als eher leicht geltenden Auswahlfragen die Gefahr besteht, richtige Antworten ins Falsche zu verbessern. Allerdings ist es meist erlaubt, das Regelbuch zur Beantwortung der Fragen zu Rate zu ziehen, da dies später in aller Regel auch während des Spiels als Bestandteil der Ausrüstung auf dem Platz mitgeführt wird.
  • Der weitere Prüfungsverlauf sieht eine Platzbegehung sowie eine gespielte Golfrunde vor. Im Zuge der Platzbegehung erhält der Prüfling einerseits eine Erläuterung des Platzes, zeitgleich wird jedoch auch überprüft, ob er die Benimmregeln auf einem Golfplatz beherrscht und verinnerlicht hat. Während der Golfrunde spielt der Prüfling neun Löcher, von denen sechs in die Wertung fließen. Dabei darf er während der Runde nur so viele Schläge verbrauchen, dass das Ergebnis mindestens dem Handicap von -54 entsprechen würde. Hat der Prüfling auch diesen Prüfungsteil erfolgreich gemeistert, erhält er die Platzreife. Allerdings berechtigt die Platzreife an sich im Regelfall nicht zur Teilnahme an Turnieren. Hierzu muss meist eine weitere Prüfung abgelegt werden, die einem Handicap von -45 entspricht.

 

Platzreife Prüfungsfragen:

 

1. Welcher Spieler darf als Erster vom Tee abschlagen?

 

a) Der Spieler, der am vorher gespielten Loch den niedrigsten Score erreichte.

b) Der Spieler, der am vorher gespielten Loch den höchsten Score erreichte.

 

2. Wodurch wird festgelegt, in welcher Reihenfolge nach dem Abschlag gespielt wird?

 

a) Es kommt derjenige dran, der seinen Ball am schnellsten erreicht.

b) Es kommt derjenige dran, dessen Ball die größte Distanz zum Loch hat.

c) Es wird immer im Wechsel reihum gespielt.

 

3. Ihr Ball ist von lose liegenden Blättern umgeben, befindet sich jedoch nicht in einem Hindernis und nicht am Grün. Was ist in diesem Fall richtig?

 

a) Die Blätter dürfen entfernt werden, allerdings darf sich der Ball nicht bewegen.

b) Die Blätter dürfen entfernt werden. Sollte sich der Ball bewegen, wird er straflos zurückgelegt.

c) Der Ball wird markiert und die Blätter anschließend entfernt.

 

4. Sie schlagen einen Ball, der einen Ball trifft, zurückprallt und Sie selbst oder Ihre Ausrüstung trifft. Was ist die Konsequenz?

 

a) Der Schlag darf wiederholt werden.

b) Der Schlag darf nicht wiederholt werden, wird allerdings auch nicht mit einem Strafschlag geahndet.

c) Es werden zwei Strafschläge gegeben.

 

5. Zu den Grundregeln im Golf gehört, dass zügig gespielt und Anschluss gehalten werden soll. Verzögert sich das Spiel einer Gruppe, beispielsweise weil diese nach einem geschlagenen Ball sucht, muss einer nachfolgenden, schnelleren Gruppe, unaufgefordert ein Zeichen gegeben werden, dass diese durchspielen darf. Dies gilt auch dann, wenn dadurch im Anschluss das eigene Spiel verlangsamt wird. Ist diese Aussage richtig?

a) ja

b) nein

 

6. Wo sollten die Golfsachen abgelegt oder Trolleys abgestellt werden, wenn eine Gruppe das Grün erreicht hat?

 

a) möglichst nah am Loch

b) auf der Seite des Grüns, die in Richtung des nächsten Abschlags liegt

 

7. Ein Spieler tritt auf seinem Heimatplatz mit einer Spielvorgabe 35 an. Bei einem Turnier auf einem fremden Platz wird auf seiner Zählkarte die Spielvorgabe 37 vermerkt. Wie wäre die korrekte Vorhaltensweise?

 

a) Ein freundlicher Hinweis darauf, dass die Spielvorgabe falsch vermerkt wurde, weil der Spieler sich andernfalls einen Vorteil verschaffen würde.

b) Der Spieler nimmt die zusätzlichen Schläge erfreut zur Kenntnis, da er Platz vermutlich schwerer zu spielen ist und höhere Course Rating- und Slope-Werte hat als sein Heimatplatz

c) Deutliche Kritik aufgrund der schlechteren Einstufung.

 

8. Ein Spieler schlägt einen Ball in eine Richtung, in der er jemanden treffen könnte. Aus diesem Grund ruft er sofort und laut Fore. Ist sein Verhalten korrekt?

 

a) ja

b) nein

 

9. Während einer Runde ergibt sich eine Regelfrage. Die Spielleitung oder ein Platzrichter sind allerdings nicht verfügbar. Wer trifft die Entscheidung darüber, wie zu verfahren ist?

 

a) die gesamte Spielergruppe gemeinsam

b) der Spieler der Gruppe mit der meisten Erfahrung

c) der Spieler, der die Frage verursacht hat

d) der Zähler des Spielers, der die Frage verursacht hat

 

10. In welchem Jahr wurde der Deutsche Golf Verband gegründet?

 

a) 1902

b) 1907

c) 1911

d) 1927

 

Platzreife Prüfungsfragen Antworten:

 

1. a

2. b

3. a

4. c

5. a

6. b

7. b

8. a

9. c

10. b