Prüfungsfragen Ausbildung mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen AusbildungDer überwiegende Teil von Ausbildungen in Deutschland wird in dem sogenannten dualen Ausbildungssystem durchgeführt. Dabei ergibt sich die Bezeichnung dual daraus, dass der Azubi an zwei Orten lernt, nämlich einerseits im Ausbildungsbetrieb und andererseits in der Berufsschule. Meist ist der Azubi an drei bis vier Tagen in der Woche in seinem Ausbildungsbetrieb, wo die praktische Ausbildung erfolgt, und an einem oder zwei Tagen in der Berufsschule, wo theoretische Grundlagen vermittelt und allgemeinbildende Fächer unterrichtet werden.

Eine andere Variante ist der sogenannte Blockunterricht, was bedeutet, dass die praktische Ausbildung im Betrieb und die theoretische Ausbildung in der Berufsschule in mehrwöchigen Blöcken jeweils im Wechsel erfolgen. Die Dauer der Ausbildung ergibt sich aus der Ausbildungsverordnung für den jeweiligen Beruf, üblicherweise dauert die Berufsausbildung jedoch zwischen eineinhalb und dreieinhalb Jahren. Verfügt der Azubi bereits über eine vorausgehende höhere Schulbildung oder erreicht er besonders gute Leistungen während der Ausbildung, ist es aber in einigen Fällen möglich, die Ausbildungsdauer zu verkürzen. Während der Ausbildung finden zwei Prüfungen statt, zum einen eine Zwischenprüfung und zum anderen eine abschließende Prüfung.

  • Wann die Zwischenprüfung erfolgt und welche Inhalte darin abgefragt werden, ergibt sich aus der Ausbildungsverordnung. Insgesamt geht es bei der Zwischenprüfung allerdings darum, den Wissensstand des Azubis zu ermitteln, so dass noch während der Ausbildung mögliche Schwachstellen entdeckt und entsprechend beseitigt werden können. Zudem ist eine erfolgreich abgelegte Zwischenprüfung Voraussetzung dafür, dass der Azubi später an der Abschlussprüfung teilnehmen kann.
  • Den Abschluss der beruflichen Ausbildung bildet eine abschließende Prüfung, die von der jeweils zuständigen Kammer abgenommen wird. Diese Prüfungen werden als Abschlussprüfungen und im Zusammenhang mit Handwerksberufen auch als Gesellenprüfungen bezeichnet. Zugelassen werden dabei alle Azubis, die eine Zwischenprüfung abgelegt und, sofern vorgeschrieben, ein Berichtsheft geführt und vorgelegt haben. Das Ziel der Abschlussprüfung besteht darin, zu ermitteln, ob der Azubi über die notwendigen theoretischen Grundlagen verfügt und dieses Fachwissen auch in der Praxis entsprechend umsetzen und anwenden kann.
  • Grundsätzlich können Prüfungen aus drei Teilen bestehen, nämlich einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil sieht im Regelfall kleinere Arbeitsproben vor, im Handwerk anhand von Werkstücken, bei kaufmännischen Berufen beispielsweise anhand von Präsentationen. Insgesamt gilt für die Prüfungsfragen, dass diese Fachwissen abfragen, meist jedoch praxis- und handlungsorientiert gestaltet sind. Das bedeutet, dass konkrete Situationen aus dem jeweils typischen Berufsalltag geschildert werden und sich die Fragen daraus ableiten.
  • Der schriftliche Prüfungsteil enthält meist Prüfungsfragen in zwei Varianten, nämlich einerseits Auswahlfragen und andererseits offene Fragen. Auswahlfragen, die auch als Multiple-Choice-Fragen bezeichnet werden, werden beantwortet, indem eine der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten ausgewählt wird. Hierbei ist es wichtig, die Fragen und die Antworten sehr genau zu lesen, weil übersehende Details schnell zu falschen Antworten führen. Offene Fragen werden in eigenen Worten beantwortet. Hierbei ist es ratsam, immer mit den wichtigsten Punkten zu beginnen und sich auf die geforderte Anzahl zu beschränken. Bei der Beantwortung der Fragen gilt allgemein, dass der Prüfling versuchen sollte, möglichst ruhig zu bleiben und konzentriert vorzugehen. Ist es nicht möglich, eine Frage auf Anhieb zu beantworten, kann diese Frage zunächst ausgelassen und eventuell später beantwortet werden, denn auf diese Weise wird unnötige Panik verhindert, die wiederum zu einem totalen Blackout führen kann.
  • Die mündliche Prüfung erfolgt meist als Gespräch zwischen dem Prüfungsausschuss und dem Prüfling. In aller Regel erhält der Prüfling einen bestimmten Zeitrahmen, um sich auf das Prüfungsgespräch vorzubereiten und es empfiehlt sich, wichtige Punkte zu notieren, um später den roten Faden nicht zu verlieren. Allerdings helfen meist auch die Prüfer mit Zwischenfragen weiter, wenn der Prüfling ins Stocken geraten sollte.
  • Sollte die Prüfung trotz guter Vorbereitung nicht bestanden werden, ist dies zwar ärgerlich, aber kein Grund zu verzweifeln. Abschlussprüfungen können bis zu zwei Mal wiederholt werden, wobei meist nicht die gesamte Prüfung wiederholt werden muss, sondern nur der Teil, der nicht bestanden wurde.

 

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1. Wie wird eine Zahlung bezeichnet, bei der der Käufer den Rechnungsbetrag bar auf das Konto des Verkäufers einzahlt?

 

a) Barzahlung

b) halbbare Zahlung

c) bargeldlose Zahlung

d) E-Payment

 

2. Was gehört nicht zu den Sozialversicherungsabgaben?

 

a) Rentenversicherungsbeitrag

b) Beitrag zur Arbeitslosenversicherung

c) Solidaritätszuschlag

d) Beitrag zur Pflegeversicherung

 

3. Wie heißt der Fachbegriff für eine Aufschwungphase im Konjunkturzyklus?

 

a) Rezession

b) Boom

c) Depression

d) Expansion

 

4. Welcher Wirtschaftssektor umfasst das produzierende Gewerbe einer Volkswirtschaft?

 

a) Primärsektor

b) Sekundärsektor

c) Tertiärsektor

d) Quartärsektor

 

5. Was wird durch den Begriff Wirtschaftsform wiedergegeben?

 

a) Aufteilung der Produktionsmittel zwischen Staats- und Privateigentum

b) Gesamtheit der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

c) für die Wirtschaft relevante Artikel und Gesetze

d) Gesamtheit des Wirtschaftslebens in einer Epoche

 

6. Bei welchem der folgenden Unternehmen handelt es sich nicht um eine Personengesellschaft?

 

a) Maier & Jung GbR

b) Müller & Fischer OHG

c) Klein & Groß AG

d) Schmidt und Söhne KG

 

7. Bei welchem der folgenden Verträge handelt es sich um einen Verdingungsvertrag?

 

a) Bürgschaftsvertrag

b) Kaufvertrag

c) Darlehensvertrag

d) Werkvertrag

 

8. Wie werden Investitionen bezeichnet, die das Ziel verfolgen, die Produktionszahlen zu steigern, indem mehr Arbeitskräfte und mehr Produktionsmittel eingesetzt werden?

 

a) Gründungsinvestitionen

b) Erweiterungsinvestitionen

c) Reininvestitionen

d) Nettoinvestitionen

 

9. Ab wann gilt eine Prokura?

 

a) unmittelbar nach Erteilung

b) nach Eintragung in das Handelsregister

c) nach Genehmigung durch den Betriebsrat

d) nach Zustimmung aller Mitglieder des Vorstandes

 

10. Was haben die Umsatzsteuer und die Verbrauchsteuern gemeinsam?

 

a) Es handelt sich um direkte Steuern.

b) Es handelt sich um indirekte Steuern.

c) Der Steuersatz ist identisch.

d) Eine Übertragung der Steuerschuld auf Dritte ist nicht möglich.

 

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