Prüfungsfragen Elektrotechnik mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen ElektrotechnikDie Elektrotechnik beschäftigt sich als Technikwissenschaft mit der Forschung, der technischen Entwicklung und der Produktionstechnik von Verfahren und Geräten, die im Zusammenhang mit elektrischer Energie stehen. Während die Elektrotechnik klassischerweise in die Starkstromtechnik, die sich heute in der Energie- und der Antriebstechnik wiederfindet, und die Schwachstromtechnik, die heute als Nachrichtentechnik bezeichnet wird, eingeteilt wurde, umfasst die moderne Elektrotechnik auch die Bereiche elektrische Messtechnik, Regelungstechnik und Elektronik.

Da sich im Verlauf der Zeit allerdings die Anwendungen vervielfacht haben, sind die Grenzen zwischen den einzelnen Teilbereichen nicht nur fließend und führen zu einer Reihe unterschiedlicher Spezialisierungsgebiete, sondern weiten auch die Elektrontechnik als solches kontinuierlich aus. So erstreckt sich die Elektrotechnik mittlerweile über Bereich wie Wandler, elektrische Maschinen und Bauelemente über Schaltungen für die Nachrichten-, Regelungs-, Steuer- und Messtechnik bis hin zur Computertechnik und der technischen Informatik. Die Tatsache, dass nahezu alle Geräte elektrisch betrieben werden und nahezu alle Verfahren auf elektrischen Steuerungen basieren, führt dazu, dass es eine ebenso große Anzahl an Prüfungen im Bereich der Elektrotechnik gibt, und zwar sowohl an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien, als auch im Zusammenhang mit beruflichen Aus- und Weiterbildungen im Handwerk und in der Industrie.

  • Der Umfang und der Schwierigkeitsgrad orientieren sich am Kontext der Prüfung. Während von einem Prüfling, der eine abschließende Prüfung mit der Absicht ablegt, den Titel des Diplom-Ingenieurs zu erwerben, weitreichende Kenntnisse gefordert werden, werden in anderen Prüfungen lediglich die Grundlagen der Elektrotechnik abgefragt, die allerdings für sich schon eine komplexe Stoffmenge darstellen. Hinzu kommt, dass sich auch die Schwerpunkte der Prüfung unterscheiden, denn während an Universitäten meist die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund steht, liegt der Schwerpunkt an Fachhochschulen und bei betrieblichen Ausbildungen eher auf der Anwendung und der praktischen Umsetzung.
  • In aller Regel werden Prüfungen im Bereich der Elektrotechnik als schriftliche Prüfungen abgenommen. Neben dem Kernfach werden dabei in den meisten Fällen auch andere Fächer gestreift, hierzu gehören in erster Linie die Physik, die Mathematik, die Nachrichtentechnik, die Netzwerk- und Systemtheorie sowie die Informatik. Hinsichtlich der Prüfungsfragen gibt es grundsätzlich zwei Varianten, nämlich zum einen Multiple-Choice-Fragen und zum anderen offene Fragen. Multiple-Choice-Fragen sind Prüfungsfragen, für die mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind und aus denen es die richtige Antwort zu wählen gilt. Dabei ist sehr wichtig, genau und gewissenhaft zu lesen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass kleine, jedoch entscheidende Details übersehen werden.
  • Die zweite Variante der Prüfungsfragen besteht in offenen Fragen, bei denen keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Neben Beispielen und Formulierungen in eigenen Worten sehen die Prüfungsaufgaben häufig auch Berechnungen vor. Setzt die Lösung die Anwendung komplexer Formeln voraus, werden diese meist angegeben und in vielen Fällen ist es zulässig, eigene, jedoch nicht programmierbare Taschenrechner zu verwenden. Ratsam ist allerdings, immer die gesamten Lösungswege zu vermerken. Dies hat den Hintergrund, dass Rechenfehler zwar zu einem falschen oder zu keinem Endergebnis führen, richtige Lösungsansätze aber dennoch benotet werden können.
  • Insgesamt gilt für die Prüfung der Tipp, bei Fragen, die nicht auf Anhieb gelöst werden können, nicht in Panik zu geraten, sondern diese Fragen zunächst schlichtweg auszulassen. Denn es macht wenig Sinn, sich an einer Aufgabe festzubeißen, wenn in der Zwischenzeit andere Aufgaben sicher gelöst und damit Punkte gesammelt werden könnten.

 

Prüfungsfragen Elektrotechnik:

 

1. Bitte berechnen Sie die Spannung U unter Nennung der Formel, wenn gilt R = 562 Ω und I = 3,5 A.

 

a) U = R + I = 565,5 V

b) U = R – I = 558,5 V

c) U = R x I = 1967 V

d) U = R : I = 160,57 V

 

2. Welche der folgenden Aussagen ist falsch?

 

a) In einer Reihenschaltung fließt überall der gleiche Strom.

b) Bezüglich der Spannung in einer Reihenschaltung gilt, dass die Spannung an jedem Widerstand gleich groß ist.

c) In einer Reihenschaltung ist die Stromstärke umso geringer, je größer die Widerstände sind.

d) Die einzelnen Spannungen sind gleich groß, wenn eine Reihenschaltung aus gleich großen Widerständen besteht.

 

3. Welche der folgenden Aussagen zum Kondensator ist richtig?

 

a) Eine Erhöhung der Spannung an einem Kondensator hat keinen Einfluss auf seine Ladung.

b) Die Einheit As/Vm gibt die Dielektrizitätszahl wieder.

c) Eine Vergrößerung der Kapazität kann durch eine Vergrößerung des Plattenabstandes erreicht werden.

d) F ist die Einheit der Kapazität.

 

4. Was versteht man unter Permeabilität?

 

a) die Elektrische Feldkonstante

b) die Dielektrizitätszahl

c) die Dielektrizitätskonstante

d) die Durchlässigkeit von Materie für magnetische Felder

 

5. Wofür steht dieses Schaltersymbol ?

 

a) Ausschalter, zweipolig

b) Wechselschalter

c) Serienschalter, einpolig

d) Zwischenschalter

 

6. Wobei handelt es sich um kein optoelektronisches Bauelement?

 

a) Lichtschranke

b) CCD-Sensor

c) Memristor

d) Halbleiter-Strahlungsdetektor

 

7. Wird eine Diode nach Pro Electron beschriftet, steht der Buchstabe E als zweiter Kennbuchstabe für welche Hauptfunktion?

 

a) Kapazitätsdiode

b) Tunneldiode

c) HF-Transistor

d) Hallgenerator

 

8. Wie heißt die Maßeinheit für den elektrischen Leitwert?

 

a) S (Siemens)

b) S/m (Siemens pro Meter)

c)

d) G (Gate)

 

9. Welche Aussage bezüglich der Vorteile von Schaltnetzteilen gegenüber konventionellen Netzteilen trifft nicht zu?

 

a) der Toleranzbereich für Eingangsspannung und Netzfrequenz ist größer

b) der Kupferverbrauch ist geringer

c) wegen kleinerer Transformatoren und kleinerer sekundärseitiger Siebkondensatoren sind Gewicht und Volumen reduziert

d) das Regelverhalten bei sehr schnellen Lastwechseln oder bei sehr niedriger Last ist besser

 

10. Bitte stellen Sie das Schaltzeichen für eine allgemeine Diode dar.

 

Antwort: _________________________________________

 

Prüfungsfragen Elektrotechnik Antworten:

 

1. c

2. b

3. d

4. d

5. c

6. c

7. b

8. a

9. d

10. schaltzeichen diode