Prüfungsfragen Fachwirt mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen FachwirtEin Fachwirt ist ein Mitarbeiter, der über eine höhere Qualifikation mit Schwerpunkt auf Betriebswirtschaft verfügt. Im Unterschied zu einem Betriebswirt, der funktionsübergreifend ausgebildet ist oder dem funktionsorientierten Fachkaufmann, hat der Fachwirt dabei wirtschaftszweigbezogene Kenntnisse. Bei der Ausbildung zum Fachwirt handelt es sich um eine Aufstiegsfortbildung, die sich zwar unterhalb einer akademischen Ausbildung ansiedelt, jedoch eine vergleichbare Wertigkeit hat wie eine Meisterprüfung.

Zu den Voraussetzungen gehört daher auch bei einer Weiterbildung zum Fachwirt neben einer kaufmännischen Ausbildung mehrjährige Berufspraxis. Träger der Ausbildung sind öffentliche und private Bildungseinrichtungen, die Ausbildung selbst erfolgt auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes und dauert, je nachdem, ob die Fachwirtausbildung in Voll- oder in Teilzeit absolviert wird, zwischen sechs Monaten und 2 Jahren. Die Prüfung selbst wird nach bundeseinheitlichen Richtlinien von der Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern abgenommen und eine erfolgreich abgelegte Prüfung berechtigt nicht nur dazu, als Fachwirt tätig zu sein, sondern ermöglicht auch, an einer Weiterbildung zum Betriebswirt teilzunehmen.

  • Je nachdem, für welchen Berufszweig die Fachwirtausbildung absolviert wird, werden unterschiedliche Ausbildungsinhalte vermittelt, die in der Prüfung entsprechend abgefragt werden. Gemeinsam ist allen Ausbildungen dabei, dass sie starken Bezug zur Praxis aufweisen und die Schwerpunkte auf die Kosten und die Leistungen eines Unternehmens legen. Neben allgemeinen betriebswirtschaftlichen Grundlagen werden die Inhalte somit brachenspezifisch angepasst, beispielsweise für die Fachrichtungen Finanzfachwirt, Verlagsfachwirt, Veranstaltungsfachwirt, Technischer Fachwirt oder Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. Eine Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang der Dienstleistungsfachwirt dar, denn hierbei bezieht sich die Prüfung auf handlungsübergreifende Qualifikationen mit Schwerpunkten wie Recht und Steuern, Rechnungswesen, VWL und BWL sowie Unternehmensführung, allerdings bezeichnet der Dienstleistungsfachwirt keine eigenständige Qualifizierung, sondern dient vielmehr als Basis für die anschließenden Fachspezialisierungen.
  • Die letztendliche Ausgestaltung der Prüfung zum Fachwirt ergibt sich aus der Prüfungsverordnung für die jeweilige Branche, in aller Regel erfolgt jedoch eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Schwerpunkte der Prüfungsfragen sind dabei Themenbereiche wie Betriebsführung, Volkswirtschaft, Personalwirtschaft und Arbeitsrecht. Die Fragen selbst können in unterschiedlichen Varianten gestaltet sein, sowohl als Auswahlfragen, als offene Fragen wie auch als Aufsätze. Auswahlfragen werden gelöst, indem eine der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten ausgewählt wird, wobei es hier sehr wichtig ist, sehr sorgfältig zu lesen. Offene Fragen werden anhand von Beispielen oder durch eigene Formulierungen beantwortet, wobei es hierbei ratsam ist, möglichst mit Fachbegriffen zu arbeiten und sauber und ordentlich zu schreiben. Grundsätzlich reicht es völlig aus, nur so viele Beispiele zu benennen, wie laut Aufgabenstellung gefordert sind, allerdings sollten die Antworten logisch strukturiert und nach Wichtigkeit geordnet sein.
  • Für die Vorbereitung auf die Prüfung ist eine intensive Wiederholung der vermittelten Inhalte notwendig. Da der Prüfungsablauf zusammen mit der Bekanntgabe des Prüfungstermins benannt wird, können die abgefragten Gebiete eingegrenzt werden und sehr hilfreich ist es, anhand von Prüfungsfragen zu ermitteln, in wie weit die gelernten Themenfelder sitzen.
  • In sehr vielen Fällen stellen sich im Hinblick auf die bevorstehende Prüfung Nervosität und Anspannung ein. Dies ist insofern nicht nur völlig normal, sondern kann sich auch positiv auswirken, als dass der Körper Stresshormone freisetzt, die die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern. Um Prüfungsangst oder regelrechte Panik zu verhindern, ist es ratsam, sich die verfügbare Zeit für das Lernen und auch während der Prüfung einzuteilen und Fragen, die nicht auf Anhieb beantwortet werden können, zunächst auszulassen.
  • Die mündliche Prüfung erfolgt nach erfolgreichem Bestehen der schriftlichen Prüfung. Neben dem vorgesehenen Prüfungsteil kann die mündliche Prüfung auf Antrag meist auch als zusätzliche Prüfung abgelegt werden, um die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung zu verbessern. Auch wenn die mündliche Prüfung meist mit unangenehmeren Gefühlen verbunden ist als die schriftliche Prüfung, hat sie doch einen Vorteil. Prinzipiell ist es nämlich möglich, die Antworten so geben, dass auf Fachgebiete, die sicher sitzen, übergeleitet werden kann. Zudem helfen auch die Prüfer durch Zwischenfragen weiter, wenn der Prüfling ins Stocken geraten sollte oder einen falschen Lösungsansatz verfolgt.

 

Prüfungsfragen Fachwirt:

 

1. Welche vier Arten von Technologien sind Ihnen bekannt, die sich im Hinblick auf die Wettbewerbsstrategie unterscheiden lassen?

 

Antwort: _____________________________________

 

2. Anhand welcher Größen errechnet sich der pagatorische Gewinn?

 

a) Leitungen minus Kosten

b) Ertrag geteilt durch Kosten

c) Ertrag minus Aufwand

d) Ertrag plus Leistungen geteilt durch Kosten plus Aufwand

 

3. Wer gehört nicht zu den internen Stakeholdern eines Unternehmens?

 

a) Mitarbeiter

b) Lieferanten

c) Eigentümer

d) Management

 

4. Welcher Verdienst kann Hans Ulrich (1919 – 1997) zugeschrieben werden?

 

a) Begründung der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre

b) Prägung der managementorientierten Betriebswirtschaftslehre

c) Namensgeber der heutigen Betriebswirtschaftslehre

d) Entwicklung der systemorientierten Betriebswirtschaftslehre

 

5. Eine betriebliche Abgrenzungsrechnung hat die Aufgabe …

 

a) Vorauszahlungen auszuscheiden und finanzielle Rückstände zu addieren

b) neutrale Aufwendungen auszuscheiden und kalkulatorische Kosten zu addieren

c) Vorauszahlungen auszuscheiden und kalkulatorische Kosten zu addieren

d) neutrale Aufwendungen auszuscheiden und finanzielle Rückstände zu addieren

 

6. Welche Aussage zur Umsatzsteuer ist so nicht richtig?

 

a) Der Umsatzsteuer unterliegen alle Umsätze, die aus Lieferungen oder sonstigen Leistungen entstehen und die ein Unternehmen entgeltlich erbringt.

b) Im wirtschaftlichen Ergebnis besteuert die Umsatzsteuer die Differenz zwischen dem Umsatz eines Unternehmens und dem Umsatz, den das Unternehmen an anderen Unternehmen bewirkt hat

c) Der innergemeinschaftliche Erwerb und die Einfuhr unterliegen nicht der Umsatzsteuer.

d) Bei der Umsatzsteuer handelt es sich um eine Gemeinschaftsteuer und eine indirekte Steuer.

 

7. In dem Großraumbüro eines Unternehmens wird ein neuer Monitor installiert, auf dem wichtige Daten für alle Mitarbeiter sichtbar sind. Dieser Monitor hat einen Listenpreis von 4500 Euro. Der Lieferant gewährt einen Rabatt von 10% sowie ein Skonto von 3% auf den Rechnungspreis, allerdings ist ein Vorsteuerabzug nicht möglich. Die Kosten für die Lieferung belaufen sich auf 85 Euro und sind auf der Rechnung angegeben. Wie hoch ist der Bezugspreis für den Monitor?

 

Antwort: _____________ Euro

 

8. Wodurch kennzeichnen sich heterogene Güter?

 

a) Güter, die beliebig gegeneinander austauschbar sind.

b) Güter, die nicht beliebig gegeneinander ausgetauscht werden können.

c) Güter, die andere Güter vervollständigen.

d) Güter, die andere Güter ersetzen.

 

9. Welche Größen werden benötigt, um die Umschlagshäufigkeit einer Ware berechnen zu können?

 

Antwort: _____________________________________

 

10. Wobei handelt es sich nicht um eine Personengesellschaft?

 

a) GmbH & Co. KGaA

b) GmbH & Co. OHG

c) GmbH & Co. KG

d) AG & Co. KG

 

Prüfungsfragen Fachwirt Antworten:

 

1. Basistechnologien, Schlüsseltechnologien, Schrittmachertechnologien, entstehende Technologien

2. c

3. b

4. d

5. b

6. c

7. 4013,50 Euro

8. b

9. Lagerabgänge oder Jahresabsatz geteilt durch durchschnittlichen Lagerbestand ODER Wareneinsatz geteilt durch durchschnittlichen Lagerbestand zu Bezugspreisen

10. a