Prüfungsfragen Rettungssanitäter mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen RettungssanitäterEin Rettungssanitäter ist eine Person, die für den Rettungsdienst ausgebildet ist, über die erforderlichen Grundlagen im Hinblick auf die Notfallmedizin und die Rettungstechniken von schwer verletzten oder erkrankten Personen verfügt und diese Kenntnisse in einer staatlichen Prüfung nachgewiesen hat. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst insgesamt 520 Stunden und gliedert sich in vier Elemente.

Das erste Element stellt die Grundausbildung dar, das bedeutet, in 160 Stunden werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Das zweite Element, das ebenfalls 160 Stunden in Anspruch nimmt, ist ein klinisches Praktikum in den Bereichen Notfallambulanz, Intensivstation und Anästhesie, darauf folgt ein 160stündiges Praktikum auf einer Rettungswache.

Der letzten Teil der Ausbildung umfasst einen Abschlusslehrgang, in dessen Rahmen die vermittelten Inhalte wiederholt werden, sowie die Prüfung. Der Einsatzbereich von Rettungssanitätern liegt im Rettungsdienst, was bedeutet, dass sie bei qualifizierten Krankentransporten die Position des Transportführers einnehmen und in der Notfallrettung als Teil der Besatzung von Rettungswägen, Notarztwägen oder Notarzteinsatzfahrzeugen tätig werden. Dabei besteht ihre Aufgabe dann in der Einleitung der Versorgung des Patienten sowie in der Unterstützung des Notarztes und der Rettungsassistenten. Prinzipiell handelt es sich bei der Ausbildung zum Rettungssanitäter, im Gegensatz zur Ausbildung als Rettungsassistent, nicht um eine anerkannte Berufsausbildung, allerdings stellt die Ausbildung die Grundlage für eine qualifizierte Beschäftigung im Rettungsdienst dar.

1.) Die Prüfung zum Rettungssanitäter gliedert sich in einen schriftlichen, einen praktischen und einen mündlichen Prüfungsteil. Grundsätzlich werden im Rahmen der Prüfung alle die Themenbereiche abgefragt, die während der Ausbildung vermittelt wurden und insofern überprüft, ob der Prüfling die theoretischen Grundlagen beherrscht und dieses Wissen im Notfall auch anwenden kann. Zu den Kernfächern während der Ausbildung und der Prüfung gehören anatomisches und physisches Grundlagenwissen, allgemeine Inhalte und Maßnahmen der Notfallmedizin sowie spezielle Kenntnisse der Notfallmedizin im Hinblick auf Bereiche wie Innere Medizin, Chirurgie oder Neurologie. Hinzu kommen rechtliche und technische Inhalte und Strukturen des Rettungsdienstes.

2.) Die Prüfungsfragen der schriftlichen Prüfungen werden im Regelfall als Multiple-Choice-Aufgaben gestellt. Das bedeutet, dass eine Frage gestellt wird, für die mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Die Frage wird gelöst, indem die richtige Antwortmöglichkeit angekreuzt wird, wobei es durchaus möglich ist, dass auch mehrere Antwortmöglichkeiten richtig sind und entsprechend angekreuzt werden müssen. Wichtig bei Auswahlfragen ist, genau und sorgfältig zu lesen und insbesondere auf kleine Details zu achten. Grundsätzlich werden Auswahlfragen vielfach allerdings als leichtere Variante von Prüfungsfragen empfunden, da die Antwort nicht selbst formuliert werden muss. Bei Unsicherheit gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Frage gelöst werden kann. Eine Möglichkeit besteht darin, rückwärts vorzugehen und zunächst die falschen Antworten auszuschließen. Die andere Möglichkeit besteht darin, schlichtweg dem Gefühl zu folgen, da dieses im Regelfall auf Informationen beruht, die im Unterbewussten abgespeichert sind und nun wiedererkannt werden. Allerdings sollten Auswahlfragen später nicht mehr korrigiert werden, weil ein längeres Nachdenken zu noch größeres Unsicherheit führt.

3.) Nach dem schriftlichen Prüfungsteil wird eine praktische Prüfung abgelegt. Hierbei geht es darum, unter Beweis zu stellen, dass das theoretische Wissen auch auf die Praxis übertragen werden kann. Typische Aufgaben während der praktischen Prüfung sind die Durchführung von Maßnahmen der Reanimation sowie der wesentlichen Handgriffe zur Erhaltung von Vitalfunktionen und das Bearbeiten eines chirurgischen oder internistischen Falles. Wichtig hierbei ist, ruhig und gewissenhaft vorzugehen und möglichst zu versuchen, sich die Nervosität nicht anmerken zu lassen, denn diese darf auch im realen Einsatzfall die Arbeit nicht gefährden.

4.) Den Abschluss der Prüfung bildet der mündliche Prüfungsteil. Dieser wird meist als Einzelgespräch geführt und überprüft erneut die wesentlichen Inhalte der Ausbildung anhand von standardisierten Fragen. Wichtig hierbei ist, flüssig und verständlich zu sprechen sowie schlüssig zu argumentieren. Allerdings ist es durchaus erlaubt, nachzufragen, wenn eine Frage akustisch oder inhaltlich nicht verstanden wurde.

Prüfungsfragen Rettungssanitäter:

 

1. An welcher Stelle wird im Fall eines Spannungspneumothorax eine Entlastungsdrainage gelegt?

 

a) in der Medioklavikularlinie, im 1./2. ICR

b) in der Medioklavikularlinie, im 2./3. ICR

c) in der Medioklavikularlinie, im 3./4. ICR

d) in der Medioklavikularlinie, im 4./5. ICR

 

2. Wobei handelt es sich um typische Symptome bei einem akuten Asthmaanfall?

 

a) der Patient bemüht sich um eine Orthopnoe

b) ein inspiratorischer Stridor

c) ein expiratorischer Stridor

d) eine verlängerte Expirationsphase und eine Dyspnoe

 

3. Wie lautet der Fachbegriff für vom Körper(Rumpf) entfernt gelegen oder verlaufend?

 

a) distal

b) proximal

c) viszeral

d) parietal

 

4. Bei welchem der genannten Gelenke handelt es sich um ein Kugelgelenk?

 

a) Handgelenk

b) Schultergelenk

c) Daumengrundgelenk

d) Kniegelenk

 

5. Welches der genannten Symptome wird zu den sicheren Frakturzeichen gezählt?

 

a) Schmerz

b) eingeschränkte Beweglichkeit

c) abnorme Beweglichkeit

d) Schwellung

 

6. Wobei handelt es sich um typische Symptome bei einem Sonnenstich?

 

a) Übelkeit

b) Schwindel

c) Nackenschmerzen

d) Meningismus

 

7. Wo wird das Hormon Melatonin gebildet?

 

a) Schilddrüse

b) Zirbeldrüse

c) Nebenniere

d) Hypophyse

 

8. Was kann bei einem insulinpflichtigen Patienten zu einem hypoglykämischen Schock führen?

 

a) Spritzen von Glukagon in Muskel- oder Fettgewebe

b) körperliche Belastung durch Sport

c) Unterdosierung von Insulin

d) Überdosierung von Insulin

 

9. Bei einem Patienten liegen Verbrennungen des rechten Beines vorne und hinten sowie der rechten Handinnenfläche vor. Welchen Anteil der gesamten Hautoberfläche nehmen diese Beschädigungen damit ein?

 

a) 5%

b) 10%

c) 15%

d) 20%

 

10. In welchem Referenzbereich bewegt sich der Hämatokrit?

 

a) 28-33%

b) 14-18%

c) 38-52%

d) 80-98%

 

Prüfungsfragen Rettungssanitäter Lösungen:

 

1. b

2. c, d

3. a

4. b

5. c

6. a, b, c, d

7. b

8. d

9. b

10. c