So vermeiden Sie Fehler bei der mündlichen Prüfung

pruefungsfragen
1. Zu spät kommen

 

2. Ungepflegtes Äußeres

 

3. Unangemessene Kleidung

 

4. Offensichtliche Nervosität

 

5. Überheblichkeit gegenüber dem Prüfer

 

Fehler bei der mündlichen PrüfungZu spät kommen schließt sich bei der Prüfung generell aus. Dazu gehört auch, wenn man den Zug verpasst, oder wegen eines Staus oder Streiks nicht rechtzeitig erscheint. Der Student ist hier in der Informationsschuld. D. h., wenn ein Streik ansteht, muss er sich informieren, wie er am Besten zur Prüfung kommt und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, die dies sicherstellen.

Vor allem sollte man sich vor faulen Ausreden hüten! Es interessiert den Prüfer nicht, dass der Zug nicht kam, man keinen Parkplatz gefunden hat oder der Wecker kaputt gegangen ist. Der Prüfungsbeginn steht lange vorher fest, der Student hat das Seinige zu tun, um pünktlich zu erscheinen.

Gleiches gilt für eine angemessene Kleidung. Es handelt sich um ein staatliches Prüfverfahren, dementsprechend sind legere Kleidungsstücke tabu.

So vermeiden Sie Fehler beim optischen Auftritt:

  • Unordentliche Kleidung
  • Bauchfreie Tops
  • Kurze Hosen, auch bei sehr hohen Temperaturen
  • Im Sommer: Flip-Flops und Sandalen ohne Socken
  • Verschmutze Kleidung
  • Überschminken

Die korrekte Kleidung drückt in gewissem Maße den Respekt gegenüber dem Prüfer aus. Wenn dies fehlt, wird der Student von Beginn an schon Punkte gutmachen müssen, bevor er Punkte für seine Benotung einsammeln kann.

Wenn die Hürde des pünktlichen Erscheinens und der Kleidung genommen ist, gibt es noch das Problem, mit Lampenfieber und Nervosität umzugehen. Auch hier ist die Körpersprache ein Kriterium, das unbewusst in die Benotung der mündlichen Prüfung.

  • Tipp: Jeder Student ist nervös. Die Kunst liegt darin, den Prüfer die Nervosität nicht oder nur kaum spüren zu lassen.

Auf gar keinen Fall sollte man wie ein Häufchen Elend auf seinem Stuhl sitzen, an den Fingernägeln kauen oder sonstige Anzeichen von starker Nervosität zeigen. Dies ist meist ein Indiz dafür, dass der Student berechtigte Angst vor der Prüfung hat. Jeder Prüfer wird nun versuchen, die Schwachpunkte und damit den Grund für die Nervosität zu finden. Also die Prüfung wird unter Umständen ein bisschen schwieriger als geplant.

  • Achtung: Wer gut auf die mündliche Prüfung vorbereitet ist, braucht nicht nervöser zu sein, als nötig – Angst vor den Fragen ist dann unbegründet.

Doch auch bei der Beantwortung von Fragen kann einiges durchaus falsch machen. Besonders gefürchtet sind die folgenden Fehler:

  • Prüfer unterbrechen / nicht ausreden lassen
  • Zu schnell / zu laut sprechen
  • Zu weitschweifig antworten
  • Eine Antwort geben, die nicht zur Frage passt
  • Dem Prüfer widersprechen

Das Problem ist meist leicht behoben: Wer sich die Frage anhört und kurz über den möglichen Inhalt der Antwort nachdenkt, wird nicht in die Versuchung kommen, am Thema vorbei zu antworten oder weitschweifige Exkursionen in andere Themenbereiche zu unternehmen. Je knapper und genauer die Antwort, umso zufriedener der Prüfer.

Dies gilt übrigens auch für das Anführen von Beispielen. Man muss den Prüfer nicht mit seiner Vorstellungskraft beeindrucken. Daher sollte man realistische Beispiele nennen. Es gibt keine 5,40 m großen Menschen, auch wenn der dargestellte Sachverhalt dadurch drastischer veranschaulicht werden kann! Der Prüfer wird sich davon nicht beeindrucken lassen und dieses Beispiel wird sicherlich nicht zum Bestehen der Prüfung beitragen.

  • Tipp: Realismus bei der Auswahl von Beispielen bürgt für Professionalität.

In diesem Zusammenhang hilft es auch, wenn man über den Prüfer ein wenig Bescheid weiß. So lange, wie der Prüfungstermin bekannt ist, steht auch der Name des Prüfers in den meisten Fällen fest. Es spricht nichts dagegen, sich über den Prüfer zu informieren. Wichtig sind vor allem die folgenden Informationen:

Name des Prüfers:

Wer den Prüfer mit seinem Namen ansprechen muss, hat schon einmal einen Pluspunkt gesammelt.

Steckenpferd kennen:

Jeder Prüfer hat spezielle Lieblingsthemen in einem Fachgebiet. Wenn man diese kennt, ist es leicht, die Prüfungsfragen in eine entsprechende Richtung zu lenken. Das Interesse für das gleiche Thema weckt Sympathien beim Prüfer und kann so die Prüfung positiv beeinflussen.

Meinung teilen:

Damit ist nicht gemeint, dass man dem Prüfer nach dem Mund reden soll. Es ist lediglich ein großer Vorteil, wenn man die Meinung des Prüfers zu einem Thema kennt und so eine Konfrontationssituation während der Prüfung vermeiden kann.

Zum Schluss ist es wichtig, dass Sie folgende Fehler vermeiden:

  • Keinen Dialekt verwenden, bei Prüfungen wird Hochdeutsch gesprochen
  • Starrsinniges Beharren auf die gegebene Antwort
  • Mehr Wissen suggerieren, als eigentlich vorhanden ist
  • Kein Augenkontakt zum Prüfer bei den Antworten herstellen.

Wenn man sich überlegt, dass der Prüfer nicht unbedingt aus dem gleichen Bundesland kommt, versteht sich die Benutzung von Hochdeutsch von selbst. Auch das Beharren auf Antworten und Ansichten ist nicht ratsam. Wenn ein Prüfer nachfragt, sollte man sich überlegen, ob er dass nicht sehr wahrscheinlich tut, weil man in der Antwort falsch liegt. Wenn man mehr Wissen vorgibt, als man hat, wird ein Prüfer das schnell durchschauen und entsprechende Fragen stellen. Der Augenkontakt mit dem Prüfer hat die Wirkung, dass der Prüfer die Gewissheit hat, dass man sich bei der Antwort auf ihn konzentriert und direkt mit ihm spricht.