Prüfungsfragen Bilanzbuchhalter mit 9 Prüfungsaufgaben

Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion

Eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter ist eine berufliche Weiterbildung im kaufmännischen Bereich. Das Berufsbild des Bilanzbuchhalters beinhaltet weit mehr, als nur eine mäßig interessante sachbearbeitende Tätigkeit im Büro. So sind Bilanzbuchhalter in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens tätig, beispielsweise im Bereich der Geschäftsbuchhaltung und der Bilanzen über das Finanzwesen bis hin zur Betriebsbuchhaltung.

Insofern kommt Bilanzbuchhaltern eine Schlüsselposition in nahezu allen Fragen der betrieblichen Finanzen zu, was zeitgleich jedoch auch begründet, weshalb die Prüfung zum Bilanzbuchhalter recht anspruchsvoll ist und eine entsprechend intensive Vorbereitung erfordert.

  • Zuständig für die Prüfung zum Bilanzbuchhalter sind die Industrie- und Handelskammern. Grundlage ist die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Bilanzbuchhalter und Geprüfte Bilanzbuchhalterin – Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung vom 18. Dezember 2020. Zur Prüfung zugelassen wird, wer die Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf bestanden hat. Alternativ genügen unter anderem ein Fachwirtabschluss, ein Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt, ein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit mindestens einem Jahr Berufspraxis oder eine mindestens fünfjährige Berufspraxis. Die Berufspraxis muss wesentliche Bezüge zu Aufgaben des Finanz- und Rechnungswesens haben. Wer die erforderlichen Kompetenzen auf andere Weise glaubhaft macht, kann ebenfalls zugelassen werden.
  • Die Prüfung gliedert sich in zwei Prüfungsteile, nämlich einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil. Im schriftlichen Teil sind drei Aufgabenstellungen unter Aufsicht zu bearbeiten, jeweils in 240 Minuten. Sie gehen von einer betrieblichen Situationsbeschreibung aus und legen Schwerpunkte auf das Erfassen von Geschäftsvorfällen, das Aufbereiten von Jahresabschlüssen und die steuerliche Darstellung betrieblicher Sachverhalte; weitere Handlungsbereiche werden einbezogen. Der mündliche Teil besteht aus einer Präsentation von höchstens 15 Minuten und einem anschließenden Fachgespräch von höchstens 30 Minuten.
  • Insgesamt steht die Prüfung zum Bilanzbuchhalter im Zusammenhang mit einer recht großen Stoffmenge. Dennoch gilt, dass die Prüfung lediglich die Absicht verfolgt, zu überprüfen, ob der Prüfling den Anforderungen seiner künftigen Berufstätigkeit gewachsen ist und über ausreichend Fachwissen verfügt, um fachspezifische Problem- und Aufgabenstellungen lösen zu können. Daher ist es für die Prüfungsvorbereitung unerlässlich, die vermittelten Inhalte sorgfältig zu wiederholen, wobei bei Prüfungsfragen immer das aktuell geltende Recht von Bedeutung ist und zur Anwendung kommt.
  • Wo Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind, gilt es, die richtige Lösung anzukreuzen. Im Zweifel ist es besser zu raten, als gar keine Antwort zu geben.
  • Daneben gilt natürlich, die Prüfungsfragen sorgfältig und genau zu lesen. Bei Fragen, die in eigenen Worten beantwortet werden sollen, genügt es, sich kurz und knapp, jedoch präzise auszudrücken. Zudem sollten Beispiele und Argumente immer nach Wichtigkeit sortiert werden. Sind beispielsweise drei Argumente verlangt, genügt es, drei Argumente zu nennen, dabei sollte jedoch das wichtigste Argument an erster Stelle stellen. Werden mehr Argumente genannt, werden diese ohnehin nicht gewertet und es wäre fatal, wenn das wichtigste Argument an letzter Stelle steht und somit nicht mehr in die Wertung fließt. Zudem sollten nach Möglichkeit immer die Fachbegriffe verwendet und nur dann auf Umschreibungen zurückgegriffen werden, wenn die Fachbegriffe nicht bekannt sind oder einem gerade nicht einfallen.
  • Für die Prüfung ist ein Zeitrahmen gegeben, der auch genutzt werden sollte. Ratsam ist es zudem, Fragen zunächst auszulassen, wenn diese nicht beantwortet werden können, da auf diese Weise Panik und ein Blackout verhindert werden können.

 

Prüfungsfragen Bilanzbuchhalter

 

1. Wie lautet der Gegenbegriff zu Hausse?

 

a) Zyklus

b) Korrektur

c) Baisse

d) Rendite

 

2. Wodurch kennzeichnet sich eine frei konvertierbare Währung?

 

Antwort:_________________________________________________________________

 

3. Wie lautet der Begriff für das Toleranzvolumen als Bestandteil gegenseitiger Handelsbeziehungen?

 

a) Swing

b) Konklusion

c) Karenz

d) Validität

 

4. Was ist ein Passivtausch im Zusammenhang mit dem Buchungssystem?

 

5. Wer war der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland?

 

a) Ludwig Erhard

b) Kurt Schmücker

c) Karl Schiller

d) Helmut Schmidt

 

6. Welcher der folgenden Staaten grenzt nicht an die Bundesrepublik Deutschland?

 

a) Frankreich

b) Polen

c) Luxemburg

d) Liechtenstein

 

7. Bei welcher Steuerart handelt es sich um eine indirekte Steuer?

 

a) Umsatzsteuer

b) Abgeltungsteuer

c) Grundsteuer

d) Gewerbesteuer

 

8. Welche Faktoren betrachtet das Operative Controlling?

 

Antwort:___________________________________________________________________

 

9. Wie hieß oder heißt der Vorsitzende des DGB im Jahre 2009?

 

a) Frank Bsirske

b) Michael Sommer

c) Ludwig Georg Braun

d) Dieter Schulte

 

Prüfungsfragen Bilanzbuchhalter Antworten

 

1. c

2. Sie kann ohne Beschränkungen in andere Währungen überführt werden.

3. a

4. Ein Passivtausch ist ein Geschäftsvorfall, bei dem ein Passivposten zunimmt und ein anderer Passivposten im gleichen Umfang abnimmt; die Bilanzsumme bleibt unverändert, zum Beispiel bei der Umwandlung einer Lieferantenverbindlichkeit in ein Darlehen.

5. a

6. d

7. a

8. Kosten, Erlöse, Zeit und Qualität

9. b

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Selda Bekar

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