Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern weist das Berliner Schulsystem einige Unterschiede auf, so erstreckt sich die Grundschulausbildung über sechs Schuljahre, und nach der Grundschule stehen vor allem die Integrierte Sekundarschule, die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium zur Wahl.
Weiterführende Informationen über den Ablauf und die Gestaltung des Berliner Schulsystems liefert der Bildungsserver Berlin-Brandenburg, der unter https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de zu finden ist.
Die Grundschule umfasst sechs Schuljahre
Die Grundschulausbildung gliedert sich in eine Schulanfangsphase sowie die Jahrgangsstufen 3 bis 6. Die Schulanfangsphase beinhaltet die Jahrgangsstufen 1 und 2, die eine pädagogische Einheit bilden, und je nachdem, wie schnell ein Kind lernt, verweilt es zwischen einem und drei Jahren in der Schulanfangsphase. Das Ziel der Grundschule besteht darin, allen Kindern eine gemeinsame Grundbildung zu vermitteln, sie auf den Besuch einer weiterführenden Schule vorzubereiten und ihr soziales Verhalten zu fördern. An den Berliner Grundschulen, die als offene oder gebundene Ganztagsschulen arbeiten, ist eine verlässliche Förderung und Betreuung mindestens von 7.30 bis 13.30 Uhr gewährleistet. Erreicht das Kind das schulpflichtige Alter, erfolgt der Eintritt in die Grundschule; auf Antrag der Eltern ist eine Rückstellung um ein Jahr möglich (§ 42 Abs. 3 Schulgesetz Berlin). Nach der sechsten Grundschulklasse erfolgt der Wechsel auf eine weiterführende Schule. Hierzu spricht die Grundschule eine Empfehlung aus. Seit 2025 erhalten Kinder mit einer Durchschnittsnote bis 2,2 eine Empfehlung für das Gymnasium; Kinder ohne Gymnasialempfehlung können ihre Eignung für das Gymnasium in einem Probeunterricht nachweisen.
Die Integrierte Sekundarschule
Seit dem Schuljahr 2010/2011 gibt es in Berlin keine Haupt-, Real- und Gesamtschulen mehr. Sie wurden zur Integrierten Sekundarschule (ISS) zusammengefasst, die die Jahrgangsstufen sieben bis zehn umfasst und an der alle Schulabschlüsse erworben werden können. Am Ende der neunten Klasse kann die Berufsbildungsreife (BBR) erworben werden; dazu müssen die Schüler in den vergleichenden Arbeiten in Deutsch und Mathematik mindestens die Note 4 erreichen. Am Ende der zehnten Klasse können die Erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) und der Mittlere Schulabschluss (MSA) erworben werden. Die Prüfung findet in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache statt, außerdem legen die Schüler eine Präsentationsprüfung in einem weiteren Fach ab. Mit gymnasialer Oberstufe führt die Integrierte Sekundarschule nach der dreizehnten Klasse zum Abitur.
Gymnasien in Berlin
Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen sieben bis zehn, die im Klassenverband erfolgen, sowie die Jahrgangsstufen elf und zwölf in Kursen. Während der gymnasialen Oberstufe erfolgt die Vermittlung einer gemeinsamen Grundbildung mithilfe der Grundkurse, durch die Wahl entsprechender Leistungskurse kann die Ausbildung auf die eigenen Interessen und Neigungen abgestimmt werden. Seit dem Schuljahr 2024/2025 entfallen am Gymnasium die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss; stattdessen erbringen die Schüler in der Jahrgangsstufe 9 oder 10 eine Präsentationsleistung in Form einer mediengestützten Projektarbeit. Die Abiturabschlussprüfung erfolgt als schriftliche und mündliche Prüfung, das Resultat einer erfolgreich abgelegten Prüfung ist die Allgemeine Hochschulreife.
Weitere Schulform: die Gemeinschaftsschule
Die Gemeinschaftsschule ermöglicht in Berlin gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus. Auch hier können die Berufsbildungsreife, die Erweiterte Berufsbildungsreife und der Mittlere Schulabschluss unter denselben Bedingungen wie an der Integrierten Sekundarschule erworben werden; Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe führen zum Abitur.
10 allgemeine Beispielfragen bei den Abschlussprüfungen in Berlin
1. Was gilt nach den neuen Rechtschreibregeln hinsichtlich der Schreibung der Anredeformen DU und SIE?
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2. Klaus Wowereit war von 2001 bis 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin. Wer war sein Vorgänger?
a) Walter Momper
b) Eberhard Diepgen
c) Richard von Weizsäcker
d) Hans-Jochen Vogel
3. Wofür steht der Begriff Annex?
a) für einen Anhang oder eine Anlage
b) für ein Jahrbuch
c) für eine feindliche Übernahme
d) für eine andauernde Bewusstlosigkeit
4. Wie heißt die Bezeichnung für die Vermittlungsgebühr, die ein Börsenmakler erhebt?
a) Provision
b) Courtage
c) Honorar
d) Salär
5. Berlin ist die bevölkerungsreichste Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Welche Stadt folgt an zweiter Stelle?
a) München
b) Hamburg
c) Frankfurt am Main
d) Köln
6. Welchem Teil einer Zelle kommt bei der Fortpflanzung die wichtigste Rolle zu?
a) der Zellflüssigkeit
b) der Zellmembran
c) der Zellwand
d) dem Zellkern
7. Welche Schreibweise ist richtig?
a) Oferte ist ein anderes Wort für Angebot.
b) Offerte ist ein anderes Wort für Angebot.
c) Ofertte ist ein anderes Wort für Angebot.
d) Ohferte ist ein anderes Wort für Angebot.
8. Weshalb erzeugt die Sonne Wärme und Licht?
a) aufgrund der Kernfusion; Wasserstoffatome verschmelzen zu Heliumatomen
b) weil Neon als Bestandteil der Sonne verbrennt
c) weil durch die Eigenrotation der Sonne kinetische Energie entsteht
d) weil die Strahlung der Sonne an der Erdoberfläche reflektiert
9. Welches chemische Element hat die Ordnungszahl 26?
a) Cr, Chrom
b) Mn, Mangan
c) Fe, Eisen
d) Co, Cobalt
10. Die “Ode an die Freude“ ist die offizielle Hymne der Europäischen Union und des Europarates. Wer war ihr Komponist?
a) Bach
b) Beethoven
c) Mozart
d) Haydn
Antworten
1. In Briefen darf „du“ klein- oder großgeschrieben werden, die Höflichkeitsanrede „Sie“ wird immer großgeschrieben.
2. b
3. a
4. b
5. b
6. d
7. b
8. a
9. c
10. b
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Herausgeberin
Selda Bekar
Herausgeberin und inhaltlich verantwortlich für pruefungsratgeber.de. Kontakt über das Kontaktformular, Angaben im Impressum.