Prüfungsfragen Kettensägenschein: Durchkommen praktisch garantiert

Aktualisiert am von Ömer Bekar

Infos zu Prüfungsfragen Kettensägenschein
Wir informieren Sie ausführlich über alles, was Sie zum Kurs und den Prüfungsfragen beim Kettensägenschein wissen sollten!

Brennholz schneiden, Bäume fällen, Gehölz entasten: Die Motorsäge ist ein praktisches Werkzeug, das vielseitig eingesetzt werden kann. Aber sie ist auch ein Werkzeug mit einem hohen Gefahrenpotenzial. Bei Wald- und Forstarbeiten kommt es immer wieder zu leichteren Verletzungen – aber auch sehr schweren, teils sogar tödlichen Unfällen. Der richtige Umgang mit der Kettensäge ist deshalb unerlässlich. Und lernen können Sie ihn bei einem entsprechenden Kurs. Für kleinere Arbeiten im eigenen Garten brauchen Sie zwar nicht unbedingt einen Kettensägenschein. Spätestens, wenn Sie im öffentlichen Forst Brennholz machen möchten, führt aber kein Weg mehr an dem Lehrgang vorbei.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wenn Sie in einem öffentlichen Wald oder auf dem Grundstück eines Dritten mit der Kettensäge arbeiten möchten, brauchen Sie einen Motorsägenschein. Nur auf Ihrem eigenen Grundstück ist der Schein keine Pflicht.
  • Lehrgänge gibt es in verschiedenen Varianten. Für eine Privatperson reicht der einfache Motorsägenschein in aller Regel aus.
  • Für einen eintägigen Lehrgang sollten Sie im Schnitt um die 100 Euro einplanen.
  • Der Kurs beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil.
  • Ein richtigen Test mit Prüfungsfragen zum Kettensägenschein müssen Sie meist nicht bestehen.
  • Achten Sie bei der Auswahl des Anbieters darauf, dass er ein anerkanntes Zertifikat ausstellt. Sondern bringt Ihnen der Lehrgang nichts.

Wer braucht einen Kettensägenschein?

Wenn Sie einen eigenen Garten haben, haben Sie vielleicht schon darüber nachgedacht, sich eine Motorsäge zuzulegen. Gleiches gilt, wenn in Ihrem Wohnzimmer ein schöner Kaminofen steht. Oder wenn es auf Ihrem Grundstück eine Feuerstelle oder einen Räucherofen gibt. Und wenn Sie das Holz, das Sie dafür brauchen, selbst machen möchten.

Solange Sie nur auf Ihrem eigenen Grund und Boden mit der Kettensäge hantieren, brauchen Sie keinen Motorsägenschein. Es ist zwar grundsätzlich empfehlenswert, dass Sie sich einen Lehrgang gönnen. Schließlich lernen Sie dabei interessante Dinge und bekommen Tipps, die Ihnen die Gartenarbeit künftig leichter machen werden. Verpflichtet sind Sie aber nicht. Vielmehr können Sie sich Ihre Motorsäge schnappen und direkt loslegen.

Anders sieht es aus, wenn Sie im öffentlichen Forst Brennholz sägen wollen. Dann müssen Sie durch den Kettensägenschein nachweisen, dass Sie für solche Arbeiten ausgebildet sind. In Wäldern, die für nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert sind, wird der Schein schon seit 2013 grundsätzlich verlangt. Doch auch Landesforste und kommunale Forstbetriebe setzen zunehmend einen Motorsägenschein voraus. Private Waldbesitzer, die Brennholz zum Selbermachen anbieten, möchten ebenfalls immer öfter einen Nachweis sehen.

Und auch wenn Sie auf dem Grundstück eines Dritten zur Motorsäge greifen, müssen Sie den Schein haben. Ob es sich bei dem Grundstück um einen Garten, Bauland oder einen Wald handelt und ob der Eigentümer ein Freund, ein Verwandter oder ein Fremder ist, spielt keine Rolle. Sie müssen den Schein haben. So soll zum einen die Sicherheit gewährleistet und das Unfallrisiko minimiert werden. Zum anderen hat es versicherungstechnische Gründe.

Kann jeder den Schein machen?

Vorkenntnisse müssen Sie nicht mitbringen. Selbst wenn Sie beim Lehrgang zum allerersten Mal eine Kettensäge in der Hand halten, können Sie sich anmelden. Damit Sie an einem Motorsägenkurs teilnehmen können, müssen Sie aber folgende Voraussetzungen erfüllen:

Alter

Sie sind volljährig, also mindestens 18 Jahre alt. Sind Sie Azubi in einem sogenannten Grünen Beruf, können Sie den Lehrgang auch schon vor Ihrem 18. Lebensjahr absolvieren.

Körperlich und geistig fit

Sie sind sowohl körperlich als auch geistig für die Arbeit mit der Kettensäge geeignet. Die geistige Eignung muss allein schon deshalb vorhanden sein, weil Sie mit einem gefährlichen Werkzeug zugange sind. Eine gewisse körperliche Fitness ist notwendig, weil Holzarbeiten anstrengend sind. Bereits die Säge bringt mehrere Kilo auf die Waage.

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Ausrüstung

Außerdem brauchen Sie für die Teilnahme am Kurs neben einer Kettensäge auch die vorgeschriebene Schutzausrüstung. Diese besteht aus

  • einer Schnittschutzhose,
  • Sicherheitsschuhen mit Schnittschutz,
  • einem Helm mit Gesichts- und Gehörschutz,
  • Handschuhen und
  • einer Jacke.

Zusätzlich dazu wird eine Sicherheitsweste in einer Signalfarbe, ähnlich wie die Warnweste im Auto, empfohlen. Und auch ein Verbandspäckchen sollten Sie dabei haben.

Bei vielen Kursanbietern können Sie sich sowohl die Kettensäge als auch die Schutzkleidung ausleihen. Sinnvoller ist aber, wenn Sie Ihre eigene Ausrüstung mitbringen. Denn wenn Sie später in den Wald wollen, brauchen Sie die Sachen so oder so.

Übrigens: Prüfungsangst muss Sie nicht davon abhalten, den Lehrgang zu machen. Denn bei den meisten Anbietern müssen Sie keine Prüfungsfragen zum Kettensägenschein beantworten.

Wie lange dauert ein Motorsägenkurs?

Die Kettensägenkurse gliedern sich in mehrere Module. Den Anfang macht der einfache Kettensägenschein. Er umfasst ein bis zwei Module. Für einen weiterführenden Schein müssen Sie drei Module absolvieren. Daneben gibt es noch spezielle Scheine. Diese beziehen sich zum Beispiel auf das Arbeiten mit Sturmholz und Windbruch oder auf gefährliche Fällungen.

Für den privaten Gebrauch wird in aller Regel ein einfacher Sägekettenschein ausreichen. Dieser Lehrgang dauert einen oder zwei Tage lang. Meist finden die Lehrgänge am Wochenende statt.

Ein Kurs mit mehreren Modulen nimmt natürlich auch entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Vier bis sechs Tage sind hier die Regel. Weiterführende Motorsägenscheine brauchen Sie in erster Linie für eine gewerbliche Nutzung oder für eine berufliche Tätigkeit.

Welche Inhalte werden bei dem Kurs vermittelt?

Anders als zum Beispiel beim Anglerschein gibt es für Motorsägenkurse gibt es keine einheitlichen Standards. Deshalb können die genauen Inhalte von Anbieter zu Anbieter variieren. Normalerweise beginnt ein Lehrgang aber mit der Theorie. Und hier steht folgendes auf dem Programm:

  • Einführung in die Vorschriften zur Unfallverhütung
  • Bedeutung der persönlichen Schutzausrüstung
  • Aufbau und Funktion der Motorsäge
  • Pflege und Wartung von Säge und Zubehör
  • Grundlagenwissen zu Holz- und Sägearbeiten sowie zu den Gefahren bei der Brennholzwerbung

Danach geht es mit der Praxis weiter. Hier lernen Sie verschiedene Schnitttechniken und werden in die richtige Haltung eingewiesen. Außerdem machen Sie ein paar Schnittübungen am liegenden Holz. So können Sie das, was Sie gelernt haben, gleich ausprobieren. Im gesamten praktischen Teil müssen Sie die komplette Schutzausrüstung tragen.

Muss ich einen Test mit Prüfungsfragen zum Kettensägenschein bestehen?

Einen Test im klassischen Sinne, so wie Sie es vom Führerschein oder Berufsausbildungen kennen, gibt es beim einfachen Motorsägenschein nicht. Sie müssen also weder schriftliche Prüfungsfragen zum Kettensägenschein beantworten noch praktische Übungen absolvieren. Stattdessen bekommen Sie am Ende ein Zertifikat. Es bestätigt, dass Sie an dem Kurs teilgenommen haben und dadurch nun über grundlegende Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Kettensäge verfügen.

Bei Kursen, die drei oder mehr Module umfassen, führen manche Anbieter als Abschluss einen kleinen Test durch. Hier kann es dann sein, dass Sie ein paar Prüfungsfragen beantworten und praktische Übungen machen müssen. Inhaltlich geht es bei dem Test um die Dinge, die Sie während des Lehrgangs gelernt haben. Der Test prüft somit, ob Sie gut zugehört und alles verstanden haben. Auch bei weiterführenden Motorsägenscheinen bekommen Sie ein Zertifikat als Nachweis.

Es ist also nicht unbedingt notwendig, dass Sie sich auf den Kurs vorbereiten. Und Sie müssen im Vorfeld auch keine Prüfungsfragen zum Kettensägenschein büffeln. Was Sie wissen müssen, lernen Sie beim Kurs.

Wie teuer ist der Kettensägenschein?

Der Kettensägenschein ist in Deutschland inhaltlich weder genau definiert noch verbindlich geregelt. Der genaue Ablauf vom Lehrgang kann deshalb je nach Anbieter etwas unterschiedlich sein. Auch was die Kosten angeht, gibt es keine einheitlichen Regelungen. Für einen ein- oder zweitägigen Kurs, der ein bis zwei Module umfasst und mit dem einfachen Motorsägenschein endet, sollten Sie aber mit etwa 100 Euro rechnen. Für weiterführende Kurse werden im Durchschnitt 300 bis 400 Euro fällig.

Mit den Kursgebühren sind alle Kosten abgedeckt. Für Lehrmaterial, Bögen mit Prüfungsfragen zum Kettensägenschein oder eine Prüfung müssen Sie nichts extra bezahlen. Im Unterschied zu anderen Lehrgängen gibt es so etwas beim Motorsägenschein nämlich meist nicht. Auch das Zertifikat ist im Preis enthalten.

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Wozu befähigt ein Motorsägenschein?

Der einfache Kettensägenschein ist für Privatpersonen vorgesehen, die grundlegende Kenntnisse für die Arbeit mit der Motorsäge brauchen. Mit dem Schein sind Sie dazu befähigt, liegendes Holz unter normalen Bedingungen sicher und sachgerecht aufzuarbeiten.

Das heißt: Mit dem einfachen Kettensägenschein dürfen Sie in den Wald gehen und dort bereits gefällte Bäume zu Brennholz sägen. Für den privaten Gebrauch reicht dieser Schein in aller Regel aus.

Bäume fällen, dürfen Sie mit dem einfachen Kettensägenschein nicht. Dafür müssten Sie einen weiterführenden Kurs besuchen. Allerdings dürfen Sie als Privatperson ohnehin nicht in einen öffentlichen Wald gehen und einfach so irgendwelche Bäume fällen. Solche Arbeiten übernehmen Förster und ausgebildete Waldarbeiter. Für Ihr Brennholz bekommen Sie von ihnen dann die Stämme zugewiesen, die Sie für sich aufarbeiten können.

Auch wenn Sie die Motorsäge gewerblich nutzen möchten, müssen Sie weitere Kurse besuchen und die entsprechenden Qualifikationen erwerben. Als angehender Waldarbeiter, Förster oder auch Landschaftsgärtner absolvieren Sie die entsprechenden Motorsägenkurse dann im Zuge Ihrer Ausbildung.

Wo kann ich den Lehrgang machen?

Anbieter, bei denen Sie Ihren Motorsägenschein machen können, gibt es sehr viele. So werden die Lehrgänge zum Beispiel angeboten von:

  • Forstämtern
  • Kettensägen-Herstellern
  • Baumschulen
  • Garten- und Landschaftsbetrieben
  • Feuerwehren
  • Baumärkten

Bei der Suche nach einem Anbieter sollten Sie aber genau hinschauen. Seit einiger Zeit ist ein Motorsägenschein zwar Pflicht für Privatpersonen, die ihr Brennholz selbst schneiden möchten. Aber es gibt eben keine einheitlichen Richtlinien für die Kurse.

Das hat leider auch ein paar unseriöse Anbieter auf den Plan gerufen, die mit den Scheinen ein gutes Geschäft machen. Nur bringt Ihnen ein Motorsägenschein nicht viel, wenn er als Nachweis nicht anerkannt wird.

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Anbieter ein Gütesiegel vom KWF hat und der Kurs nach den Standards der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zertifiziert ist. So sind Sie auf der sicheren Seite. Und: Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie einfach bei Ihrem örtlichen Forstamt nach. Dort bekommen Sie Infos darüber, wo Sie in Ihrer Nähe den Schein machen können.

Ein Wort zum KWF-Gütesiegel

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forstwirtschaft e. V. (KWF) ist eine Forschungseinrichtung. Seit mehr 60 Jahren untersucht sie die Entwicklungen in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Verfahrenstechnik. Außerdem prüft das KWF Forsttechnik, Arbeitsmittel und Schutzausrüstung. Produkte, die ein Zertifikat vom KWF erhalten, erfüllen alle Standards zur Arbeitssicherheit, Ergonomie, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Außerdem entsprechen die Produkte dem aktuellen Stand der Technik.

Kettensägenkurse mit dem KWF-Gütesiegel stellen eine hohe Qualität sicher. Das Zertifikat garantiert, dass die Teilnehmer fachlich fundiert und praxisnah ausgebildet werden. Denn die Anbieter müssen sich dazu verpflichten, bestimmte Standards einzuhalten. Sonst bekommen sie das Siegel nicht. Andersherum gibt das Gütesiegel Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Kettensägenschein anerkannt wird.

Auch von der DGUV gibt es Vorgaben und Richtlinien. So können Sie sich zum Beispiel in dieser PDF über sichere Waldarbeiten informieren. Die Richtlinien für die Ausbildung rund um Baumarbeiten finden Sie hier. Und einen Überblick über die Schutzausrüstung, die Sie tragen müssen, vermittelt Ihnen diese PDF von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.


10 Prüfungsfragen zum Kettensägenschein

1. Aus welchem Teil des Baumes wird Bauholz gewonnen?

a) Wurzel
b) Stamm
c) grüne Äste
d) Baumkrone

Lösung: b

Holz als Roh- und Baustoff kann dabei helfen, den Bedarf an anderen, energieintensiven Werkstoffen wie zum Beispiel Stahl, Aluminium oder Kunststoff zu senken. Dabei wird das Holz für Bauholz und für langlebige Produkte in erster Linie aus dem Stammholz gewonnen. Der Stamm eines Baumes ist der Teil ab der Wurzel bis zum Beginn der grünen Äste. Abnehmer sind vor allem Sägewerke, die das Stammholz zu Balken, Brettern, Latten und anderen Produkten verarbeiten.

2. Wie lange kann Holz das klimaschädliche Kohlendioxid binden?

a) solange sich ein Baum in der Wachstumsphase befindet
b) bis ein Baum gefällt wird
c) während der gesamten Dauer, in der das Holzprodukt verwendet wird
d) gar nicht

Lösung: c

Bäume sind in der Lage, das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) zu speichern. Dabei bleibt das Gas während der gesamten Lebensdauer des Holzprodukts gebunden. Erst wenn das Holz verrottet oder verbrannt wird, gelangt das CO2 wieder zurück in die Atmosphäre. Langlebige Holzprodukte schonen deshalb die Umwelt und entlasten das Klima.

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3. Wofür steht die Bezeichnung Polter?

a) Bäume, die nach einem Sturm entwurzelt oder gebrochen im Wald liegen
b) scherzhafte Bezeichnung für einen schlecht gelaunten Waldarbeiter
c) spezielle Rückemaschine bei der Holzernte
d) Stapel aus gleichlangen Baumstämmen

Lösung: d

Wenn gleichlange Holzstämme zu einem Stapel aufgeschichtet sind, wird dieser Stapel als Polter bezeichnet. Ein anderer Name dafür lautet Gamme. Brennholz wird oft in Form von Holzpoltern verkauft.

4. Welcher Vorgang bewirkt, dass Bäume Zucker und Sauerstoff bilden?

a) Fotosynthese
b) Abbau von Chlorophyll
c) Produktion von Terpentin
d) saurer Regen

Lösung: a

Bäume nehmen über die Wurzeln Wasser auf. Über ihre Blätter oder Nadeln ziehen sie Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und binden das Gas. Das Sonnenlicht löst dann eine chemische Reaktion aus, bei der die Bäume das Wasser und das CO2 in Glucose (also Zucker) und Sauerstoff umwandeln. Dieser Vorgang ist die Fotosynthese.

5. Was ist ein Hexenbesen?

a) ein gegabelter Baum
b) eine krankhafte Veränderung in der Baumkrone
c) ein Baum mit zwei Geschlechtern
d) ein von Moos umwachsener Baumstamm

Lösung: b

Als Hexenbesen werden kugelige und buschige Verwachsungen in der Baumkrone bezeichnet. Ein anderer Name dafür lautet Donnerbusch. Vor allem an Tannen und Birken tauchen oft Hexenbesen auf. Die Ursache für die Wuchsstörung sind meistens Pilze. Aber auch Bakterien und Viren können der Auslöser sein.

An der befallenen Stelle neigt der Baum dazu, viele kleine, kurze und dünne Zweige auszubilden. Dadurch entstehen Gebilde, die an die typischen Hexenbesen erinnern. Bei Fichten und Kiefern gehen Hexenbesen oft auf vererbte Mutationen der Knospen zurück, die gezielt genutzt werden, um kleinwüchsige Zierformen zu züchten.

6. Wer oder was sind Holzabnehmer?

a) Schädlinge und Wildtiere, die den Baumbestand angreifen
b) Maschinen bei der Holzernte
c) Sägewerke und Betriebe der Holzindustrie
d) Förster und Forstwirte

Lösung: c

Die Hauptabnehmer von Holz sind Sägewerke, die verschiedenen Branchen der Holzindustrie und auch die Zellstoff- und die Papierindustrie. Außerdem gehören Betreiber von Biomasse-Heizkraftwerken zu den Abnehmern. Und auch private Käufer, die Brennholz kaufen, zählen zu den Holzabnehmern. Förster und Fortwirte sind keine Abnehmer, sondern sogenannte Entnehmer.

7. Sind rohe Bucheckern für den Menschen giftig?

a) ja, sogar sehr giftig
b) nur in größeren Mengen
c) nein, überhaupt nicht

Lösung: b

Nicht nur bei Wildschweinen stehen Bucheckern auf dem Speiseplan. Auch Menschen können sie essen. Denn Bucheckern enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Neben Mineralstoffen gehören dazu zum Beispiel Zink und Eisen. Durch das leicht nussige Aroma passen Bucheckern gut zu Kuchen, aber auch zu Salaten.

Allerdings enthalten Bucheckern Fagin und Oxalsäure. Größere Mengen davon können Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Direkt im Wald sollte es deshalb bei wenigen rohen Bucheckern bleiben. Zu Hause können die Eckern in der Pfanne geröstet werden. Dadurch bauen sich die Giftstoffe ab.

8. Was gehört nicht zur vorgeschriebenen Schutzkleidung beim Holzfällen?

a) Schnittschutzhose
b) Warnweste
c) Sicherheitsschuhe
d) Handschuhe

Lösung: b

Ebenso wie ein Helm mit Gesichts- und Gehörschutz sowie eine Jacke sind als Schutzausrüstung eine Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe und Handschuhe Pflicht. Eine Warnweste in einer Signalfarbe ist zwar sinnvoll und wird ausdrücklich empfohlen. Vorgeschrieben ist sie aber nicht.

9. Wodurch lässt sich eine Douglasie von einer Fichte unterscheiden?

a) Die Nadeln der Douglasie sind kürzer.
b) Die Douglasie hat härtere und spitzere Nadeln.
c) Die Douglasie ist kleiner als die Fichte.
d) Wenn die Nadeln zerrieben werden, riechen sie nach Zitrusfrüchten.

Lösung: d

Im Unterschied zur Fichte hat die Douglasie längere Nadeln. Sie sind nämlich zwischen 3 und 4 cm lang und zudem weich. Was die Höhe angeht, überragt die Douglasie meist alle anderen Bäume. Deshalb wird sie manchmal auch als Himmelsstürmer bezeichnet. Wenn die Nadeln der Douglasie zwischen den Fingern zerrieben werden, erinnert der Duft an Zitrusfrüchte.

10. Ab welchem Alter ist es möglich, einen Kettensägenschein zu machen?

a) 21 Jahre
b) 18 Jahre
c) 16 Jahre
d) Es gibt keine Altersbeschränkungen.

Lösung: b

Zu den Voraussetzungen für einen Motorsägenschein zählt die Volljährigkeit. Wer am Lehrgang teilnehmen will, muss also mindestens 18 Jahre alt sein. Eine Ausnahme gilt nur für Azubis, die einen Grünen Beruf erlernen. Sie können den Schein im Rahmen der Ausbildung auch schon vor dem 18. Geburtstag machen.