Abschlussprüfung Hessen mit 10 Übungsfragen

Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion

Das in der Mitte Deutschlands gelegene Hessen gehört insbesondere in den südlichen Teilen des Bundeslandes zu den Regionen, die am dichtesten besiedelt sind.

Mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und Frankfurt am Main als größte Stadt des Bundeslandes gehört Hessen zudem zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Das Schulsystem in Hessen kennt unterschiedliche Schulzweige, die Schullaufbahn kann mit dem Hauptschulabschluss, dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss, dem Realschulabschluss oder dem Abitur beendet werden.

Am Anfang stehen die Grundschule und die Förderstufe

Die Schullaufbahn in Hessen beginnt mit dem Besuch der Grundschule, die vier Jahrgangsstufen umfasst. Dabei bilden die ersten beiden Jahrgangsstufen eine pädagogische Einheit, was bedeutet, dass die Schüler nicht in die zweite Klasse versetzt werden, sondern vielmehr dorthin vorrücken. Die Schulpflicht beginnt, wenn die Kinder das sechste Lebensjahr erreicht haben, allerdings ist eine vorzeitige Einschulung und auch Rückstellung für ein Jahr möglich. Kinder, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, können ebenfalls erst ein Jahr später eingeschult werden, müssen während dieses Jahres allerdings die fehlenden Sprachkenntnisse nachholen. Eine Abschlussprüfung gibt es nach der Grundschule nicht, in der dritten Klasse werden aber die Vergleichsarbeiten VERA 3 in den Fächern Mathe und Deutsch geschrieben. Welchen weiteren Bildungsweg das Kind im Anschluss an die Grundschule wählt, obliegt der Entscheidung der Eltern, die ihrerseits Anspruch auf eine ausführliche Beratung haben.

An einem Teil der Schulen folgt im Anschluss an die Grundschule die Förderstufe mit den Jahrgangsstufen fünf und sechs, bei der es sich um ein Bindeglied zwischen der Grundschule und den siebten Klassen der weiterführenden Schulen handelt. Als pädagogische Einheit werden in der Förderstufe Inhalte unterrichtet, die den Anforderungen der Mittelstufe entsprechen. Die Idee und das Ziel der Förderstufe liegen darin, ein Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen, das ermöglicht, die Wahl des eingeschlagenen Bildungsweges zu überprüfen und die Schüler zeitgleich auf den Übergang in die weiterführenden Schulen vorzubereiten. Dazu erfolgt der Unterricht im Klassenverband und in den Fächern Mathematik sowie der ersten Fremdsprache in Kursgruppen, die nach Leistung und Begabung zusammengestellt werden. Ausführliche Informationen und aktuelle Entwicklungen zu dem hessischen Schulkonzept finden sich unter https://kultus.hessen.de.

Der Hauptschulabschluss und der Qualifizierende Hauptschulabschluss

Der Hauptschulabschluss und der Qualifizierende Hauptschulabschluss können in Hessen an einer Gesamtschule, einer Hauptschule oder einer verbundenen Haupt- und Realschule erworben werden. Die Gesamtschulen gibt es als kooperative und als integrative Gesamtschulen. Der Hauptschulabschluss wird in der neunten Klasse erworben; zum Abschlussverfahren gehören zentrale Abschlussarbeiten in Deutsch, Mathematik und Englisch sowie eine Projektprüfung in einem anderen Fach. Erreicht der Schüler eine Gesamtleistung von 3,0 oder besser, erwirbt er den Qualifizierenden Hauptschulabschluss. Besucht ein Schüler eine verbundene Haupt- und Realschule, kann er bei entsprechender Begabung auch am Unterricht der Realschule teilnehmen, ausgenommen hiervon sind allerdings der Unterricht in der ersten Fremdsprache, Deutsch ab der siebten und Mathe ab der achten Klasse. Bei entsprechend guten Leistungen kann der Schüler im Anschluss an die neunte Klasse und bei erfolgreich bestandener Abschlussprüfung in den Bildungszweig der Realschule wechseln.

Der Realschulabschluss

Auch für den Erwerb des Realschulabschlusses, der als Mittlerer Abschluss bezeichnet wird, kann der Schüler zwischen der Gesamtschule, der verbundenen Haupt- und Realschule sowie der Realschule wählen. Die Abschlussprüfung erfolgt nach der zehnten Klasse durch zentrale Abschlussarbeiten in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache sowie eine Präsentation auf Grundlage eines Portfolios in einem anderen Fach.

Das Abitur

Der Unterricht am Gymnasium gliedert sich in die Mittelstufe und die Gymnasiale Oberstufe mit einer einjährigen Einführungsphase und der zweijährigen Qualifikationsphase. Die Schulen können zwischen dem achtjährigen (G8) und dem neunjährigen Bildungsgang (G9) oder einem Parallelangebot wählen, sodass das Gymnasium die Klassen fünf bis zwölf oder fünf bis dreizehn umfasst. Während der Oberstufe erfolgt der Unterricht im Kurssystem, wobei die Schüler die Kurse aus einem bestimmten Fächerangebot selbst zusammenstellen können. Am Ende der Qualifikationsphase erfolgt dann die Abiturabschlussprüfung, die entsprechend der gewählten Grund- und Leistungskurse abgenommen wird. Neben schriftlichen Prüfungen sieht die Abiturprüfung auch mindestens eine mündliche Prüfung vor, das Resultat einer erfolgreich abgelegten Prüfung ist die Allgemeine Hochschulreife.

10 Beispielfragen zur Abschlussprüfung in Hessen

 

1. Welche Farbe hat die Flamme, wenn Kalium verbrennt?

 

a) grün

b) gelb

c) rot

d) violett

 

2. Mithilfe welcher Formel wird die Oberfläche einer Kugel berechnet?

 

Antwortoptionen: a) 4 mal Pi mal r hoch 2. b) 2 mal Pi mal r hoch 2. c) 4 mal Pi plus r hoch 2. d) 4 mal Pi geteilt durch r hoch 2.

 

3. Wie heißt ein solcher Blütenstand? Zeichnung eines länglichen, dicht besetzten Blütenstands an einem aufrechten Stiel.

 

a) Dolde

b) Kolben

c) Ähre

d) Köpfchen

 

4. Zur Behandlung welcher meldepflichtigen Tropenkrankheit wird Chinin verwendet?

 

a) Tuberkulose

b) Lepra

c) Malaria

d) Cholera

 

5. Welcher politischen Partei gehörte Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, an?

 

a) CDU

b) SPD

c) FDP

d) Die Grünen

 

6. Welches Metall leitet Wärme und Elektrizität am besten?

 

a) Kupfer

b) Silber

c) Eisen

d) Gold

 

7. Wie viel sind 0,06 Tonnen in Kilogramm?

 

a) 0,6kg

b) 6kg

c) 60kg

d) 600kg

 

8. Wofür steht der Begriff Wirtschaftsliberalismus?

 

a) für einen Markt, der ausschließlich auf die persönlichen Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet ist

b) für die Idee einer freien Marktentwicklung ohne staatliche Eingriffe

c) für eine Wirtschaft, die unabhängig ohne Berücksichtigung von Landesgrenzen umgesetzt wird

d) für einen weltweiten Handel von bestimmten Gütern ohne Steuern und Zölle

 

9. Welche Aussagen zu den neuen Rechtschreibregeln sind richtig?

 

a) Enthält ein Fremdwort ein “qu”, darf diese durch ein “k” ersetzt werden.

b) Bei Fremdwörtern muss ein “ph” immer durch ein “f” ersetzt werden.

c) Wörter werden jetzt gemäß ihrem Wortstamm geschrieben.

d) Wörter mit drei gleichen Buchstaben hintereinander dürfen auch mit Bindestrich geschrieben werden.

 

10. In welcher Einheit wird elektrische Ladung angegeben?

 

a) Volt, V

b) Ampere, A

c) Coulomb, C

d) Watt, W

 

Antworten

 

1. d

2. a

3. b

4. c

5. c

6. b

7. c

8. b

9. c, d

10. c

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Selda Bekar

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