Abiturprüfung Biologie mit 10 Übungsfragen

Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion

Die Biologie als Naturwissenschaft beschäftigt sich mit den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen sowie mit den Besonderheiten von Lebewesen, deren Organisation und Entwicklung sowie deren Strukturen und Prozessen. Insofern handelt es sich bei der Biologie um eine sehr umfassende Wissenschaft, die sich in zahlreiche Teildisziplinen wie beispielsweise die Zoologie, die Botanik, die Physiologie, die Biochemie, die Ökologie oder die theoretische Biologie gliedern lässt.

Dabei betrachtet und untersucht die Biologie auf unterschiedlichen Ebenen, angefangen bei komplexen Lebewesen bis hin zu Molekülstrukturen und je nach Teildisziplin kommen hierfür verschiedene Ansätze zur Anwendung. Während die mathematische Biologie beispielsweise allgemeine biologische Sätze aufstellt und beweist, analysiert und katalogisiert die Genetik das Erbgut und dessen Vererbung, die Verhaltensbiologie hingegen beobachtet und erklärt das Verhalten und die sozialen Strukturen von Individuen sowie artgleichen Tiergruppen untereinander und gegenüber anderen.

Biologie als Prüfungsfach

An den meisten Schulen kann Biologie wahlweise als Grundkurs oder als Leistungskurs belegt werden. Bei der Auswahl dieses Faches gilt allerdings zu bedenken, dass die Biologie häufig auf Methoden und Hilfsmittel anderer, vor allem naturwissenschaftlicher Fächer zurückgreift, so dass viele Themenbereiche teils komplexe mathematische Berechnungen sowie chemische und physikalische Experimente erfordern. Wird Biologie als Grundkurs belegt, erfolgt der Unterricht meist in drei Wochenstunden, als Leistungskurs sind es je nach Land vier oder fünf Wochenstunden.

Die Abiturprüfung in Biologie

Die schriftliche Prüfung im Fach Biologie wird zumeist als Zentralabitur abgenommen und die Prüfungsaufgaben damit vom Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes erstellt. Inhaltlich und thematisch knüpfen die Prüfungsaufgaben an den Lehrplan an, was bedeutet, dass die Prüfungsaufgaben die Themenbereiche behandeln, die in den letzten beiden Schuljahren bearbeitet wurden.

Die Abiturprüfung dauert je nach Land unterschiedlich lange. Nach der Oberstufenvereinbarung der Kultusministerkonferenz (Fassung vom 06.06.2024), die spätestens für das Abitur 2030 umgesetzt sein muss, beträgt die Bearbeitungszeit in den Naturwissenschaften 255 Minuten auf grundlegendem und 300 Minuten auf erhöhtem Anforderungsniveau. Welche Hilfsmittel zugelassen sind, regeln die Länder.

Die Prüfungsaufgaben in der Abiturprüfung Biologie

Die Prüfungsaufgaben bestehen meist aus einem einleitenden Text, der Tabellen oder Abbildungen enthalten kann. Auf Grundlage dieses Textes werden dann die Prüfungsfragen gestellt. Hierbei geht es dann beispielsweise um weitergehende Erläuterungen, charakteristische Merkmale, Analysen und Auswertungen der genannten Fakten oder auch um Statistiken und Wahrscheinlichkeitsberechnungen etwa im Zusammenhang mit der Genetik.

Wichtig bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben ist, die Texte sehr genau und aufmerksam zu lesen, um zu verhindern, dass Daten oder Begriffe falsch übertragen oder interpretiert werden. Zudem ist es ratsam, mit der Prüfungsaufgabe zu beginnen, die aus einem Themenbereich entstammt, der sicher gelöst werden kann. Dies hat den Hintergrund, dass sich hierdurch ein erstes kleines Erfolgserlebnis einstellt, das zeitgleich auch zu Sicherheit führt und beruhigt. Beginnt der Prüfling mit der Aufgabe, die ihm am schwersten erscheint, besteht die Gefahr, dass er hierfür zu viel Zeit verbraucht und zudem unruhig wird, weil er befürchtet, die anderen Aufgaben nicht mehr zu schaffen und die Prüfung damit letztlich nicht zu bestehen.

10 typische Übungsfragen zur Abiturprüfung Biologie

 

1. Welcher Pflanzengruppe gehört die Tabakpflanze an?

 

a) Liliengewächse

b) Nachtschattengewächse

c) Korbblütler

d) Kreuzblütengewächse

 

2. Woher stammt das als Zimmerpflanze verbreitete Alpenveilchen (Cyclamen persicum)?

 

a) Südafrika

b) aus der Alpenregion

c) Kleinasien

d) Nordamerika

 

3. Was sind Gewölle?

 

a) die im Zuge des Fellwechsels ausgetauschten Tierhaare

b) der erste Flaum von etwa 10 Tage alten Hausmäusen

c) Tiernester, die als Schlafstätte für den Winterschlaf gebaut werden

d) unverdauliche, von Eulen und anderen Vögeln ausgewürgte Nahrungsreste

 

4. Bei welchem der genannten Vögel handelt es sich nicht um einen Zugvogel?

 

a) Küstenseeschwalbe

b) Steinsperling

c) Mauersegler

d) Pfuhlschnepfe

 

5. Welche der folgenden Krankheiten wird durch die Tsetsefliege übertragen?

 

a) Schlafkrankheit

b) Malaria

c) Gelbfieber

d) Cholera

 

6. Wer war einer der Entdecker des Penicillins?

 

a) Robert Koch

b) Albrecht Kossel

c) Alexander Fleming

d) Karl Landsteiner

 

7. Wodurch wird das HI-Virus nicht übertragen?

 

a) Blut

b) Vaginalsekret

c) Sperma

d) Speichel

 

8. Wobei handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin?

 

a) A1

b) B2

c) D3

d) K1

 

9. In der wievielten Entwicklungswoche (gezählt ab der Befruchtung) beginnt die Bildung der Somiten, aus denen unter anderem die Wirbel hervorgehen?

 

a) in der 6. Entwicklungswoche

b) in der 10. Entwicklungswoche

c) am Ende der 3. Entwicklungswoche

d) in der 12. Entwicklungswoche

 

10. Gegeben sind eine weiße und eine rote Blüte, wobei die Elterngeneration über reinerbige Anlage verfügt. In welchen Farben treten die Blüten der ersten und der zweiten Generation bei einem intermediären Erbgang auf?

Antworten:

1. b

2. c

3. d

4. b

5. a

6. c

7. d

8. b

9. c (etwa ab dem 20. Tag nach der Befruchtung; gezählt ab der letzten Regelblutung entspricht das etwa der 5. Schwangerschaftswoche)

10. Die Blüten der ersten Tochtergeneration (F1) sind alle rosa. In der zweiten Tochtergeneration (F2) treten rote, rosa und weiße Blüten im Zahlenverhältnis 1 : 2 : 1 auf.

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Selda Bekar

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