Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion
Bei der Jägerprüfung handelt es sich um eine Sachkundeprüfung, die Voraussetzung dafür ist, dass ein Jagdschein erteilt wird. Dabei stellt der Jagdschein eine Urkunde dar, die prinzipiell dazu berechtigt, innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen an der Jagd teilzunehmen. Allerdings ist der Jagdschein nicht mit der Berechtigung gleichzusetzen, die Jagd auch tatsächlich auszuüben, denn das Jagdrecht steht in Deutschland nach § 3 BJagdG dem Grundeigentümer zu. Diese üben die Jagd auf ihrem eigenen Grundeigentum aus, sofern dieses Land groß genug ist und sie über einen gültigen Jagdschein verfügen, oder schließen sich zu Jagdgenossenschaften zusammen, die dann das Jagdausübungsrecht an die Jäger verpachten.
Allerdings berechtigt der Jahresjagdschein dazu, alle Langwaffen zu erwerben, die im Rahmen des Bundesjagdgesetzes zulässig sind, wobei diese Waffen innerhalb von zwei Wochen ab Erwerb angemeldet werden müssen. Zudem kann der Jagdschein zum Lösen einer Waffenbesitzkarte für den Erwerb von Faustfeuerwaffen verwendet werden. Daneben stellt der Jagdschein zusammen mit der Waffenbesitzkarte die Berechtigung dar, die befugte Jagd auszuüben, den Jagdschutz wahrzunehmen und die erworbenen Waffen zu führen. Dabei verfolgt die Jägerprüfung im Wesentlichen die Absicht, sicherzustellen, dass die Jagd nur von ausreichend ausgebildeten Jägern ausgeführt wird, weshalb die Jägerprüfungen insgesamt als verhältnismäßig schwierig gelten und daher umgangssprachlich auch als grünes Abitur bezeichnet werden. 1. Eine Person hat einen gültigen Jahresjagdschein und verfügt über keine Kurzwaffen. Wie viele Kurzwaffen darf diese Person erwerben, ohne dafür ein besonderes Bedürfnis bei der zuständigen Behörde nachweisen zu müssen?
Prüfungsfragen Jägerprüfung:
a) keine Kurzwaffen
b) eine Kurzwaffe
c) zwei Kurzwaffen
d) Kurzwaffen in unbegrenzter Zahl
2. Wenn mit einer Büchse im Kaliber .22lfB geschossen wird, welcher Gefährdungsbereich ist bei einer Schussgabe im günstigsten Abgangswinkel von etwa 30 Grad zu berücksichtigen?
a) etwa 500m
b) etwa 1500m
c) etwa 2500m
d) etwa 3500m
3. Die Patrone .222 Remington hat welches Kaliber (in Millimetern)?
a) 7,0mm
b) 8,2mm
c) 5,6mm
d) 6,9mm
4. Welche der genannten Wildarten gehört nicht zu den Nesthockern (Nestjungen)?
a) Wildkaninchen
b) Fuchs
c) Dachs
d) Feldhase
5. Einige Haarwildarten haben im Oberkiefer keine Schneidezähne. Welche der hier genannten Tierarten gehören dazu?
a) Rotwild
b) Gamswild
c) Schwarzwild
d) Rehwild
6. Wann etwa brunftet Rehwild?
a) März/April
b) April/Mai
c) Juni/Juli
d) Juli/August
7. Wie lange etwa dauert es, bis das Dauergebiss beim Schwarzwild vollständig entwickelt ist?
a) 6 Monate
b) 24 Monate
c) 9 Monate
d) 12 Monate
8. Bei welchen der genannten Wildarten handelt es sich um Wildarten, die zur Familie der Marder gehören?
a) Otter
b) Dachs
c) Wiesel
d) Iltis
9. Die Küken der Stockente sind unmittelbar nach dem Schlüpfen schwimmfähig. Wie lange dauert es, bis sie auch flugfähig sind?
a) wenige Tage
b) ein Monat
c) zwei Monate
d) vier Monate
10. Welche Höhe muss ein Kulturzaun im Flachland mindestens haben, damit er als rehwilddicht eingestuft wird?
a) 1,5m
b) 1m
c) 1,2m
d) 1,8m
Prüfungsfragen Jägerprüfung Antworten:
1. c
2. b
3. c
4. d
5. a, b, d
6. d
7. b
8. a, b, c, d
9. c
10. a
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Selda Bekar
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