Einfache Lernmethode: Die Mnemotechnik

Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion

Einfache Lernmethode Die MnemotechnikDa das Studium komplett aus Lernen besteht, ist eine funktionierende Lernmethode, die sich auf jeden Fachbereich universell anwenden lässt, für Studenten ideal. Neben all den Techniken, die entwickelt wurden, gibt es eine ganz einfache Lernmethode: die Mnemotechnik. Unter der Mnemotechnik versteht man eine Lerntechnik, die auf so genannte Eselsbrücken baut. Diese Eselsbrücken kennen viele Studenten schon aus der Schulzeit, wo sich die Mnemotechnik zum Lernen von geschichtlichen Zahlen usw. sehr gut geeignet hat. Doch nicht nur für Zahlen und Daten eignet sich die Mnemotechnik, sie ist auch für Fachwissen sehr gut anwendbar.

Hinweis: Die Mnemotechnik ist eine Lerntechnik, die auf Gedächtnisstützen (Eselsbrücken) aufbaut.

Zu den Merkhilfen der Mnemotechnik gehören:

  • Reime
  • Merksätze
  • Schemata
  • Grafiken
  • Geschichten

Mithilfe der Mnemotechnik schaffen es einige Menschen, Listen mit vielen Begriffen auswendig zu lernen oder eine Zahl mit vielen Tausend Stellen im Gedächtnis zu behalten.

Es gibt in der Mnemotechnik so genannte Mentalfaktoren:

  • Fantasie:
    Was man sich bildlich vorstellt, kann man sich besser merken. Hier ist das erste Bild wichtig, das beim Hören eines Begriffs erscheint.
  • Visualisieren:
    Auch hier ist wichtig, dass man sich einen Ausdruck oder eine Zahl bildlich vorstellt. Diesmal geschieht dies jedoch ganz bewusst und nicht durch Fantasie.
  • Logik:
    Erkennen der Struktur des Inhalts. Was man sich logisch erklären kann, kann man sich im Allgemeinen leichter merken.
  • Emotion:
    Auch hier sehr wichtig: die Gefühle, die man mit einem bestimmten Begriff verbindet. Begriffe, die positive Emotionen auslösen, lassen sich leichter merken.
  • Transformation:
    Bei diesem Faktor geht es darum, dass man die Begrifflichkeiten, die zu einem Thema gehören von A – Z in Bilder umsetzt, die dann für den Lernenden schlüssig und gut merkbar sind.
  • Assoziation:
    Die Anwendung der Mnemotechnik führt auf Dauer dazu, dass man nicht nur einzelne Begriffe und Themen in Bilder umsetzen kann. Vielmehr ist man in der Lage, Verbindungen zu anderen Bereichen herzustellen und diese mit der Mnemotechnik in die Bilderstruktur aufzunehmen.

Die verschiedenen Methoden, die unter dem Begriff Mnemotechnik zusammengeführt wurden, sollen dazu beitragen, dass man seine Merkfähigkeit erhöht und seine Lernleistung somit steigert. Dies alles ohne stundenlanges Sitzen an einem Schreibtisch.

Dazu bedienen sich alle Methoden der Mnemotechnik der Verknüpfung von Fachwissen mit alltäglichen Situationen. Egal, ob man zu einem bestimmten fachlichen Inhalt einen Reim produziert oder zu Begriffen bestimmte Bilder zuordnet. Je alltäglicher, umso besser.

Zur Anwendung der Mnemotechnik kann man:

  • Eine Geschichte konstruieren
  • Ein Gedicht reimen
  • Einen Merksatz prägen
  • Bildergeschichten erfinden
  • Eine Route durch die Wohnung erstellen.

Generell ist wichtig, dass jedem wichtigen fachlichen Ausdruck ein alltägliches Bild zugeordnet wird. So kann man sich zum Beispiel die Hausse und Baisse ganz gut mit den Bildern merken, die im Börsengeschäft gang und gäbe sind: dem Stier und dem Bären. Wenn man durch die Wohnung geht, und verschiedenen Gegenständen einen Fachbegriff zuordnet, wird es einfacher, sich an die Fachbegriffe zu erinnern.

Gedächtniskünstler, die man immer wieder mit herausragenden Leistungen im Fernsehen bewundern kann, arbeiten mit solchen bildhaften Techniken; nach einer Studie von Maguire u. a. (Nature Neuroscience, 2003) nutzen Gedächtnissportler vor allem räumliche Lernstrategien. So ist es möglich, sich komplizierte, lange Zahlenreihen zu merken, indem man die Zahlen von 0 – 9 mit einprägsamen Bildern verbindet und sich statt der Zahlen eine Geschichte einprägt, die man abspult und dabei nach und nach an allen wichtigen Zahlen der langen Reihe vorbeikommt.

  • Wichtig: Die Mnemotechnik bedarf einiger Übung.

Die Mnemotechnik hilft jedoch nicht nur dabei, sich komplizierte Vorgänge schneller und länger merken zu können. Die Tatsache, dass man sich auf bestimmte Stichworte für diese Lerntechnik beschränken muss und diese in einer geordneten Form aufschlüsseln soll, hilft dabei, das gesamte Thema zu strukturieren. Wer sich ausschließlich auf die wichtigen Schlüsselworte beschränken muss, um zum Lernerfolg zu gelangen, wird so sicherlich auch unnützes Wissen los. Somit kann die Mnemotechnik, die in erster Linie als Merk- und Lernhilfe gedacht ist, auch dazu führen, das überflüssige, zweitrangige Wissen in den Hintergrund zu drängen und den Geist freizumachen für die wichtigen thematischen Inhalte.

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Selda Bekar

Herausgeberin und inhaltlich verantwortlich für pruefungsratgeber.de. Kontakt über das Kontaktformular, Angaben im Impressum.