Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion
Hinter der Abkürzung CMAS steht die Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques. Hierbei handelt es sich um einen internationalen Tauchverband, der als Dachorganisation von taucherausbildenden Vereinen und vom Tauchen abgeleiteten Sportarten fungiert. Die CMAS Prüfungen gliedern sich in mehrere Einzelprüfungen, die sich wiederum in Prüfungen für Taucher sowie in Prüfungen für Tauchlehrer gliedern und je nach Stufe mit unterschiedlich vielen Sternen gekennzeichnet sind.
Zunächst unabhängig von der Stufe, über die die Prüfung abgelegt wird, dient der Tauchschein, der auch als Brevet bezeichnet wird, dazu, nachzuweisen, dass der Taucher über das notwendige Wissen und die notwendige Erfahrung verfügt, um den geplanten Tauchgang durchführen zu können. Insbesondere vor Tauchgängen ist die Vorlage des Tauchscheins sowie des unter Tauchern üblichen Logbuchs, das die Anzahl der Tauchgänge dokumentiert, Voraussetzung dafür, dass die Teilnahme an bestimmten Tauchgängen möglich und das benötigte Material von Mitarbeitern der Tauchbasen zur Verfügung gestellt wird. Dabei sind Tauchscheine grundsätzlich keine offiziellen Dokumente, sondern Nachweise mit Empfehlungscharakter, die allerdings innerhalb verschiedener Tauchverbände nach festgelegten Regeln anerkannt werden.
- Die Tauchscheine der CMAS zeigen den Ausbildungsstand des Tauchers oder des Tauchlehrers an. Ein Taucher beispielsweise, der die CMAS-1-Stern-Prüfung abgelegt hat, hat unter anderem ABC-Übungen sowie mehrere Tauchgänge im Freiwasser mit unterschiedlichen Übungen erfolgreich absolviert. Ein Taucher, der über die CMAS-3-Stern-Prüfung verfügt, hat diverse Übungen wie beispielsweise Nachttauchen oder Gruppenführung erfolgreich gemeistert. Beim VDST muss er dafür vor dem ersten Prüfungstauchgang mindestens 65 Tauchgänge nachweisen, davon mindestens zehn in 30 bis 40 Metern Tiefe.
- Deutlich komplexer sind die CMAS-Prüfungen für Tauchlehrer, die sich in mehrere Stufen gliedern. Je nach Ausbildungsstufe sind die Tauchlehrer beispielsweise dazu berechtigt, Tauchanfänger im Freigewässer auszubilden oder fungieren als Ausbilder der Ausbilder. Neben den fachlichen Kompetenzen sowie der Taucherfahrung gehört zu den Voraussetzungen, dass der Prüfling Mitglied des Verbandes ist.
- Die Prüfungen der CMAS gliedern sich grundsätzlich in einen theoretischen und in einen praktischen Teil. Der theoretische Teil beinhaltet, je nach Prüfungsstufe, Fragen aus den Bereichen Tauchphysik, Tauchmedizin, Tauchausrüstung, Theorie zur Tauchpraxis sowie Umweltschutz und Biologie der Tauchgewässer. Beim VDST beantwortet der Prüfling dazu zum Beispiel einen Fragebogen schriftlich oder mündlich.
- Der praktische Prüfungsteil sieht diverse Übungen vor, wobei sich der Umfang und der Schwierigkeitsgrad aus der geprüften Stufe ergeben.
CMAS Prüfungsfragen
1. In welcher Wassertiefe herrscht ein Druck von 2,5 bar?
a) 5m
b) 10m
c) 15m
d) 20m
2. Wie verhalten sich Farben in einer Tiefe von 10m?
a) Die Farben sind nicht mehr erkennbar.
b) Die Farben sind genauso erkennbar wie über Wasser.
c) Die Farbe Blau ist kaum noch erkennbar.
d) Die Farbe Rot ist kaum noch erkennbar.
3. Was kann mithilfe des Archimedischen Prinzips berechnet werden?
a) die Luftmenge, die der Taucher für den geplanten Tauchgang benötigt
b) der Auf- und Abtrieb eines Tauchers
c) die Menge eines Gases, die während des Tauchens eingeatmet wird und nach dem Tauchgang im Blut gelöst ist
d) die Ausdehnung des Volumens bei Änderung des Drucks
4. Wobei handelt es sich um charakteristische Kennzeichen eines Tiefenrausches?
a) eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit, keine logische Reaktionen, verzerrtes Urteilsvermögen
b) metallischer Geschmack im Mund und blutunterlaufene Augen
c) heftige Kopfschmerzen in der Stirngegend bei Tauchgängen in Tiefen von unter 40m
d) euphorische Stimmung, tritt allerdings meist nur bei unerfahrenen Tauchern auf
5. Wann wird von einem Dekompressionsunfall gesprochen?
a) Bei Krankheitssymptomen nach einem Tauchgang im Allgemeinen, die häufig darauf zurückzuführen sind, dass die Austauchstufen nicht eingehalten wurden.
b) Bei einem Zerreißen des Trommelfells aufgrund von zu schnellem Auftauchen.
c) Bei einer starken Überdehnung oder einem Riss der Lunge, häufig weil beim Auftauchen die Luft angehalten wurde.
d) Bei Nasenbluten und blutunterlaufenen Augen nach einem Tauchgang.
6. Welche Funktion übernimmt der Bleigurt als Bestandteil der Tauchausrüstung?
a) Stabilisierung der Lage des Tauchers
b) Ausgleich des Auftriebs des Tauchanzugs
c) Gegengewicht zu einer Druckluftflasche aus Stahl
d) Ausgleich des Gewichts des Tauchers in wechselnden Tiefen
7. Worüber darf eine Tauchmaske nicht verfügen?
a) mehr als eine Sichtscheibe
b) eine bruchfeste Sichtscheibe
c) einen eingebauten Schnorchel
d) ein Maskenband, das in der Länge verstellt werden kann
8. Wodurch muss ein Taucher seine Tauchausrüstung verändern, wenn er während seines Urlaubs nicht wie sonst in Süßwasser, sondern nun in Salzwasser tauchen möchte?
a) durch mehr Blei
b) durch weniger Blei
c) durch das Tragen eines Tauchanzuges, der dicker und somit auch für Salzwasser geeignet ist
d) es sind keine Änderungen notwendig
9. Wie sieht die Taucherflagge aus, die signalisiert, dass Taucharbeiten unter Wasser stattfinden?
a) quergeteilt, obere Hälfte weiß und untere Hälfte blau
b) weiß und blau, senkrecht geteilt
c) weiße und blaue Quadrate im Wechsel
d) weiß mit einem blauen Diagonalstreifen
10. Was gilt für die Taucherweste beim Schnorcheln mit einem Drucklufttauchgerät?
a) sie wird nicht getragen
b) die Luft wird vollständig abgelassen
c) sie wird nur so weit wie nötig mit Luft gefüllt
d) sie wird prall aufgeblasen
Prüfungsfragen CMAS Antworten
1. c
2. d
3. b
4. a
5. a
6. b
7. c
8. a
9. b
10. c
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Herausgeberin
Selda Bekar
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