Abschlussprüfung Arzthelferin mit 10 Fragen aus der Prüfung

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Abschlussprüfung ArzthelferinSeit 2006 wird anstelle der Berufsbezeichnung Arzthelferin die Bezeichnung Medizinische Fachangestellte verwendet. Medizinische Fachangestellte ist in erster Linie in Arztpraxen beschäftigt, können jedoch auch in Krankenhäusern sowie bei anderen medizinischen Diensten tätig sein. Ihre Aufgaben gliedert sich im Wesentlichen in zwei große Bereiche, nämlich zum einen in organisatorische und verwaltende Tätigkeiten und zum anderen in die Assistenz und die Durchführung von therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen.

Im Hinblick auf ersteren Aufgabenbereich vergibt eine Arzthelferin Termine, koordiniert den Praxisablauf und übernimmt Verwaltungsaufgaben, beispielsweise in Form von Abrechnungen und Dokumentationen sowie dem Verfassen von Briefen. Zu ihren medizinischen Tätigkeiten gehören Vor- und Nachbereitungen, Blutentnahmen und Injektionen oder auch die Durchführung von apparativer Diagnostik.

Die Abschlussprüfung umfasst einen praktischen und einen schriftlichen Teil

Die Ausbildung zur Arzthelferin erstreckt sich normalerweise über einen Zeitraum von drei Jahren, kann jedoch bei entsprechend guten Leistungen auch verkürzt werden. Während der Ausbildung findet eine Zwischenprüfung statt, ihr Ende findet die Ausbildung in der Abschlussprüfung.

  • Den ersten Teil der Abschlussprüfung bildet der praktische Prüfungsteil. Dieser erfolgt anhand einer Prüfungsaufgabe, für die maximal 75 Minuten vorgesehen sind. Inhalte der praktischen Prüfungsaufgabe sind die Assistenz bei einer Behandlung oder Untersuchung sowie die Betreuung des Patienten unter Beachtung der Hygienevorschriften und der richtigen Handhabung von Geräten und Instrumenten, die Dokumentation der ärztlichen Leistungen sowie die Abrechnung dieser Leistungen. Daneben soll entweder eine Laboruntersuchung durchgeführt oder ein aufklärendes Gespräch über die Möglichkeiten und Ziele von präventiven Maßnahmen geführt werden.
  • Im Anschluss an die praktische Prüfungsaufgabe erfolgt ein etwa 15minütiges Fachgespräch, das der angehenden Arzthelferin die Möglichkeit gibt, ihre Vorgehensweise weiter zu erklären und zu erläutern.

Die Varianten der schriftlichen Prüfungsfragen

Kernfächer der schriftlichen Prüfung sind die Behandlungsassistenz, die Betriebsorganisation und -verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Dabei gibt es grundsätzlich drei Varianten von Prüfungsfragen, nämlich Multiple-Choice-Fragen, offene Fragen und halboffene Fragen.

 

 

1.) Multiple-Choice-Fragen sind Fragen, bei denen bereits mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Zum Lösen der Fragen wird die entsprechend richtige Antwort markiert, sofern mehrere Antwortmöglichkeiten richtig sind, wird dies meist angegeben. Entscheidend bei diesen Fragen ist, sehr genau auf den Wortlaut zu achten. Bei Unsicherheit kann es hilfreich sein, die Fragen zunächst in Gedanken und ungeachtet der vorgegebenen Antworten zu beantworten oder nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen.

2.) Bei offenen Fragen muss die Antwort in eigenen Worten formuliert werden. Sehr häufig geht es bei diesen Fragen um Definitionen, kurze Erläuterungen oder Beispiele. Ratsam ist, die Antworten möglichst präzise und auf den Punkt gebracht zu beantworten, nach Möglichkeit unter Verwendung von Fachausdrücken. Es reicht allerdings aus, nur die Anzahl an Beispielen zu nennen, die laut Aufgabenstellung gefordert sind, denn zusätzliche Antworten werden ohnehin nicht gewertet.

3.) Halboffene Fragen sind Fragen, bei denen es meist um Zuordnungen geht. Häufig finden sich hier auch Grafiken, die es zu beschriften gilt, alternativ müssen bereits beschriftete Grafiken auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden.

10 Fragen aus der Abschlussprüfung Arzthelferin die man auf Anhieb richtig beantworten sollte

Herr Müller leidet an Bluthochdruck und einer Angina pectoris. Als er mit starken Schmerzen in der linken Brust und im rechten Arm in die Praxis kommt, erhalten Sie die Anweisung, den Blutdruck zu messen, ein EKG abzuleiten und venös Blut für die notwendigen Laboruntersuchungen abzunehmen.

 

1. Welche der folgenden Aussagen im Hinblick auf Herr Müller ist richtig?

 

a) Der diastolische Wert ist der obere Blutdruckwert.

b) Die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck wird als Blutdruckamplitude bezeichnet.

c) Höchstwahrscheinlich hat Herr Müller einen Schlaganfall erlitten.

d) Tritt ein erhöhter Blutdruckwert auf, spricht man von einer Hypotonie.

 

2. Welche der folgenden Aussagen zur Blutabnahme bei Herr Müller ist richtig?

 

a) Unmittelbar nach der Blutentnahme muss dem Blut ein Antikoagulanz beigemischt werden, um Serum gewinnen zu können.

b) Ein Myocardinfarkt führt nie zu einem erhöhten CK-Wert.

c) Eine venöse Blutentnahme wird immer mit einer 14er-Kanüle durchgeführt.

d) Der Troponin-Test kann positiv ausfallen, wenn ein Myocardinfarkt stattgefunden hat.

 

3. Um einen Herzinfarkt auszuschließen, wird Herr Müller in ein Krankenhaus eingewiesen. Welche Unterlagen müssen Sie erstellen?

 

a) Arzneiverordnungsblatt

b) Heilmittelverordnung

c) Verordnung von Krankenhausbehandlung

d) Abrechnungsschein für den Notfall

 

4. Wodurch kann es beim Blutdruckmessen zu falschen Werten kommen? Bitte nennen Sie zwei Fehlerquellen.

 

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5. Worum handelt es sich bei einer Koronarsklerose?

 

a) Verkalkung der Herzkranzgefäße

b) Herzmuskelschwäche

c) Bluthochdruck mit unbekannter Ursache

d) eingeschränkte Pumpleistung des Herzens

 

6. Wie wird eine aktive Impfung bezeichnet, bei der der Impfstoff per Spritze unter die Haut verabreicht wird?

 

a) intradermal

b) subkutan

c) intramuskulär

d) oral

 

7. Wobei handelt es sich um kein typisches Symptom bei einem Hörsturz?

 

a) plötzlicher. oft einseitiger Hörverlust

b) Druckgefühl im Ohr

c) Ohrenschmerzen

d) Ohrgeräusche (Tinnitus)

 

8. Wobei handelt es nach §7 um Krankheitserreger, die namentlich zu melden sind?

 

a) Poliovirus

b) Giardia intestinalis

c) Leptospira interrogans

d) Plasmodium

 

9. Wobei handelt es sich um eine aseptische Maßnahme?

 

a) Desinfektion von Oberflächen

b) Sterilisation von Gegenständen

c) Abwaschen von Instrumenten

d) Reinigung von Wunden

 

10. Wobei handelt es sich um ein sicheres Frakturzeichen?

 

a) Bluterguss

b) Schwellung

c) abnorme Beweglichkeit

d) Schmerz

Antworten:

 

1. b

2. d

3. c

4. Manschette falsch angelegt, Manschettenbreite falsch, Druckminderung zu schnell, Messung zu kurz nach körperlicher Anstrengung

5. a

6. b

7. c

8. d

9. b

10. c