Prüfungsfragen BWL mit 10 Prüfungsaufgaben

pruefungsfragen

Das Kürzel BWL steht für Betriebswirtschaftslehre und bezeichnet ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Die Grundlage für BWL ergibt sich aus der Tatsache, dass Güter aufgrund ihrer grundsätzlichen Knappheit einen ökonomischen Umgang erfordern. Im Unterschied zu der Volkwirtschaftslehre als abstraktere Schwesterdisziplin erfolgt die Betrachtungsweise der Betriebswirtschaftslehre dabei aus der Sicht einzelner Betriebe. Daraus ergeben sich zeitgleich auch die wesentlichen Ziele der Betriebswirtschaftslehre, die nämlich darin bestehen, Unternehmungen zwar einerseits zu beschreiben und zu erklären, aber andererseits im Rahmen der Entscheidungsprozesse auch konkret zu unterstützen.

Das Fach BWL ist wesentlicher Bestandteil der Ausbildung einer Reihe von Lehrberufen, in erster Linie dabei bei kaufmännischen Berufen, ebenso aber auch im Handwerk. Neben BWL als Schulfach in der Berufsschule besteht die Möglichkeit, eine berufliche Weiterbildung an Fachschulen oder Fachakademien in diesem Bereich zu absolvieren, das Fach an Universitäten, Fachhochschulen oder Berufsakademien zu studieren oder eine private Business School zu besuchen. Hinzu kommt die Option, den sogenannten EBC*L, den European Business Competence* Licence oder auch Europäischer Wirtschaftsführerschein, zu erwerben, der sich insbesondere an Personen richtet, die im Wirtschaftsleben stehen, jedoch nicht über eine nachweisbare betriebswirtschaftliche Ausbildung verfügen.

  • Der Umfang und der Schwierigkeitsgrad von BWL-Prüfungen ergibt sich in erster Linie aus dem Zusammenhang, in dem sie abgenommen werden. Allgemein gilt jedoch, dass das Fach BWL sowohl schriftlich als mündlich geprüft werden kann. Die wichtigsten Themenbereiche dabei sind Bilanzen, Kennzahlen, die Kostenrechnung sowie das Gesellschaftsrecht.
  • Prüfungsfragen BWLSchriftliche Prüfungsfragen im Fach BWL werden in aller Regel als Multiple-Choice-Fragen gestellt. Das bedeutet, neben der eigentlichen Prüfungsfrage werden mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben und die Frage wird beantwortet, indem die richtige Antwortmöglichkeit markiert wird. Allerdings müssen diese Fragen nicht zwangsläufig als reine Wissensabfragen gestaltet sein. Ebenso möglich ist, dass eine konkrete Situation aus dem betrieblichen Alltag geschildert wird, aus der sich die Frage ableitet und die Aufgabe dann meist darin besteht, die richtige Vorgehensweise in dem geschilderten Fall auszuwählen. Wichtig bei Auswahlfragen grundsätzlich ist, sehr genau zu lesen, um kleine, jedoch entscheidende Details nicht zu übersehen. Zudem sollten Auswahlfragen nicht mehr korrigiert werden. Dies liegt daran, dass viele Prüflinge gerade bei Auswahlfragen dazu neigen, eigentlich richtige Antworten bei längerem Nachdenken ins Falsche zu verbessern.
  • Eine andere, eher seltenere Variante sind offene Fragen, die durch kurze Antworten in eigenen Worten gelöst werden. Meist geht es bei diesen Fragen darum, Begriffe zu definieren, Fachbegriffe zu nennen oder diese mit Beispielen zu erläutern. Hierbei gilt der Tipp, sich auf die geforderte Anzahl zu beschränken, da eine höhere Anzahl an Beispielen aufgrund der für die Frage vorgesehenen Punktzahl ohnehin nicht gewertet wird und nur unnötig Zeit kostet. Ähnliches gilt für die Ausformulierungen der Antworten, was bedeutet, dass die Ausführungen nicht ausschweifend sein müssen, sondern eher auf eine präzise, auf den Punkt gebrachte Wortwahl zurückgegriffen werden sollte.
  • Mündliche Prüfungen werden prinzipiell in zwei Varianten abgenommen, nämlich entweder als Präsentation oder als Prüfungsgespräch. Bei einer Präsentation erhält der Prüfling ein gewisses Zeitfenster, um einen Vortrag zu dem vorgegebenen Thema vorzubereiten und während des Vortrags übernehmen die Prüfer die Rolle von Zuschauern. Hierbei ist wichtig, eine schlüssige Argumentation aufzubauen und auf eine deutliche, nachvollziehbare Ausdrucksweise zu achten. Zudem ist es ratsam, mit den wichtigsten Aspekten zu beginnen, um sicherzustellen, dass die zentralen Fragen zu einem Thema innerhalb des Zeitrahmens erläutert werden können. Die andere Variante sind Prüfungsgespräche, in denen der Prüfling auf konkrete Fragen der Prüfer antwortet, also einen Dialog führt. Auch hierbei ist wichtig, schlüssig und deutlich zu antworten, allerdings ist es durchaus erlaubt und ratsam, nachzufragen, wenn eine gestellte Frage nicht richtig verstanden wurde.

 

Prüfungsfragen BWL:

 

1. Welche Aussage hinsichtlich der Vorteile einer Divisionalen Organisation ist nicht richtig?

 

a) Eine Divisionale Organisation ermöglicht eine bessere Kunden-, Gebiets- bzw. Produktorientierung.

b) Eine Divisionale Organisation ermöglicht eine spezifische Ausrichtung auf die Divisionsstrategien.

c) Eine Divisionale Organisation vereinfacht den Zukauf/ Verkauf von Einheiten und Desinvestitionen.

d) Eine Divisionale Organisation reduziert den Bedarf an Koordinierung und administrativem Aufwand.

 

2. Was stellt die dritte Stufe der Bedürfnispyramide dar?

 

a) Selbstverwirklichung

b) soziale Beziehungen / Kontakte

c) Sicherheit

d) Soziale Annerkennung

 

3. Mithilfe welcher Gleichung kann die Lagerumschlagshäufigkeit berechnet werden?

 

a) Jahresabsatz / Wareneinsatz

b) Wareneinsatz / Lagerabgänge

c) Lagerabgänge / durchschnittlicher Lagerbestand

d) Anfangsbestand + Istbestand / durchschnittlicher Lagerbestand

 

4. Wie wird ein Führungsstil bezeichnet, bei dem der Vorgesetzte seine Mitarbeiter in das betriebliche Geschehen mit einbezieht, Diskussionen erlaubt und sachliche Unterstützung erwartet?

 

a) autoritärer / hierarchischer Führungsstil

b) demokratischer / kooperativer Führungsstil

c) Laissez-faire-Führungsstil

d) richtungsbezogener Führungsstil

 

5. Bitte nennen Sie drei Beispiele für Kapitalgesellschaften.

 

Antwort: _______________________________________________

 

6. Bitte nennen Sie die beiden Grundformen von Weisungssystemen.

 

Antwort: _______________________________________________

 

7. Wobei handelt es sich nicht um eine Liquiditätskennzahl?

 

a) Acid Test Ratio

b) Einzugsliquidität

c) Cash Flow Return on Investment

d) Cash Ratio

 

8. Was ist nicht Bestandteil des Umlaufvermögens?

 

a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

b) Gewinnrücklagen

c) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

d) Liquide Mittel

 

9. Wodurch kennzeichnet sich die Istkostenrechnung?

 

a) Die Erfassung des betriebsbedingten Güter- und Dienstleistungsverkehrs erfolgt nachträglich.

b) Es handelt sich um ein zukunftsbezogenes Verfahren, bei dem die relevanten Plandaten durch Schätzungen oder Berechnungen ermittelt werden.

c) Die Berechnung erfolgt anhand durchschnittlicher Istkosten vergangener Perioden.

 

10. Wer gilt als Begründer der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre?

 

a) Eugen Schmalenbach

b) Hans Ulrich

c) Erich Gutenberg

d) Edmund Heinen

 

Prüfungsfragen BWL Antworten:

 

1. d

2. b

3. c

4. b

5. AG, GmbH, KGaA, eG, SE

6. Einliniensystem, Mehrliniensystem

7. c

8. b

9. a

10. d