Prüfungsfragen Jägerprüfung mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen JägerprüfungBei der Jägerprüfung handelt es sich um eine Sachkundeprüfung, die Voraussetzung dafür ist, dass ein Jagdschein erteilt wird. Dabei stellt der Jagdschein eine Urkunde dar, die prinzipiell dazu berechtigt, innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen an der Jagd teilzunehmen. Allerdings ist der Jagdschein nicht mit der Berechtigung gleichzusetzen, die Jagd auch tatsächlich auszuüben, denn das Jagdausübungsrecht ist in Deutschland den Grundeigentümern vorbehalten. Diese üben die Jagd auf ihrem eigenen Grundeigentum aus, sofern dieses Land groß genug ist und sie über einen gültigen Jagdschein verfügen, oder schließen sich zu Jagdgenossenschaften zusammen, die dann das Jagdausübungsrecht an die Jäger verpachten.

Allerdings berechtigt der Jagdschein dazu, alle Langwaffen zu erwerben, die im Rahmen des Bundesjagdgesetzes zulässig sind, wobei diese Waffen innerhalb von zwei Wochen ab Erwerb angemeldet werden müssen. Zudem kann der Jagdschein zum Lösen einer Waffenbesitzkarte für den Erwerb von Faustfeuerwaffen verwendet werden. Daneben stellt der Jagschein zusammen mit der Waffenbesitzkarte die Berechtigung dar, die befugte Jagd auszuüben, den Jagdschutz wahrzunehmen und die erworbenen Waffen zu führen. Dabei verfolgt die Jägerprüfung im Wesentlichen die Absicht, sicherzustellen, dass die Jagd nur von ausreichend ausgebildeten Jägern ausgeführt wird, weshalb die Jägerprüfungen insgesamt als verhältnismäßig schwierig gelten und daher umgangsprachlich auch als grünes Abitur bezeichnet werden.

  • Die Jägerprüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil sowie in Schießübungen. Der abgefragte Lehrstoff umfasst Fragen zu Tierarten, der Wildbiologie und der Wildhege, zum Jagdbetrieb und der Verhütung von Wildschäden sowie zum Land- und Waldbau. Daneben muss der Prüfling seine Kenntnisse im Zusammenhang mit der Behandlung von erlegtem Wild, den dafür aus hygienischer Sicht erforderlichen Maßnahmen sowie in der Beurteilung der Beschaffenheit von Wildbret aus gesundheitlicher Sicht unter Beweis stellen. Hinzu kommt die Abfrage des Kenntnisstandes im Hinblick auf den Jagdschutz, den Tierschutz, den Naturschutz und das Landschaftspflegerecht sowie im Bezug auf das Waffenrecht, die Waffentechnik, das Führen von Jagdwaffen und das Führen von Jagdhunden. Je nach Bundesland setzt die Zulassung zur Prüfung eine theoretische oder praktische Ausbildung voraus.
  • Der schriftliche Prüfungsteil besteht aus Multiple-Choice-Aufgaben und teils auch aus offenen Fragen. Bei Multiple-Choice-Aufgaben sind mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben, die es entsprechend anzukreuzen gilt, bei offenen Fragen müssen die Antworten in eigenen Worten formuliert werden. Wichtig bei Auswahlfragen ist, Fragen und Antworten sorgfältig und genau zu lesen, da es hier im Regelfall auf kleine Details ankommt. Für die Beantwortung von Fragen, bei denen Unsicherheit besteht, ist es ratsam, nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen oder dem ersten Gedanken zu folgen. Insgesamt sollten gegebene Fragen allerdings nicht mehr korrigiert werden. Bei offenen Fragen ist es empfehlenswert, sich auf die geforderte Anzahl von Beispielen oder Argumenten zu beschränken und mit den wichtigsten Punkten zu beginnen. Zudem sollten nach Möglichkeit immer Fachbegriffe verwendet werden.
  • Der praktische Prüfungsteil sieht meist einen Gang durch das Revier vor, bei dem einerseits Fragen beantwortet und andererseits typische Situationen während einer Jagd eingeschätzt und beurteilt werden müssen. Hierbei geht es darum, zu ermitteln, ob der angehende Jäger das theoretische Grundwissen nicht nur abrufen, sondern auch in der Praxis umsetzen und anwenden kann.

 

Prüfungsfragen Jägerprüfung:

 

1. Eine Person hat einen gültigen Jahresjagdschein und verfügt über keine Kurzwaffen. Wie viele Kurzwaffen darf diese Person erwerben, ohne dafür ein besonderes Bedürfnis bei der zuständigen Behörde nachweisen zu müssen?

 

a) keine Kurzwaffen

b) eine Kurzwaffe

c) zwei Kurzwaffen

d) Kurzwaffen in unbegrenzter Zahl

 

2. Wenn mit einer Büchse im Kaliber .22lfB geschossen wird, welcher Gefährdungsbereich ist bei einer Schussgabe im günstigsten Abgangswinkel von etwa 30 Grad zu berücksichtigen?

 

a) etwa 500m

b) etwa 1500m

c) etwa 2500m

d) etwa 3500m

 

3. Die Patrone .222 Remington hat welches Kaliber (in Millimetern)?

 

a) 7,0mm

b) 8,2mm

c) 5,6mm

d) 6,9mm

 

4. Welche der genannten Wildarten gehört nicht zu den Nesthockern (Nestjungen)?

 

a) Wildkaninchen

b) Fuchs

c) Dachs

d) Feldhase

 

5. Einige Haarwildarten haben im Oberkiefer keine Schneidezähne. Welche der hier genannten Tierarten gehören dazu?

 

a) Rotwild

b) Gamswild

c) Schwarzwild

d) Rehwild

 

6. Wann etwa brunftet Rehwild?

 

a) März/April

b) April/Mai

c) Juni/Juli

d) Juli/August

 

7. Wie lange etwa dauert es, bis das Dauergebiss beim Schwarzwild vollständig entwickelt ist?

 

a) 6 Monate

b) 24 Monate

c) 9 Monate

d) 12 Monate

 

8. Bei welchen der genannten Wildarten handelt es sich um Wildarten, die zur Familie der Marder gehören?

 

a) Otter

b) Dachs

c) Wiesel

d) Iltis

 

9. Die Küken der Stockente sind unmittelbar nach dem Schlüpfen schwimmfähig. Wie lange dauert es, bis sie auch flugfähig sind?

 

a) wenige Tage

b) ein Monat

c) zwei Monate

d) vier Monate

 

10. Welche Höhe muss ein Kulturzaun im Flachland mindestens haben, damit er als rehwilddicht eingestuft wird?

 

a) 1,5m

b) 1m

c) 1,2m

d) 1,8m

 

Prüfungsfragen Jägerprüfung Antworten:

 

1. c

2. b

3. c

4. d

5. a, b, d

6. d

7. b

8. a, b, c, d

9. c

10. a