Prüfungsfragen Versicherungsfachmann mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen VersicherungsfachmannDie Aufgabe eines Versicherungsfachmannes besteht darin, Kunden über Personen- und Sachversicherungsprodukte zu beraten. Dazu ermittelt er die jeweilige Bedarfssituation des privaten Haushaltes und erstellt darauf abgestimmte Angebote. Daneben organisiert er die Abwicklung der Absicherung gegen Risiken und finanzielle Folgen. Zusammenfassend erklärt kümmern sich Versicherungsfachleute somit um alle organisatorischen Dinge im Zusammenhang mit Versicherungen, angefangen bei der Angebotserstellung und dem Verkauf von Versicherungsprodukten bis hin zur Aufnahme und Abwicklung von Versicherungsfällen.

Die Prüfung zum Versicherungsfachmann beruht auf der gegenseitigen Verpflichtung der deutschen Versicherungsgesellschaften, die Mitglieder im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. sind, die Ausbildung zum Versicherungsfachmann als Mindestqualifikation insbesondere für die Mitarbeiter einzuführen, die hauptberuflich im Außendienst tätig sind.

  • Die Prüfung zum Versicherungsfachmann wird von den Industrie- und Handelskammern abgenommen und beruht auf der Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung darf der Prüfling den Titel Geprüfter Versicherungsfachmann IHK tragen und verfügt damit über die notwendige Qualifikation, um als Versicherungsvermittler tätig zu sein und erfüllt die Voraussetzungen für die Erteilung einer Gewerbeerlaubnis.
  • Bei der Prüfung handelt es sich um eine Sachkundeprüfung nach § 34d Abs. 2 Nr. 4 der Gewerbeordnung, die sich in einen schriftlichen und einen praktischen Prüfungsteil gliedert. Die Themenschwerpunkte der Prüfungsfragen entstammen aus den Bereichen Kundenberatung, Rechtliche Grundlagen, Vorsorge sowie Sach- und Vermögensversicherungen. Im Bereich der Kundenberatung geht es um die Kenntnisse hinsichtlich der Serviceerwartungen von Kunden, den Vorbereitungen von Besuchen und Kundenkontakten, Gespräche mit Kunden sowie die Betreuung von Kunden. Im Zusammenhang mit den rechtlichen Grundlagen wird das Wissen zum Vertragsrecht im Allgemeinen und den Rechtsvorschriften für Versicherungsverträge im Besonderen, zum Vermittler- und Beraterrecht, dem Verbraucherschutz, den Zuständigkeiten hinsichtlich der Versicherungsaufsicht sowie zur Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit im europäischen Binnenmarkt abgefragt. Der Bereich Vorsorge beschäftigt sich mit der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der privaten Vorsorge durch Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, den Grundzügen der betrieblichen Altersvorsorge sowie der Kranken- und die Pflegeversicherung. Hinzu kommt die Abfrage der Kenntnisse im Zusammenhang mit Haftpflicht-, Kraftfahrt-, Hausrat-, Gebäude- und Rechtschutzversicherungen. Die Prüfungsfragen sind dabei im Regelfall als Multiple-Choice-Aufgaben gestaltet, das bedeutet, der Prüfling wählt die richtige Lösung aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten aus. Allerdings handelt es sich bei den Prüfungsfragen um praxisbezogene Aufgaben, bei denen es darum geht, das vorhandene Wissen abzurufen und entsprechend der Aufgabenstellung auf die Praxis bezogen anzuwenden. Insgesamt gilt für den schriftlichen Prüfungsteil der Tipp, die Fragen und die Antwortmöglichkeiten genau und aufmerksam zu lesen, da gerade kleine Details von Bedeutung für die Richtigkeit sein können. Zudem sollten immer alle Fragen beantwortet werden, gegebenenfalls auch, indem eine unbekannte Lösung geraten wird.
  • Der praktische Prüfungsteil erfolgt in Form der Simulation eines Kundenberatungsgespräches. Dabei geht es in erster Linie darum, unter Beweis zu stellen, dass der Prüfling ein Beratungsgespräch führen kann und in der Lage ist, Lösungen auszuarbeiten und anzubieten, die der Bedarfssituation des Kunden gerecht werden. Allerdings kann der Prüfling festlegen, ob die nachgestellte Situation ein Beratungsgespräch im Zusammenhang mit der Vorsorge oder mit Sach- und Vermögensversicherungen wiederspiegeln soll.

 

Prüfungsfragen Versicherungsfachmann:

 

1. Eine Hausratsversicherung schützt nicht vor…

 

a) Feuer

b) Leitungswasser

c) Sturm

d) vorsätzlich herbeigeführte Schäden

 

2. Wobei handelt es sich um keine Personenversicherung?

 

a) Lebensversicherung

b) Rechtschutzversicherung

c) Krankenversicherung

d) Unfallversicherung

 

3. Wo befindet sich der Sitz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht?

 

a) Bonn

b) Berlin

c) Frankfurt am Main

d) München

 

4. Wobei handelt es sich um ein biometrisches Risiko, das durch eine entsprechende Versicherung abgesichert werden kann?

 

a) Gerichtskosten

b) Wohnungsbrand

c) Pflegebedürftigkeit

d) Krankheitskosten

 

5. In welcher Höhe liegt der derzeitige Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung?

 

a) 17,3 %

b) 19,9 %

c) 18,6 %

d) 20,7 %

 

6. Wobei handelt es sich nicht um ein Risiko, das vom Versicherungsschutz der privaten Haftpflichtversicherung ausgeschlossen ist?

 

a) Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt wurden

b) Ansprüche von Familienmitgliedern, die ein einem gemeinsamen Haushalt leben

c) Schaden an fremden Sachen, die sich aufgrund von beispielsweise Miete, Pacht oder Leasing im Besitz des Versicherungsnehmers befinden

d) Umwelt-, Strahlen- oder Asbestschäden

 

7. Was ist kein weiches Tarifmerkmal?

 

a) Das Alter des Versicherungsnehmers

b) Die sozialpolitische Ansicht des Versicherungsnehmers

c) Beruf des Versicherungsnehmers

 

8. Ein Kunde wünscht ein möglichst günstiges Versicherungsprodukt, um ein Darlehen mit kontinuierlicher Tilgung abzusichern. Welches der nachfolgenden Versicherungsprodukte bietet sich hierfür besonders an?

 

a) Berufsunfähigkeitsversicherung

b) Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme

c) kapitalbildende Lebensversicherung

d) Unfallversicherung mit integrierter Invaliditätsrente

 

9. Was gehört nicht zu den mittelbaren Durchführungswegen im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge?

 

a) Direktversicherung

b) Direktzusage

c) Pensionsfonds

d) Unterstützungskasse

 

10. Welche Voraussetzung muss ein Versicherer in Deutschland in jedem Fall erfüllen?

 

a) Es muss sich um ein Unternehmen handeln, beispielsweise eine Versicherungsgesellschaft oder eine Versicherungsanstalt.

b) Es müssen mindestens 100 Personen beschäftigt sein.

c) Der Versicherer muss auch andere Finanzdienstleistungen, beispielsweise Immobilienfinanzierungen, anbieten.

d) Der Versicherer muss unterschiedliche Versicherungsarten anbieten.

 

Prüfungsfragen Versicherungsfachmann Antworten:

 

1. d

2. b

3. a, c

4. c

5. b

6. a

7. b

8. b

9. b

10. a