Prüfungsvorbereitung: Effektiv in der Gruppe lernen

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Mit diesen Methoden effektiv in der Gruppe lernenLernen in der Gruppe ist bei den meisten Studenten sehr beliebt. Immer wieder bilden sich im Laufe des Studiums Lernzirkel, die dann oftmals auch bis zum Ende des Studiums Bestand haben. Natürlich sollte man sich bewusst machen, dass das Lernen in der Gruppe allein nicht ausreicht. Man wird trotzdem immer noch allein lernen müssen. Doch das Lernen in der Gruppe hat einige wesentliche Vorteile. Zudem ist es wichtig, dass man sich zum Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden einige Gedanken macht und diese mit den Gruppenmitgliedern festlegt.

  • Tipp: Lernen in der Gruppe und allein ergänzen einander sehr gut und führen zu guten Lernergebnissen.

Die Vorteile einer Lerngruppe sind:

 

1. Neues Wissen:

Jeder der Lerngruppenteilnehmer bringt sein eigenes Wissen mit ein. Dies kann dazu führen, dass man durchaus Neues erfährt. Zudem werden die meisten Lernzirkel so aufgeteilt, dass jeder Teilnehmer ein spezielles Thema bearbeitet. Alle profitieren also vom Wissen der anderen und geben ihr Wissen an alle weiter.

 

2. Vorhandenes Wissen wird gestärkt:

Sicherlich ist es so, dass die meisten Studenten sich bewusst sind, dass sie über Fachwissen verfügen. Doch wenn man das eigene Wissen von anderen bestätigt bekommt, bzw. bekannte Fakten von jemand anderen noch einmal hört, bestärkt dies das eigene Wissen und verankert es stärker im Gedächtnis.

 

3. Vergleich mit anderen:

Woher weiß man, ob man den Anschluss im Wissen halten kann? Durch den Vergleich mit anderen. Wenn man also mit Studenten desselben Studienjahrs lernt, erfährt man viel über sich, seinen Wissensstand und den Abstand oder Vorsprung gegenüber den Kommilitonen. Ein wesentlicher Vorteil entsteht hieraus. Je eher man eventuelle Wissenslücken findet, umso eher kann man daran gehen, diese zu schließen.

 

4. Motivation:

Die Tatsache, dass mehrere Personen an einem Thema gemeinsam arbeiten und sich somit beim Lernen unterstützen, hebt die allgemeine Motivation. Es ist immer motivierender, in einer Gruppe zu lernen als allein am Schreibtisch. Diese Motivation führt dazu, dass das Lernen selbst mehr Spaß macht und damit das Lernen erfolgreicher wird.

Wenn man vorhat, eine Lerngruppe zu bilden, sollte man auf einige Punkte achten, damit das Lernen in der Gruppe auch wirklich ein Erfolg wird. So ist es zum Beispiel sinnvoll, eine Gruppe nicht zu groß zu machen. Auch sollte die Gruppe an sich in der ursprünglichen Form bestehen bleiben – Fluktuation der Mitglieder wird sich zwar nie ganz vermeiden lassen, sollte aber doch nach Möglichkeit in Grenzen gehalten werden. Auch sollte man feste Termine festlegen und sich regelmäßig während der gesamten Studienzeit zum Lernen treffen. Wie auch beim Lernen allein gilt, dass alle Ablenkungen oder Störungen in der Zeit des Lernens auf jeden Fall zu vermeiden sind.

Zum Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden haben sich folgende Komponenten bisher sehr gut etabliert und sollten daher in der Gruppenarbeit auf jeden Fall auftauchen.

  • Tipp: Die Gruppe sollte eine Teilnehmerzahl von 5 Personen nicht überschreiten. Die Gruppe sollte sich regelmäßig treffen und einen festen Mitgliederstamm haben. Je seltener die Mitglieder der Gruppe wechseln, umso besser kann man gemeinsam lernen.[/su_list]

1. Thema festlegen:

Erstellen Sie mit den anderen Gruppenmitgliedern ein Thema für das nächste Treffen. Hierzu gehört auch das Definieren der Unterthemen und Bereiche, die behandelt werden müssen. Legen Sie diese Themen schriftlich fest, erstellen Sie eine Art Agenda für das Treffen.

 

2. Themenverteilung:

Jedes Gruppenmitglied muss etwas zum Thema beitragen. Daher ist es sinnvoll, wenn jedes Mitglied einen Bereich bekommt, den es bearbeitet und den anderen Mitgliedern vermittelt.

 

3. Arbeitstechnik wechseln:

Sorgen Sie dafür, dass es verschiedene Lerntechniken gibt, die zur Anwendung kommen. Wechseln Sie zwischen Gruppen – und Einzelarbeit und bauen Sie auch Teamarbeit mit ein.

 

4. Abschlussprotokoll:

Aus den einzelnen Bereichen wird ein gemeinsames Abschlussprotokoll erstellt, indem alle Informationen aus allen Bereichen noch einmal schriftlich fixiert werden. Dies wird an alle Mitglieder ausgehändigt und dient so dem Wiederholen allein.

 

5. Feedback:

Es ist wichtig, dass die Gruppenmitglieder einen Vortrag reflektieren können. Hierzu eignen sich Feedback-Runden nach jedem Thema.

Weiterhin sollte eine Gruppenarbeit folgende Bereiche beinhalten:

  • Einzel-, Gruppen- und Teamaufgaben
  • Diskussionsrunden
  • Feedback-Runden
  • Argumentationstraining
  • Pro- und Kontragegenüberstellungen
  • Anschauliche Folien, Tabellen oder Grafiken
  • Zusammenfassungen

Beim Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden ist es wichtig, dass jeder Gruppenteilnehmer mit der Art der Technik einverstanden ist und zurecht kommt. Doch trotzdem ersetzt die Gruppenarbeit nicht das Lernen allein. Es empfiehlt sich daher, das Gelernte am Schreibtisch noch einmal zu wiederholen, sich dabei markante Situationen ins Gedächtnis zu rufen und die verschiedenen Blickpunkte der einzelnen Gruppenmitglieder zu einem Thema noch mal allein für sich gegenüberzustellen und Rückschlüsse aus dem Gehörten zu ziehen. Nur mit einer entsprechenden Nacharbeit und dem Aufarbeiten der Lernzeit kann das Lernen in der Gruppe dauerhaft Erfolg bringen.