Prüfungsfragen Betriebswirt mit 10 Prüfungsaufgaben

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Prüfungsfragen BetriebswirtEin Betriebwirt ist ein Kaufmann, der über eine höhere Qualifikation verfügt und kaufmännische und betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen in Unternehmensbereichen wie Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Steuerwesen oder Personal löst. Dabei handelt der Betriebswirt unternehmensweit und muss in der Lage sein, kaufmännische Arbeitsvorgänge und betriebliche Zielsetzungen zu planen, durchzuführen und zu überwachen. In aller Regel verfügt der Betriebswirt über Führungskompetenzen und findet sich neben einer Tätigkeit im Management häufig in der Rolle eines Prokuristen.

Die Aus- und Weiterbildung zum Betriebswirt ist auf mehreren Wegen möglich. Neben beispielsweise einer Ausbildung an einer Berufsakademie oder einem Studium an einer Fachschule, besteht auch die Möglichkeit, den Titel des Betriebswirts durch eine Fortbildung bei den Industrie- und Handelskammern oder den Handwerkskammern zu erwerben. Nach erfolgreicher Prüfung lautet der berufliche Titel dann Geprüfter Betriebswirt oder Betriebswirt HWK.

  • Die Prüfung zum Betriebswirt gliedert sich in mehrere Prüfungsteile, die jeweils bestanden werden müssen, damit eine Zulassung zum nächsten Prüfungsteil erfolgen kann. Dabei handelt es sich bei der Prüfung nicht um eine lehrgangsbezogene Prüfung, sondern um eine Prüfung, die dem Berufsbildungsgesetz folgt. Das bedeutet, das sowohl die Kenntnisse und Fertigkeiten, die während der kaufmännischen Berufsausbildung und der praktischen Berufserfahrung im Betrieb als auch die neu erworbenen, vertieften Kenntnisse im Hinblick auf kaufmännisches Wissen und Führungsqualitäten abgefragt werden. Zusammengefasst geht es in der Prüfung also darum, unter Beweis zu stellen, dass der Prüfling einerseits über theoretisches Grundlagenwissen in Fächern wie Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Personalführung und Recht verfügt und dieses Wissen andererseits praktisch umsetzen und gewinnbringend anwenden kann. Aus diesem Grund werden die Fragen im Regelfall so gestaltet, dass sie Situationen aus dem Berufsalltag wiederspiegeln.
  • Der erste Prüfungsteil behandelt wirtschaftliche Handlungsweisen sowie betriebliche Leistungsprozesse. In diesen Prüfungsbereich fallen Fragestellungen zum Marketing, zur Bilanz- und Steuerpolitik eines Unternehmens, zu rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zu europäischen und internationalen Wirtschaftbeziehungen. Diese Fragen werden meist als Auswahlfragen gestellt, in vielen Fällen abgeleitet aus konkreten Situationsschilderungen. Bei Auswahlfragen ist es wichtig, die einzelnen Fragen und Antworten genau zu lesen, um auch kleine Details zu erkennen und somit mögliche Fehlerquellen zu vermeiden. Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, dem ersten Gedanken zu folgen, da die Intuition meist die richtige Lösung bietet. Zudem sollten gegebene Antworten nicht mehr korrigiert werden. Allerdings sollten immer alle Fragen beantwortet werden, im schlimmsten Fall auch durch Raten.
  • Der zweite Prüfungsteil fokussiert die Unternehmensführung und das Unternehmensmanagement. Hierbei werden im Regelfall zwei Aufgaben gestellt, für die es eine Lösung zu erarbeiten gilt, daneben erfolgt ein situationsbezogenes Fachgespräch. Da es hierbei meist keine vorgegebenen Antworten gibt, ist es ratsam, eigene Gedanken zu notieren und anschließend nach ihrer Relevanz zu ordnen. Prinzipiell ist es besser, mit den wichtigsten Punkten zu beginnen, da für die Präsentationen nur bestimmte Zeitspannen zur Verfügung stehen und das Risiko verhindert werden sollte, dass die wichtigsten Argumente aufgrund der abgelaufenen Zeit nicht mehr genannt werden können. Der letzte Prüfungsteil sieht die Ausarbeitung eines Projektes vor, das in einem anschließenden Fachgespräch diskutiert wird.
  • Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, auch eine mündliche Prüfung abzulegen. Diese wird von den Prüfern gefordert, wenn eine Nachprüfung sinnvoll erscheint, kann aber auch durch den Prüfling beantragt werden, um Prüfungsergebnisse zu verbessern. Zu bedenken gilt allerdings, dass eine schlechte mündliche Prüfung die bisherige Prüfungsnote auch nach unten korrigieren kann. Insgesamt gilt für die Pürungen, dass sie bis zu zwei Mal wiederholt werden können, wobei immer das letzte Ergebnis gewertet wird und in die Endnote einfließt.

Prüfungsfragen Betriebswirt:

 

1. Wobei handelt es sich nicht um Kennzahlen, die zu den Erfolgskennzahlen gehören?

 

a) Economic Value Added

b) Berry-Index

c) Cash-Flow

d) EBIT

 

2. Welche der klassischen vier Säulen des Marketing-Mixes (4 Ps) fehlt?

 

1. Produktpolitik

2. Kontrahierungspolitik

3. Kommunikationspolitik

4. ?

 

3. Welcher Paragraph des BGB regelt die Fälligkeit des Arbeitsentgeltes?

 

a) § 280

b) § 288

c) § 104

d) § 614

 

4. Wobei handelt es sich um eine Besonderheit des Handelsrechts?

 

a) Bürgschaften und Schuldversprechen unterliegen besonderen Formerfordernissen

b) Rechtsgeschäfte werden zügig abgewickelt, wichtig hier ist beispielsweise die Notwendigkeit einer unverzüglichen Mängelrüge

c) der Grundsatz der Entgeltlichkeit gilt nur nach gesonderter Vereinbarung

d) Vertragsstrafen können nach § 343 BGB herabgesetzt werden

 

5. Was beinhaltet diese Formel?

 

Bz = Ba + Z – A

Antwort: ______________________________

 

6. In welcher Höhe liegt oder lag der Umsatzsteuersatz in China im Jahre 2009?

 

a) 15%

b) 17%

c) 19,6%

d) 21,5%

 

7. In welcher Stadt befindet sich der Sitz der REFA?

 

a) Frankfurt am Main

b) Wiesbaden

c) Bonn

d) Darmstadt

 

8. Wie sollte nach dem Acid Test der 2. Grad der Liquidität sein, damit eine positive Bewertung eines Unternehmens erfolgen kann?

 

a) größer oder gleich 0.2

b) größer oder gleich 0,5

c) größer oder gleich 1

d) größer oder gleich 2

 

9. Worin liegen Vorteile des Factorings?

 

a) Verbreiterung der Finanzierungsbasis

b) Schonung der Liquidität

c) geringe Kosten durch die Factoring-Gesellschaft

d) kein Kreditrisiko und Zeiteinsparungen

 

10. Wie wird eine Prokura bezeichnet, die sich über alle Niederlassungen / Filialen eines Kaufmannes / eines Unternehmens erstreckt?

 

a) Gesamtprokura

b) Einzelprokura

c) Filialprokura

d) Generalprokura

 

Prüfungsfragen Betriebswirt Lösungen:

 

1. b

2. Distributionspolitik

3. d

4. b

5. vorraussichtlicher Personalbestand = aktuelles Personal + Zugänge – Abgänge

6. b

7. d

8. c

9. c

10. d